Beschreibung

Mit einem Antrag auf Vorbescheid können Sie im Vorfeld eines Baugenehmigungsverfahrens verbindlich prüfen lassen, ob Ihr Vorhaben grundsätzlich baugenehmigungsfähig ist. Der Vorbescheid wird auch Bauvoranfrage genannt.

So können Sie vor der detaillierten Planung Ihres Vorhabens bestimmte, meist planungsrechtliche, Fragen zu Ihrem Vorhaben rechtsverbindlich klären lassen.

Sinnvoll ist eine Bauvoranfrage, insbesondere wenn für das Grundstück kein Bebauungsplan vorliegt. Dann muss sich das von Ihnen geplante Gebäude in die Eigenart der näheren Umgebung nach § 34 Baugesetzbuch einfügen, was immer eine Einzelfallbetrachtung der Umgebung Ihres Grundstückes voraussetzt.

Meist geht es beim Vorbescheid deshalb um die planungsrechtliche Zulässigkeit Ihrer Planung. Es können aber auch Einzelfragen zum Bauordnungsrecht von Ihnen vorgetragen werden.  

Ein Vorbescheid hat eine Gültigkeit von drei Jahren und bleibt in dieser Zeit rechtsverbindlich, auch wenn sich währenddessen planungs- oder bauordnungsrechtliche Vorgaben ändern sollten. Der Vorbescheid kann auf Ihren schriftlichen Antrag um jeweils ein Jahr verlängert werden. 

Der Vorbescheid berechtigt Sie zwar nicht zum Bauen, kann aber Planungssicherheit schaffen, bevor Sie weitere, kostenintensive Planungsleistungen beauftragen müssen. 

Anzahl und Umfang der einzureichenden Unterlagen hängen vom Umfang Ihrer Fragestellung ab. 

 

Benötigt werden

  • Antragsformular

    Bitte verwenden Sie nur das aktuelle amtliche Antragsformular. Das Antragsformular muss von der antragstellenden und der entwurfsverfassenden Person unterzeichnet werden. Wenn Sie neben der planungsrechtlichen Zulässigkeit auch Fragen zur Bauordnung geklärt haben möchten, können Sie diese Fragen gegebenenfalls auf einem separaten Blatt einreichen. Dabei müssen die Fragen von Ihnen so konkret ausformuliert sein, dass wir diese mit "Ja" oder "Nein" beantworten können. Ist eine Gesellschaft oder eine Firma Antragstellerin, beachten Sie bitte die Informationen auf der Seite "Hinweise zu den Unterlagen", die Sie weiter unten verlinkt finden. Dort finden Sie auch das amtliche Antragsformular.

  • Flurkarte oder Auszug aus dem Liegenschaftskataster

    Die Flurkarte, auch Kataster- oder Liegenschaftskarte genannt, erhalten Sie beim Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster. Liegt Ihr Vorhaben in einem Bereich ohne Bebauungsplan, dann ist zusätzlich die Vorlage einer Deutschen Grundkarte erforderlich. Den Link zu beiden Karten finden Sie unter "Hinweise zu den Unterlagen".

  • Lageplan

    Der Lageplan sollte im Maßstab 1:500 auf der Grundlage eines Auszuges aus der Liegenschaftskarte/Flurkarte erstellt sein. Der einfache Lageplan wird üblicherweise von der entwurfsverfassenden Person gezeichnet. Weitere Informationen zum Inhalt erhalten Sie auf der Seite "Hinweise zu den Unterlagen".

  • Bauzeichnungen

    Je nach Fragestellung fügen Sie bitte auch Bauzeichnungen dem Antrag bei. Geht es um die planungsrechtliche Einfügung Ihres Vorhabens in die nähere Umgebung, reichen Sie bitte einfache Ansichtszeichnungen ein, die möglichst auch die Nachbarbebauung darstellen. Grundrisszeichnungen sind meist nur dann erforderlich, wenn Ihre Fragestellung Vorschriften zur Bauordnung betrifft.

  • Baubeschreibung

    Eine Baubeschreibung benötigen wir ebenfalls nur dann, wenn Sie zur Beurteilung der Fragestellung notwendig wird, zum Beispiel bei Gestaltungsfragen. Das amtliche Formular finden Sie unter "Hinweise zu den Unterlagen".

  • Betriebsbeschreibung

    Planen Sie gewerbliche Nutzungen, fügen Sie dem Antrag bitte auch das amtliche Betriebsbeschreibungsformular bei.

  • Weitere Bauvorlagen

    Je nach Fragestellung können weitere Bauvorlagen zu Ihrer Bauvoranfrage erforderlich werden. Bitte informieren Sie sich auf unserer Seite "Hinweise zu den Unterlagen".

Hinweise zu den Unterlagen, häufig gestellte Fragen, Glossar

Sie haben Fragen?

Allgemeine Informationen erhalten Sie in unserer Antragsberatung Bauen. Wir beraten Sie zu öffentlich-rechtlichen Vorschriften – insbesondere hinsichtlich des Baurechts. Bitte beachten Sie, dass wir nur zu konkreten Einzelfragen Auskunft geben können, wenn Sie den Antrag gestellt haben.

Nutzen Sie unser Kontaktformular, wenn Sie eine Frage haben.

Vorsprache

Eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich.

Gebühren

Die Gebühren werden nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung des Landes Nordrhein-Westfalen errechnet. Vereinfacht gesagt, beträgt die Grundgebühr je nach planungsrechtlicher Grundlage 40 bis 60 Prozent der angenommen Gebühr, die für einen Bauantrag anfallen würde. Eine Erläuterung der Bauantragsgebühren finden Sie auf unseren Seiten "Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren" oder "Baugenehmigungsverfahren - große Sonderbauten". 

Die Grundgebühr beträgt in jedem Fall mindestens 50 Euro. Möglicherweise notwendige Baulasten, Befreiungen, Abweichungen und so weiter werden gesondert berechnet. Stellen Sie Einzelfragen, werden diese mit zwei bis zehn Prozent der angenommenen Baugenehmigungsgebühr pro Frage zusätzlich berechnet.

Wird im Anschluss eines genehmigten Vorbescheides ein Bauantrag auf Grundlage des Vorbescheides gestellt, werden bei den dann anfallenden Gebühren 50 Prozent Abschlag der Gebühr für den Vorbescheid verrechnet.

 

wird_geladen

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

nein

Ihre Meinung ist uns wichtig:

Falls Ihnen der Artikel nicht weiter geholfen hat, erklären Sie bitte kurz, warum der Artikel nicht hilfreich für Sie war. Das würde uns helfen, unsere Qualitätsstandards zu verbessern. Bitte beachten Sie! Alle Eingabefelder sind Pflichtfelder (mit * gekennzeichnet) und müssen von Ihnen ausgefüllt werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)
Stadtbahn-Linien 3 und 4 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
Bus-Linien 153 und 156 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
S-Bahn Linien S 6, S 11, S 12, S 13 sowie Deutsche Bahn (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)

Fahrplanschnellsuche

Fahrradroute planen