Umgestaltung und Neuordnung des Verkehrs in der Altstadt

© RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
Planung für die Umgestaltung der östlichen Gürzenichstraße

Die Altstadt, als historische Mitte Kölns, befindet sich in einem großen städtebaulichen Entwicklungsprozess. Der Bereich der sogenannten Kulturachse mit dem Kölner Dom im Norden und der romanischen Kirche Sankt Maria im Kapitol im Süden, deren Verlauf bedeutende historische Gebäude und Plätze prägen, soll aufgewertet werden. Als  kulturhistorisch wichtiger Stadtraum soll das Quartier ein neues deutlich erkennbares und ansprechendes Profil erhalten.

Das Konzept im Einzelnen

Das Verkehrsführungskonzept Altstadt wurde in Abstimmung mit und in Ergänzung zum nationalen Städtebauprojet Via Culturalis neu aufgelegt. Dabei liegen der Planung neben der reinen Umgestaltung und Aufwertung des öffentlichen Straßenlandes, insbesondere im Betrachtungsraum der sogenannten kulturhistorischen Mitte, weitere Ziele zugrunde:

  • Stärkung des Fußgänger- und Radverkehrs
  • Schaffung von zusätzlichen Aufenthaltsflächen
  • Senkung der Verkehrsbelastung und Verminderung der Durchgangsverkehrs
  • Reduzierung von Parkflächen im öffentlichen Straßenraum bei gleichzeitigem Erhalt und guter Erreichbarkeit der Parkhäuser

Das Konzept basiert auf den wesentlichen Rahmenbedingungen und Leitgedanken für die Mobilität der Zukunft in Köln, die im Strategiepapier Köln mobil 2025 festgeschrieben sind. Die konkreten Ziele, die Planungsergebnisse und den lokalen und thematischen Bezug zum Projekt Via Culturalis haben wir Ihnen am 21. November 2017 auf einer Informationsveranstaltung im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium vorgestellt. Ihre Einwände und Ideen werden zurzeit ausgewertet und fließen in den weiteren Entscheidungsprozess mit ein. Über die Ergebnisse und die weiteren Schritte halten wir Sie auf dem Laufenden.

Via Culturalis

Die Umsetzung des Verkehrsführungskonzeptes für die Altstadt erfolgt in enger Abstimmung mit dem Gestaltungsplan "Gesamtraum Via Culturalis", das als nationales Projekt des Städtebaus vom Bund gefördert wird.

Die Via Culturalis ist ein Kulturpfad zwischen dem Kölner Dom im Norden und Sankt Maria im Kapitol im Süden. Sie soll zwei Jahrtausende Stadt- und Kulturgeschichte im öffentlichen Raum sichtbar machen. Dies soll vor allem über das Erscheinungsbild der Wege und Plätze, die sich entlang des Pfades befinden, und ihre räumliche Verknüpfung gelingen.

Via Culturalis

Die Projekte im Einzelnen

Im Rahmen des Gestaltungsplans wurde zuletzt der Kurt-Hackenberg-Platz umgebaut und im Mai 2018 eröffnet.

Im Zuge der laufenden Planungen zur Neugestaltung der Gürzenichstraße und des Tunnels Johannisstraße hat uns der Rat am 22. November 2018 beauftragt, Projektvorschläge zur Bewerbung um Fördermittel beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat einzureichen. Der Topf zur "Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus" berücksichtigt kommunale Projektvorschläge für den Förderzeitraum von 2019 bis 2023. Die beiden Projekte waren bis jetzt bis zur Entwurfsplanung gereift. Nun sollen sie im Rahmen des neuen Förderaufrufs durch Planungsbüros weiter qualifiziert und innerhalb des vorgegebenen Förderzeitraums baulich umgesetzt werden.

Nach vorläufiger Schätzung belaufen sich die förderfähigen Gesamtkosten für die Neugestaltung der Gürzenichstraße auf rund 5,1 Millionen Euro und für die Neugestaltung des Tunnels Johannisstraße auf rund 5,5 Millionen Euro. Werden die Projekte für eine Förderung ausgewählt, so können die Kosten zu zwei Dritteln aus Bundesmitteln bezuschusst werden.  

Die Gürzenichstraße stellt die Verbindung zwischen dem Heumarkt und der stark frequentierten Fußgängerzone Hohe Straße und Schildergasse dar. Ziel der Planung für die Neugestaltung ist es, die Via Culturalis im Bereich des historischen Gürzenich erkennbar zu machen. Das Verkehrskonzept Altstadt sieht für die Gürzenichstraße zwar weiterhin Autoverkehr vor, die Flächen sollen jedoch zu großen Teilen dem Rad- und Fußgängerverkehr vorbehalten werden.  

Der Tunnel Johannisstraße ist eine wichtige Fußgängerverbindung zwischen Breslauer Platz und Domumgebung sowie im weiteren Verlauf zur Via Culturalis. Sie wird mittelfristig nach baulichen Veränderungen auf dem Breslauer Platz noch mehr an Bedeutung gewinnen. Mit einer attraktiven Gestaltung soll die Unterführung so aufgewertet werden, dass sie ein angemessenes Entrée von der Bahnhofsumgebung zur historischen Altstadt darstellt.

Weitere Informationen

Über die Inhalte der Bürgerveranstaltung, der politischen Beschlussfassung und des Strategiepapiers Köln mobil 2025 können Sie sich hier ein Bild machen.

Präsentation Verkehrsführungskonzept Altstadt
PDF, 1996 kb
Beschluss Verkehrsführungskonzept Altstadt
Neugestaltung Gürzenichstraße sowie Neugestaltung Tunnel Johannisstraße; Förderaufruf 2018/2019
Köln mobil 2025

Haben Sie Fragen?

Wenn Sie Fragen zum Verkehrsführungskonzept Altstadt haben, können Sie uns unter der Telefonnummer 0221 / 221-30288 gerne anrufen.