Der aktuelle Zustand der Oskar-Jäger-Straße ist geprägt von einer Reihe funktionaler und gestalterischer Mängel und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen einer zeitgemäßen Straßenraumgestaltung. Mit den in den vergangenen Jahren entstandenen Neubauten vermitteln die Nebenanlagen der Oskar-Jäger-Straße mitunter einen eher provisorischen Eindruck. Diese werden häufig zum illegalen Parken genutzt. Die ursprünglich auf der Ostseite der Oskar-Jäger-Straße verlaufende Baumreihe ist aufgrund von Hochbautätigkeiten vielfach unterbrochen. Die Größe der Baumscheiben entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen eines vitalen Baumes, so dass in einigen Bereichen die Gehwege durch Wurzeleinwuchs massiv Schaden genommen haben.
Die Gesamtsituation für den Radverkehr ist unzureichend und entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Im Abschnitt Aachener Straße/Melatengürtel ist keine Radverkehrsführung vorhanden. Der bauliche Zustand der Oskar-Jäger-Straße ist insgesamt schlecht. Innerhalb des Ausbaubereichs befinden sich vier signalisierte Knotenpunkte. Die Ampelanlagen entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und müssen komplett erneuert werden. Die Stadtbahntrassen auf der Aachener Straße und dem Melatengürtel werden mit eingebunden. Besonders in Spitzenzeiten kommt es häufig zu Staus durch abbiegende Fahrzeuge. Einer der Gründe hierfür sind fehlende oder zu knapp bemessene Abbiegestreifen.
Daher wollen wir den Streckenzug verkehrlich verbessern und die Verkehrssicherheit erhöhen. Die gesamte Umbaumaßnahme kostet voraussichtlich etwa acht Millionen Euro.
Welche Maßnahmen sind notwendig?
Aus einer Mängelanalyse und den Vorgaben aus der Politik sind folgende verkehrliche und gestalterische Maßnahmen notwendig:
In Kreuzungsbereichen
- Rückbau der freilaufenden Rechtsabbieger, um die Verkehrssicherheit des Radverkehrs zu erhöhen
- Anpassen der Abbiegespuren
- Optimieren der Lichtsignalanlage im Knotenpunkt, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen
- separate Führung des Radverkehrs über den Knoten und Einbeziehung in die Signalisierung
- Fußgängerquerungen sollen mit taktilen Leitelementen ausgestattet werden
Auf Streckenabschnitten
- Verkehrsflächen werden zugunsten einer durchgängigen Radverkehrsführung neu aufgeteilt
- Fahrbahn wird saniert und die Nebenanlagen neu ausgebaut
- Bushaltestellen auf der Oskar-Jäger-Straße und Widdersdorfer Straße werden nach Kölner Standard barrierefrei ausgebaut
- Anlage von Längsparkmöglichkeiten
Keine Erhebung von Straßenbaubeiträgen
Für bestimmte straßenbauliche Maßnahmen müssen wir Straßenbaubeiträge von den Eigentümer*innen beziehungsweise Erbbauberechtigten der erschlossenen Grundstücke erheben. Dies ist in § 8 des Kommunalabgabengesetztes NRW geregelt. Die Baumaßnahme in der Oskar-Jäger-Straße erfüllt die Voraussetzungen des § 8 KAG NRW und unterliegt damit grundsätzlich der Straßenbaubeitragspflicht.
Für Straßenausbaumaßnahmen, die nach dem 1. Januar 2018 erstmals beschlossen wurden, trägt jedoch das Land Nordrhein-Westfalen diese Kosten. Das ist in der Förderrichtlinie Straßenausbaubeiträge vom 23. September 2025 des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen festgehalten. Der Beschluss zur Neugestaltung der Oskar-Jäger-Straße wurde am 6. Mai 2021 vom Rat getroffen. Daher gehen wir derzeit davon aus, dass der Anliegeranteil zu 100 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen wird.
Digitale Informationsveranstaltung
Am 14. April 2021 haben wir allen Interessierten in einer digitalen Informationsveranstaltung die aktuellen Planungen vorgestellt. Zum weiteren Austausch mit unserem Planungsteam nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Wie geht es weiter?
Derzeit überarbeiten wir die Planung. Über den Beginn des Ausbaus werden wir Sie hier rechtzeitig informieren.
Haben Sie Fragen?
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