Warum Biodiversität so wichtig ist:

Gärten und Gründächer sind wichtige Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren in der Stadt. Deshalb ist es bereits in der Planung solcher Flächen sinnvoll, eine hohe Artenvielfalt an verschiedenen, ökologisch wertvollen Pflanzen zu berücksichtigen und somit Habitate zu schaffen. Diese bieten Nahrungsgrundlage und Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere. Zusätzlich wird durch die biodiverse Gestaltung von Gärten und Gründächern die Aufenthaltsqualität und das Wohlbefinden der Anwohner*innen gesteigert.

© Stadt Köln / Betina Küchenhoff
© Bettina Küchenhoff
© Stadt Köln/Sven Koch

Beispiele für biodiverse Gestaltung

© Stadt Köln
Artenvielfalt auf dem Dach
© Stadt Köln
Artenvielfalt im Vorgarten

Bonus für mehr Biodiversität

Werden bei geförderten Dachbegrünungen oder Entsiegelungen, beziehungsweise Rückbau von Schotterflächen, über die extensive Begrünung hinaus Maßnahmen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt umgesetzt, kann dies zusätzlich gefördert werden.

  • ab 10 Quadratmeter mit einer Pauschale in Höhe von 200 Euro
  • bei mehr als 50 Quadratmeter mit einer Pauschale in Höhe von 400 Euro

Zur Gewährung des Bonus ist eine Mindestaufbauhöhe von 10 Zentimeter Substratschicht bei Dachbegrünungen und eine Mindestartenzahl von 15 bis 20 Pflanzenarten (davon maximal die Hälfte Sedumarten) schriftlich nachzuweisen. Alternativ ist eine nachgewiesene Fläche von 10 Prozent der Gesamtfläche mit Biodiversitätselementen, wie Wasser- oder Sandlinsen, Totholzansammlungen, Vogelnistkästen, sowie Laub- und Reisighaufen vorzuweisen. Voraussetzung hierfür ist die Beantragung der Bonuspauschale sowie eine umfangreiche Beschreibung der Maßnahmen.

Die Gesamtfläche muss mindestens 10 Quadratmeter, zusammenhängende Einzelflächen mindestens 5 Quadratmeter groß sein.

Förderfähige Biodiversitätselemente

Biodiversitätselemente, wie Sandlinsen als Nistmöglichkeit für Insekten, Wasserlinsen oder Totholzansammlungen sind weitere wichtige Elemente, die Artenvielfalt zu erhöhen. Totholz beispielsweise ist für viele Insekten ein unverzichtbarer Lebensraum. Abgestorbene Äste, Baumstämme oder Holzstücke bieten Nahrung, Schutz sowie geeignete Orte zur Fortpflanzung. Besonders Käferarten, Wildbienen und andere kleine Kleintiere sind auf Totholz als wichtigen Bestandteil ihres Lebensraums angewiesen.

© Stadt Köln
Vorbereitung einer Sandlinse auf dem Dach
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Vorbereitung von Totholz auf dem Dach

Sandlinsen und Totholzsammlung, © StEB Köln © StEB Köln
Sandlinsen und Totholzansammlungen sind Biodiversitätselemente für mehr Artenvielfalt in der Stadt

Gerne beraten wir Sie im Vorfeld – wir sind für Sie da.

Kontakt und Beratung

Stadt Köln
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Förderprogramm GRÜN hoch 3

Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

Kontakt: 0221 / 221-25384 oder 0221 / 221-36164

gruenhoch3@stadt-koeln.de