Genitalbeschneidung ist immer eine Menschenrechtsverletzung von Mädchen und Frauen. Es ist auch eines der Hindernisse für das Erreichen der Gleichstellung von Frauen und Männern. Deshalb ist sie in vielen Ländern, wie auch in Deutschland, gesetzlich verboten. Seit 2013 stellt der Paragraf 226a des Strafgesetzbuchs jegliche Verstümmelung explizit unter Strafe und summiert diese nicht mehr unter Körperverletzung.

Weibliche Genitalbeschneidung Female Genital Mutilation/CuttingFGM/C umfasst Eingriffe an den weiblichen Genitalien, die medizinisch nicht notwendig sind.

Es kann sich dabei konkret um das:

  • Ein- oder Abschneiden
  • Verkleinern
  • Verändern
  • Vernähen

der äußeren Genitalien handeln.

In Deutschland leben etwa 66.000 betroffene Mädchen und Frauen, weltweit sind etwa 200 Millionen von FGM/C betroffen. Die Dunkelzifferstatistik von Terre des Femmes geht für Deutschland von 74.899 betroffenen Frauen und 20.182 gefährdete Mädchen aus.

Seit 2003 findet jährlich am 6. Februar ein internationaler Aktionstag statt, um auf diese Form der Menschenrechtsverletzung aufmerksam zu machen. Wir setzen uns auch über diesen Tag hinaus dafür ein, dass jede Frau und jedes Mädchen ein Recht auf genitale Selbstbestimmung haben muss. 

Wie kann ich Betroffenen helfen?

  • nachfragen und zuhören
  • über die Rechtslage in Deutschland informieren: FGM/C ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden
  • bei Bedarf eine Fachstelle zum Thema FGM/C hinzuziehen
  • bei Bedarf die medizinische Versorgung Betroffener sicherstellen

Wo finde ich Hilfe und Informationen?

YUNA bietet Prävention, Information und Beratung als Service an.

YUNA ist ein landesweites Projekt der LOBBY FÜR MÄDCHEN zur Prävention von weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C). Neben Beratungsangeboten für Mädchen und junge Frauen werden regelmäßig Webinare für Fachkräfte angeboten.

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Weitere Beratungsangebote

Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
agisra e. V.