Der Internationale Frauentag (IFT) entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen. Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste IFT 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA gingen wegen geschlechterbedingten Benachteiligungen auf die Straße. Ihre zentralen Forderungen waren das Recht auf Mitbestimmung und auf gleichen Lohn. Mit dem Streik der Textilarbeiterinnen in Sankt Petersburg am 8. März 1917 erhielt der IFT einen weltgeschichtlichen Aspekt. Er wird daher international am 8. März gefeiert.

Der IFT ist immer noch notwendig, um Diskriminierungen sichtbar zu machen und frauenpolitische Rechte einzufordern. Zugleich ist er ein Tag, an dem Frauen mit Stolz auf das bisher Erreichte zurückblicken können: ein Grund zum Feiern.

Traditionell laden die Oberbürgermeisterin, die Gleichstellungsbeauftragte, der Arbeitskreis Kölner Frauenvereinigungen (AKF), der deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und weitere Frauenorganisationen und frauenpolitische Sprecherinnen die Kölnerinnen und Kölner ins Rathaus zu aktuellen frauenpolitischen Themen ein.

IFT 2021 - Verbunden, vernetzt, vereint

Unter dem Motto "Verbunden – Vernetzt – Vereint" fand erstmals eine digitale Veranstaltung statt, die den Teilnehmer*innen ein vielseitiges Programm aus Gesprächen, Workshops und Fachvorträgen zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen bot.

Der erste Veranstaltungsteil wurde am Vormittag aus den Räumlichkeiten des Senftöpfchen-Theaters live gestreamt. Neben einer Podiumsdiskussion zum Kölner Gleichstellungsausschuss fanden Interviews mit Frauke Mahr, Vorstandsmitglied der LOBBY FÜR MÄDCHEN und erste Kölner Frauenpreisträgerin, sowie Dr. Nicole Grünewald, Präsidentin der IHK zu Köln, statt. Die Gespräche wurden von der Stellvertretenden Chefredakteurin des Kölner Stadtanzeigers, Sarah Brasack, geführt. Musikalisch wurde die Veranstaltung von dem Gesangs- und Harfen-Duo „Heaven's Gate“ begleitet. Durch das Programm führte die Gleichstellungsbeauftragte Bettina Mötting.

Am Nachmittag wechselte das Programm von der linearen Streaming-Veranstaltung hin zu verschiedenen Workshops und Fachvorträgen: Von der Istanbul-Konvention über Equal Care und 1700 Jahre jüdisches Frauenleben in Köln hin zu Stimmtraining, Online-Konferenz-Tipps und entspannenden Yogaübungen hielt der zweite Veranstaltungsteil ein breit gefächertes Angebot bereit.

Zur Aktionsseite ift.koeln

Mitschnitt der Streaming-Veranstaltung

IFT 2020 - Heute für Morgen gestalten. Wir gehen es an!

Unter dem Motto "Heute für Morgen gestalten – wir gehen es an" gewährten 60 Frauenorganisationen Einblicke in ihre Arbeit. Mit dabei war auch die Lobby für Mädchen e. V., deren Geschäftsführerin Frauke Mahr einen Tag zuvor als Trägerin des ersten Kölner Frauenpreises gekürt wurde.

Mit der inhaltlichen Ausgestaltung der Workshops und der Podiumsdiskussion zum Internationalen Frauentag wurde ein breiteres und jüngeres Publikum fokussiert. Fünf Politikerinnen aus Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalebene diskutierten lebhaft mit der Moderatorin Cornelia Benninghoven "Wie macht Frau Politik?". Ratschläge zum Umgang mit Hashtags gegen das Patriarchat gab die feministische Aktivistin Anne Wizorek. Die erfahrene Journalistin Marlies Hesse kam mit jungen Vertreterinnen von "Fridays for Future" sowie "Frauenstreik" über deren ehrenamtliches Engagement in ein generationsübergreifendes Gespräch, das auf eine sehr interessierte Zuhörerschaft traf. Die Besucherinnen und Besucher nutzen das Café im Atrium zum Austauschen und Netzwerken.

Erstmalig gab es dort auch eine Fotobox. Die Gäste konnten per Sofortbild Statements zur Frage "Was bedeutet für Sie der Internationale Frauentag?" abgeben, die später einen "feministischen" Baum zierten.