Der Verkehrsdienst ist die Fachabteilung des Ordnungsamtes zur Überwachung und Verbesserung der Kölner Verkehrsverhältnisse. Durch den täglichen Einsatz erhöhen wir damit die Sicherheit der Menschen in Köln und sorgen für das reibungslose Funktionieren der Parkräume.

Die Aufgaben

Bei den steigenden Anforderungen des modernen Verkehrs hat der Verkehrsdienst die Aufgabe, einen fairen und sicheren Umgang aller Verkehrsteilnehmenden in Köln zu gewährleisten und Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren. So ist wir mit dem Verkehrsdienst ständiges Mitglied der Kölner Unfallkommission und erarbeiten Strategien, um auf Veränderungen im Verkehrsraum Köln immer flexibler und nachhaltiger reagieren zu können.

Unsere Arbeit richtet sich nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung (StVO) und den Bestimmungen des Ordnungsbehördengesetzes Nordrhein-Westfalen (OBG NRW). 

Der Verkehrsdienst richtet seine Maßnahmen gegen diejenigen, die eine Vorschrift verletzen und dadurch eine Ordnungswidrigkeit begehen. Besonderen Schutz benötigen dabei schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wie zum Beispiel Kinder, ältere Menschen und solche, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind sowie Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer.

Der ruhende Verkehr

© Stadt Köln

Im ruhenden Verkehr, damit sind parkende Fahrzeuge gemeint, richtet der Verkehrsdienst ein besonderes Augenmerk auf folgende Ordnungswidrigkeiten:

  • Zuparken von Feuerwehrzufahrten und Rettungswegen
  • Missachtung von angeordneten Halteverboten, zum Beispiel vor großen Veranstaltungen, Marathon-Lauf oder Karnevalsumzügen
  • Parken in Eckbereichen der Straße (Sichtbehinderung)
  • Gefährdung von Schulkindern durch widerrechtliches Halten vor Schulen
  • Widerrechtliches Parken auf Parkplätzen für Schwerbehinderte
  • Widerrechtliches Parken auf Geh- und Radwegen
  • Überschreitungen der erlaubten Parkdauer

Besteht eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, sind Maßnahmen zur Sicherstellung, das heißt, Abschleppen des Fahrzeugs, unausweichlich. Dies ist insbesondere bei widerrechtlich geparkten Fahrzeugen in Feuerwehrzufahrten und Rettungswegen der Fall, da deren Zuparken das Leben und die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohnern im Einsatzfall der Rettungsdienste bedrohen.

Der fließende Verkehr

Bei der Überwachung des fließenden Verkehrs ist der Verkehrsdienst Vorreiter in der Flexibilität. Um auf entstehende Gefahrenschwerpunkte zeitnah, flexibel und bürgernah reagieren zu können, steht dem Verkehrsdienst neben zwei Messcontainern, sieben mobilen und 51 stationären auch eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage zur Verfügung. Eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage ist eine mit Laser ausgestattete Messanlage, die mehrere Tage an einem Ort zum Messen verbleiben kann, ohne dass währenddessen ein Mitarbeitender vor Ort sein muss. Diese vereint die Möglichkeiten und Vorteile der stationären und mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen.

© panthermedia.net/Jörg Schmalenberger

Messschwerpunkte legen wir auf:

  • Tempo-30-Zonen
  • Schulwegen
  • Umfeld von Schulen, Kindergärten, Seniorenwohnheimen und Krankenhäusern
  • besonders geschwindigkeitsauffällige Strecken
  • Straßen, die durch Unfallhäufigkeit bekannt werden

Hochwasser, Marathon und Fliegerbomben - weitere Aufgaben

Ferner ist dem Verkehrsdienst auch die Leitstelle des Ordnungsamtes angegliedert. Die Leitstelle disponiert sowohl den Außendienst des Ordnungsdienstes, als auch den des Verkehrsdienstes und dient den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartnerin.

Aber nicht nur im Alltag spielt der Verkehrsdienst eine bedeutende Rolle, sondern macht durch seine Beteiligung die reibungs- und gefahrlose Durchführung von besonderen Großveranstaltungen wie zum Beispiel dem Köln-Marathon, Christopher-Street-Day, Stadionveranstaltungen, Kölner Lichter, Karneval und Silvester erst möglich.

Geht der Rhein über seine Ufer, wird der Verkehrsdienst tätig und sichert Hochwasserschutzmaßnahmen ab. Wird wieder eine Fliegerbombe aus dem letzten Weltkrieg im Kölner Boden entdeckt und muss entschärft werden, unterstützt der Verkehrsdienst den Ordnungsdienst bei den Maßnahmen zur Evakuierung des gefährdeten Gebietes.

Was darf der Verkehrsdienst?

Um unsere Aufgaben pflichtgemäß erfüllen zu können, hat der Verkehrsdienst viele Befugnisse. Diese begründen sich aus dem Ordnungsbehördengesetz (§ 24 OBG NRW) in Verbindung mit dem Polizeigesetz. Zur Ausübung seiner Aufgaben ist der Verkehrsdienst unter anderem dazu befugt:

  • Personalien feststellen und Daten erheben
  • Anordnung und Durchführung von ordnungsbehördlichen Maßnahmen, zum Beispiel die Erhebung von Verwarngeldern
  • Fahrzeuge sicherstellen, das heißt, abschleppen lassen

So erkennen Sie uns

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrsdienstes sind durch ihre einheitliche dunkelblaue Dienstkleidung mit Stadtwappen und der Aufschrift "Stadt Köln" eindeutig erkennbar. Im Dunklen sind sie zudem durch Warnwesten mit der Aufschrift "Ordnungsamt" zu erkennen.

So erreichen Sie uns

Akute Behinderungen im ruhenden Verkehr melden Sie bitte unserer Leitstelle unter der Servicetelefon-Rufnummer 0221/221-32000

Neben der Feststellung von Verkehrsordnungswidrigkeiten durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Sie auch Halte- und Parkverstöße selbst melden und zur Anzeige bringen. Für die sogenannte Fremdanzeige laden Sie sich bitte folgendes Formular herunter:

Falsch geparktes Fahrzeug melden

Sollten Sie allgemeine Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie uns eine E-Mail oder kontaktieren Sie uns am besten über das sichere Formular zum bestmöglichen Schutz Ihrer persönlichen Daten:

Verkehrsdienst