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Wurfgranate in Größe eines Kugelschreibers am Rheinufer

Auch viele Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Köln immer wieder Kampfmittel gefunden, zum Beispiel bei Bauarbeiten, in Grünanlagen oder bei Niedrigwasser am Rheinufer. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie sich verhalten, wenn Sie glauben, einen Bombenblindgänger, eine Granate oder Ähnliches gefunden zu haben, damit niemand in Gefahr gerät und das Kampfmittel sicher beseitigt werden kann. 

Woran erkenne ich ein Kampfmittel?

Kampfmittel können sehr unterschiedlich aussehen. Häufig handelt es sich um Bomben, Granaten, Minen oder Munitionsteile. Verdächtig sind insbesondere:

  • metallische Gegenstände, die wie alte Munition oder Sprengkörper aussehen
  • ungewöhnliche Funde im Erdreich oder am Ufer
  • Objekte, deren Herkunft oder Zweck unklar ist

Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um ein Kampfmittel handeln könnte, behandeln Sie den Gegenstand immer so, als wäre er gefährlich. Melden Sie den Fund.

Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie einen verdächtigen Gegenstand entdecken, der ein Kampfmittel sein könnte, gilt:

  • Arbeiten sofort einstellen
    Wenn Sie den verdächtigen Gegenstand bei Erdarbeiten entdecken, zum Beispiel auf Baustellen, in Gärten oder bei Grabungen, unterbrechen Sie die Arbeiten sofort. Sie dürfen nicht weiter in den Boden eingreifen, bis wir oder die Polizei Entwarnung gegeben haben.
  • Abstand halten und Bereich sichern
    Nähern Sie sich dem Gegenstand nicht weiter an und fassen Sie ihn auf keinen Fall an. Bewegen Sie den Gegenstand nicht und versuchen Sie nicht, ihn umzusetzen oder zu transportieren.
  • Andere schützen
    Warnen Sie Personen in der Nähe und sorgen Sie nach Möglichkeit dafür, dass der unmittelbare Bereich nicht betreten wird. Kennzeichnen Sie den Fundort zum Beispiel oder sperren Sie ihn ab. Begeben Sie sich dabei nicht in Gefahr.
  • Keine eigenen Maßnahmen
    Versuchen Sie nicht, den Gegenstand eigenständig zu untersuchen oder "unschädlich zu machen". Kampfmittel können trotz Alter und äußerlicher Beschädigung noch zündfähig sein und explodieren. Nur Fachkräfte können das Kampfmittel einschätzen und beseitigen.

Wen informiere ich bei einem Verdachtsfund?

Die Leitstelle unseres Ordnungsamtes ist in Köln die zentrale Anlaufstelle für Kampfmittelfunde. Bitte rufen Sie uns bei einem Fund sofort an: 0221 / 221-32000. Unsere Dienstzeiten: 

  • Montag bis Donnerstag, 8:30 bis 0:30 Uhr
  • Freitag, 8:30 bis 1:30 Uhr
  • Samstag, 10:30 bis 1:30 Uhr
  • Sonn- und Feiertag, 10:30 bis 0:30 Uhr

Außerhalb der Erreichbarkeit des Ordnungsamtes wenden Sie sich bitte an die nächstgelegene Polizeidienststelle oder wählen den Polizeinotruf 110.

Wichtige Angaben beim Anruf

  • Wo sich der Fundort befindet: Adresse, Umgebung, markante Punkte
  • Was genau Sie gesehen haben: Form, Größe, Lage, Besonderheiten
  • Ob sich weitere Personen in unmittelbarer Nähe aufhalten

Was passiert nach meiner Meldung?

Nach Ihrer Meldung prüfen wir den Verdachtsfall und informieren bei Bedarf den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Wir sichern den Fundort. Dazu gehören unter anderem Absperrungen, Verkehrslenkung und Evakuierungen. 

Sie haben Ihre Aufgabe erfüllt, wenn Sie den Fund gemeldet, den Bereich verlassen und andere Menschen gewarnt haben.

Warum ist eine Meldung so wichtig?

Viele Kampfmittel liegen seit Jahrzehnten im Boden oder im Wasser. Trotzdem können Sie noch zündfähig sein. Mit Ihrer Meldung tragen Sie dazu bei, Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. So können einzelne Funde sicher entschärft und größere Gefahrenlagen – etwa bei Niedrigwasser am Rheinufer oder Bauprojekten – besser eingeschätzt und koordiniert werden.