Corona-Virus und seine Folgen: Informationen für Kulturveranstalterinnen und- veranstalter über die Kulturförderung des Kulturamts

Der Corona-Virus bestimmt unser aller Leben zurzeit massiv. Die aktuellen Informationen über die geltenden Regelungen entnehmen Sie bitte den städtischen Veröffentlichungen zur Coronaschutzverordnung.

Zur Eindämmung des Corona-Virus finden alle persönlichen Beratungsgespräche ausschließlich nach Terminvereinbarung statt. Eine telefonische Beratung ist weiterhin jederzeit möglich.

Aktuelle Informationen zur Lage

Wir wissen, dass die Einschränkungen bei Ihnen und Ihren Institutionen gegebenenfalls zu finanziellen Engpässen führen. Wir haben für die von dieser Regelung betroffenen geförderten Institutionen oder Veranstaltungen Vorsorge getroffen.

Förderungen, die vom Kulturamt bereits eine Absichtserklärung oder eine Bewilligung erhalten haben, werden nicht grundsätzlich zurückgefordert (siehe genaue Regelungen unten auf dieser Seite). Institutionell geförderte Institutionen (Betriebskostenzuschussempfängerinnen und -empfänger) werden bei Bedarf – zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Liquidität – mit vorgezogenen Abschlagszahlungen unterstützt.

Wir schließen uns außerdem zur Stärkung der Kunstschaffenden der Regelung des Landes NRW zu Ausfallhonoraren an (siehe detaillierte Regelungen unten auf dieser Seite). 

Kleinere Aufstockungsbedarfe bei aktuellen Projektförderungen werden im Zuge Ihres bereits laufenden Bewilligungsverfahrens geprüft (bitte wenden Sie sich an Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Kulturamt).

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen haben wir derzeit als Soforthilfeprogramm einen Notfallfonds zur Struktursicherung von freien Kulturinstitutionen in coronabedingten Krisensituationen eingerichtet, der geförderte Kultureinrichtungen und -initiativen in ihrem wirtschaftlichen Überleben unterstützt. 

 

Notfallfonds zur Struktursicherung von freien Kulturinstitutionen in coronabedingten Krisensituationen

Seit Juni ist eine Wiederöffnung von Kulturspielstätten in Köln - unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Maßgaben - wieder möglich. Für kurzfristig geplante Projekte können daher beim Kulturamt wieder unterjährige Projektanträge gestellt werden. Damit unterstützen wir den Strukturerhalt freier Initiativen und Institutionen unter den veränderten Corona-Bedingungen. 

Aktuell wieder unterjährige Projektanträge möglich

Die nun wieder mögliche Förderung für unterjährige Projekte richtet sich grundsätzlich nach den beim Kulturamt üblichen Kriterien. 

Davon abweichend gelten folgende besonderen Bedingungen:

  • Das Projekt muss unter den aktuellen Corona-Maßgaben durchführbar sein.
  • Das Projekt muss bis zum 31. Dezember 2020 durchgeführt und die Zuwendung verausgabt sein.
  • Eine Infrastrukturförderung ist nicht möglich.


Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an Ihr zuständiges Fachreferat.

Zuschüsse für Kunst- und Kulturprojekte
Merkblatt zum Antrag auf Projektförderung

Bitte stellen Sie Ihren Antrag bis auf Weiteres analog unter dem folgenden Link:

Antrag zur unterjährigen Projektförderung

Detaillierte Regelungen für laufende Projektkostenzuschüsse

Grundsätzlich gilt für alle Antragstellerinnen und Antragssteller, die für 2020 vom Kulturamt bereits eine Absichtserklärung oder eine Bewilligung erhalten haben, folgende Regelung:

Sofern Sie als Veranstalter nachweisen können, dass die Absage Ihrer Veranstaltung durch Absagen Dritter oder Verfügungen der Stadt zum Umgang mit Veranstaltungen et cetera zu begründen ist, wird Ihr Zuschuss nicht grundsätzlich zurückgefordert (Einzelfallprüfung).

Bitte prüfen Sie, ob Sie die Veranstaltung(en) innerhalb des Jahres 2020 oder gegebenenfalls nach 2021 verschieben können. Sofern dies nicht möglich ist, sind Sie verpflichtet, die Ausfallkosten so gering wie möglich zu halten (Schadensminderungspflicht) und die entstandenen Kosten nachzuweisen. Im Falle der Absage einer Veranstaltung werden Reisekosten, Hotelkosten, Mieten für Veranstaltungsräume et cetera, die rechtlich bindend sind, als Kosten anerkannt.

Ausfallhonorare bis zu einer Höhe von 60 Prozent des ursprünglich vereinbarten Künstlerhonorars können anerkannt werden. Wir schließen uns der Regelung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Runderlass vom 20. März 2020) an: Die zuwendungsrechtliche Berücksichtigung von Ausfallhonoraren erfolgt unter analoger Anwendung der Regelungen zum Kurzarbeitergeld, das entspricht einer Berücksichtigung in Höhe von 60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Ausfallhonorar 67 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts.
Nach wie vor gilt der verantwortliche und wirtschaftliche Umgang mit den Kosten.

Bitte teilen Sie uns frühzeitig mit, ob Sie Ihre Veranstaltung absagen oder verschieben werden. 

Die Drei-Monats-Frist zur Verausgabung bewilligter Mittel wird aufgehoben. Die Mittel müssen bis Ende 2021 ausgegeben werden.

2020 Schaubild von Corona-Pandemie betroffene Kulturprojekte
PDF, 81 kb

Detaillierte Regelungen für laufende Betriebskostenzuschüsse

Für alle Empfängerinnen und Empfänger von Betriebskostenzuschüssen (institutioneller Förderung) gilt: 
Sofern Sie als Veranstalterin oder als Veranstalter nachweisen können, dass die Absage einer Veranstaltung durch Absagen Dritter oder Verfügungen der Stadt zum Umgang mit Veranstaltungen zu begründen ist, werden Ihnen gegenüber nicht grundsätzlich Rückforderungen entstehen. Es wird von Ihnen aber der Nachweis eines verantwortlichen und wirtschaftlichen Umgangs mit im Planungsprozess der Veranstaltung entstehenden Kosten erwartet.

Wenn Sie als Veranstalter nachweisen können, dass die Absage Ihrer Veranstaltung durch Absagen Dritter oder Verfügungen der Stadt zum Umgang mit Veranstaltungen et cetera zu begründen ist, wird Ihr Zuschuss nicht grundsätzlich zurückgefordert (Einzelfallprüfung).

Bitte prüfen Sie, ob Sie die Veranstaltung(en) innerhalb des Jahres 2020 verschieben können. Sofern dies nicht möglich ist, sind Sie verpflichtet, die Ausfallkosten so gering wie möglich zu halten (Schadensminderungspflicht) und die entstandenen Kosten nachzuweisen. Im Falle der Absage einer Veranstaltung werden Reisekosten, Hotelkosten, Mieten für Veranstaltungsräume et cetera, die rechtlich nicht bindend sind, nicht als Kosten anerkannt.

Ausfallhonorare bis zu einer Höhe von 60 Prozent des ursprünglich vereinbarten Künstlerhonorars können anerkannt werden. Wir schließen uns der Regelung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Runderlass vom 20. März 2020) an: Die zuwendungsrechtliche Berücksichtigung von Ausfallhonoraren erfolgt unter analoger Anwendung der Regelungen zum Kurzarbeitergeld, das entspricht einer Berücksichtigung in Höhe von 60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Ausfallhonorar 67% des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. 
Nach wie vor gilt der verantwortliche und wirtschaftliche Umgang mit den Kosten.

Bitte teilen Sie uns frühzeitig mit, ob Sie Ihre Veranstaltung absagen oder verschieben werden.  

Die Drei-Monats-Frist zur Verausgabung bewilligter Mittel wird aufgehoben. Die Mittel müssen grundsätzlich bis Ende 2020 ausgegeben werden.

Die konkrete Regelung erfahren Sie bei Ihren Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Kulturamt.

Kontakt - Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Kulturamt

Wir wünschen Ihnen allen viel Kraft, Durchhaltevermögen und gute Nerven. Bleiben Sie gesund!

Informationen zur weiteren Unterstützung

Mit NEUSTART KULTUR hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt, um die Folgen der COVID-19 Pandemie abzumildern. Das Rettungsprogramm NEUSTART KULTUR sieht die Förderung ganz verschiedener Bereiche von Kultur und Medien vor. Im Fokus stehen dabei vor allem Kultureinrichtungen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten. 

Die sechs Bundeskulturfonds haben Informationen zu Fördergrundsätzen und Antragsmodalitäten auf ihren Internetseiten veröffentlicht. Sie fördern Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten. Viele ihrer Förderungen richten sich unmittelbar an Künstlerinnen und Künstler.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Programmteilen finden Sie auf den Internetseiten des jeweiligen Bundeskulturfonds:

Neustart Kultur "Stiftung Kunstfonds"
Neustart Kultur "Deutscher Literaturfonds e. V. "
Neustart Kultur "Fonds Darstellende Künste e. V."
Neustart Kultur "Fonds Soziokultur e. V."
Neustart Kultur "Ausschreibung für Soziokulturelle Zentren und Literaturhäuser
Neustart Kultur " Deutscher Übersetzerfonds e. V."
Neustart Kultur "Musikfonds e. V."

Die GEMA koordiniert als Partner des Investitionsprogramms die Fördergelder für Musikaufführungsstätten, Musikclubs und Festivals

GEMA - weitere Informationen und Antrag

 

Fördergrundsätze der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für das Programm „Neustart Kultur“ - hier Hilfsprogramm Tanz -

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt im Rahmen des rund 1 Milliarde Euro schweren Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR die Tanzszene in Deutschland.


Mit einem mehrteiligen Hilfsprogramm für den Bereich der freien professionellen Tanzszene, für das bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen, werden Künstlerinnen und Künstler, aber auch Produktionsstätten, Festivals und weitere Bereiche gestärkt.

Fördergrundsätze - Neustart Kultur
PDF, 302 kb

Ministerpräsident Armin Laschet und Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen haben heute das "NRW-Stärkungspaket 'Kunst und Kultur'" vorgestellt.
Es sieht ein Stipendienprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler in Höhe von 105 Millionen Euro sowie einen Stärkungsfonds für Kultureinrichtungen in Höhe von 80 Millionen Euro vor.

Stipendien des Landes: Antragsfrist bis 30. September 2020
Soforthilfeprogramm des Landes NRW
Bundesregierung startet Hilfsmaßnahmen wegen Coronavirus
BKM - Programm "Neustart" ermöglicht nunmehr Corona-bedingte Investitionen in kleineren und mittleren Kultureinrichtungen
BKM - "Hilfsprogramm für freie Orchester"
Corona-Infoseite der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH mit Informationen für Soloselbstständige
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V.
Bundesagentur für Arbeit
LWL - Amt für Soziales Entschädigungsrecht
ver.di VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller - Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender
Ver.di - Corona FAQs/Beratung für Selbständige
Deutsche Orchestervereinigung - Leitfaden für selbständige und freie Kulturschaffende
Künstlerkasse - Formular zur Änderung des voraussichtlichen Jahreseinkommens
LiveKomm - Handlungsempfehlungen für Spielstätten
Nothilfefonds - Deutsche Orchesterstiftung
Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH - Soforthilfe
KfW - Kredite
Information des Kulturrates NRW
Informationen der GEMA für Lizenznehmer
Film und Medien Stiftung NRW
Kreativwirtschaft in Deutschland
Hilfsprogramm der Initiative Musik gGmbH für Musikerinnen und Musiker
Creative.NRW
#takecare (Fonds Darstellende Künste)
#Handforahand des Junge Literaturvermittlung e.V. (Solidaritätsfonds für Freie Bühnen- und Tontechniker*innen, Beleuchter*innen, Stage Hands und Veranstaltungshelfer*innen)

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard – Empfehlungen für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich: Proben- und Vorstellungsbetrieb

 

Handlungshilfe für den Proben- und Vorstellungsbetrieb
PDF, 610 kb