Corona-Virus und seine Folgen: Informationen für Kulturveranstalterinnen und- veranstalter über die Kulturförderung des Kulturamts

Der Corona-Virus bestimmt unser aller Leben zurzeit massiv. Die aktuellen Informationen über die geltenden Regelungen entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (zum Beispiel: Coronaschutzverordnung).

 

Informationen zu Corona vom MAGS NRW

Wir wissen, dass die Einschränkungen bei Ihnen und Ihren Institutionen gegebenenfalls zu finanziellen Engpässen führen. Wir haben für die von dieser Regelung betroffenen geförderten Institutionen oder Veranstaltungen Vorsorge getroffen.

Förderungen, die vom Kulturamt bereits eine Absichtserklärung oder eine Bewilligung erhalten haben, werden nicht grundsätzlich zurückgefordert (siehe genaue Regelungen unten auf dieser Seite). Institutionell geförderte Institutionen (Betriebskostenzuschussempfängerinnen und -empfänger) werden bei Bedarf – zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Liquidität – mit vorgezogenen Abschlagszahlungen unterstützt.

Wir schließen uns außerdem zur Stärkung der Kunstschaffenden der Regelung des Landes NRW zu Ausfallhonoraren an (siehe detaillierte Regelungen unten auf dieser Seite). 

Kleinere Aufstockungsbedarfe bei aktuellen Projektförderungen werden im Zuge Ihres bereits laufenden Bewilligungsverfahrens geprüft (bitte wenden Sie sich an Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Kulturamt).

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen haben wir derzeit als Soforthilfeprogramm einen Notfallfonds zur Struktursicherung von freien Kulturinstitutionen in Corona-bedingten Krisensituationen eingerichtet, der geförderte Kultureinrichtungen und -initiativen in ihrem wirtschaftlichen Überleben unterstützt. 

Notfallfonds zur Struktursicherung von freien Kulturinstitutionen in Corona-bedingten Krisensituationen
Pressemitteilung zum Notfallfonds zur Struktursicherung von freien Kulturinstitutionen

Detaillierte Regelungen für Projektzuschussempfängerinnen und -empfänger

Grundsätzlich gilt für alle Antragstellerinnen und Antragssteller, die für 2020 vom Kulturamt bereits eine Absichtserklärung oder eine Bewilligung erhalten haben, folgende Regelung:

Sofern Sie als Veranstalter nachweisen können, dass die Absage Ihrer Veranstaltung durch Absagen Dritter oder Verfügungen der Stadt zum Umgang mit Veranstaltungen et cetera zu begründen ist, wird Ihr Zuschuss nicht grundsätzlich zurückgefordert (Einzelfallprüfung).

Bitte prüfen Sie, ob Sie die Veranstaltung(en) innerhalb des Jahres 2020 oder gegebenenfalls nach 2021 verschieben können. Sofern dies nicht möglich ist, sind Sie verpflichtet, die Ausfallkosten so gering wie möglich zu halten (Schadensminderungspflicht) und die entstandenen Kosten nachzuweisen. Im Falle der Absage einer Veranstaltung werden Reisekosten, Hotelkosten, Mieten für Veranstaltungsräume et cetera, die rechtlich bindend sind, als Kosten anerkannt.

Ausfallhonorare bis zu einer Höhe von 60 Prozent des ursprünglich vereinbarten Künstlerhonorars können anerkannt werden. Wir schließen uns der Regelung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Runderlass vom 20.März 2020) an: Die zuwendungsrechtliche Berücksichtigung von Ausfallhonoraren erfolgt unter analoger Anwendung der Regelungen zum Kurzarbeitergeld, das entspricht einer Berücksichtigung in Höhe von 60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Ausfallhonorar 67 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts.
Nach wie vor gilt der verantwortliche und wirtschaftliche Umgang mit den Kosten.

Bitte teilen Sie uns frühzeitig mit, ob Sie Ihre Veranstaltung absagen oder verschieben werden. 

Die Drei-Monats-Frist zur Verausgabung bewilligter Mittel wird aufgehoben. Die Mittel müssen bis Ende 2021 verausgabt werden.

Überdies weisen wir darauf hin, dass zurzeit keine weiteren Anträge für eine unterjährige Förderung entgegen genommen und bearbeitet werden.

2020 Schaubild von Corona-Pandemie betroffene Kulturprojekte
PDF, 81 kb

Detaillierte Regelungen für Betriebskostenzuschussempfängerinnen und -empfänger

Für alle Empfängerinnen und Empfänger von Betriebskostenzuschüssen (institutioneller Förderung) gilt: 
Sofern Sie als Veranstalterin oder als Veranstalter nachweisen können, dass die Absage einer Veranstaltung durch Absagen Dritter oder Verfügungen der Stadt zum Umgang mit Veranstaltungen zu begründen ist, werden Ihnen gegenüber nicht grundsätzlich Rückforderungen entstehen. Es wird von Ihnen aber der Nachweis eines verantwortlichen und wirtschaftlichen Umgangs mit im Planungsprozess der Veranstaltung entstehenden Kosten erwartet.

Wenn Sie als Veranstalter nachweisen können, dass die Absage Ihrer Veranstaltung durch Absagen Dritter oder Verfügungen der Stadt zum Umgang mit Veranstaltungen et cetera zu begründen ist, wird Ihr Zuschuss nicht grundsätzlich zurückgefordert (Einzelfallprüfung).

Bitte prüfen Sie, ob Sie die Veranstaltung(en) innerhalb des Jahres 2020 verschieben können. Sofern dies nicht möglich ist, sind Sie verpflichtet, die Ausfallkosten so gering wie möglich zu halten (Schadensminderungspflicht) und die entstandenen Kosten nachzuweisen. Im Falle der Absage einer Veranstaltung werden Reisekosten, Hotelkosten, Mieten für Veranstaltungsräume et cetera, die rechtlich nicht bindend sind, nicht als Kosten anerkannt.

Ausfallhonorare bis zu einer Höhe von 60 Prozent des ursprünglich vereinbarten Künstlerhonorars können anerkannt werden. Wir schließen uns der Regelung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Runderlass vom 20. März 2020) an: Die zuwendungsrechtliche Berücksichtigung von Ausfallhonoraren erfolgt unter analoger Anwendung der Regelungen zum Kurzarbeitergeld, das entspricht einer Berücksichtigung in Höhe von 60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Ausfallhonorar 67 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. 
Nach wie vor gilt der verantwortliche und wirtschaftliche Umgang mit den Kosten.

Bitte teilen Sie uns frühzeitig mit, ob Sie Ihre Veranstaltung absagen oder verschieben werden.  

Die Drei-Monats-Frist zur Verausgabung bewilligter Mittel wird aufgehoben. Die Mittel müssen grundsätzlich bis Ende 2020 verausgabt werden.

Die konkrete Regelung erfahren Sie bei Ihren Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Kulturamt.

Kontakt - Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Kulturamt

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir zur Eindämmung des Corona-Virus alle persönlichen Beratungsgespräche einstellen. Eine telefonische Beratung ist aber weiterhin möglich.

Aktuelle Informationen zur Lage

Wir wünschen Ihnen allen viel Kraft, Durchhaltevermögen und gute Nerven. Bleiben Sie gesund!

Informationen zur weiteren Unterstützung

Kulturstiftung des Bundes - 6-monatiges Stipendienprogramm "Reload" für freie Gruppen der darstellenden Kunst und Musik bis zum 25. Mai 2020
Sonderfonds der Kunststiftung NRW - "Begrenzt-Entgrenzt" bis zum 12. Juni 2020

Bitte informieren Sie sich auch über das Soforthilfeprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen.

Soforthilfeprogramm des Landes NRW
Bundesregierung startet Hilfsmaßnahmen wegen Coronavirus
BKM - Programm "Neustart" ermöglicht nunmehr Corona-bedingte Investitionen in kleineren und mittleren Kultureinrichtungen
BKM - "Hilfsprogramm für freie Orchester"
Corona-Infoseite der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH mit Informationen für Soloselbstständige
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V.
Bundesagentur für Arbeit
LWL - Amt für Soziales Entschädigungsrecht
ver.di VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller - Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender
Ver.di - Corona FAQs/Beratung für Selbständige
Deutsche Orchestervereinigung - Leitfaden für selbständige und freie Kulturschaffende
Künstlerkasse - Formular zur Änderung des voraussichtlichen Jahreseinkommens
LiveKomm - Handlungsempfehlungen für Spielstätten
Nothilfefonds - Deutsche Orchesterstiftung
Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH - Soforthilfe
KfW - Kredite
Information des Deutschen Kulturrates
Information des Kulturrates NRW
Informationen der GEMA für Lizenznehmer
Film und Medien Stiftung NRW
Kreativwirtschaft in Deutschland
Hilfsprogramm der Initiative Musik gGmbH für Musikerinnen und Musiker
Hilfetopf für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Dt. Bühnen
Creative.NRW
#takecare (Fonds Darstellende Künste)
#Handforahand des Junge Literaturvermittlung e.V. (Solidaritätsfonds für Freie Bühnen- und Tontechniker*innen, Beleuchter*innen, Stage Hands und Veranstaltungshelfer*innen)