Warum sind Nisthilfen für Gebäudebrüter so wichtig? Immer weniger Nistgelegenheiten sind für diese Arten im städtischen Umfeld vorhanden. Zieht man einen Vergleich, so ist der Verlust des Nestes beispielweise durch eine Fassadensanierung für die Gebäudebrüter gleich zu setzen mit dem Abriss eines Wohnhauses. Stellen Sie sich vor, Sie kommen aus dem Urlaub zurück und Ihr Wohnhaus existiert nicht mehr! Nun könnte man vermuten, dass sich die Tiere einfach einen anderen Platz suchen und dort ihr Nest errichten. Doch vorhandene, mögliche Plätze sind bereits von anderen Tieren besetzt. Es herrscht "Wohnungsnot" bei den Gebäudebrütern und diese Problematik führt zu einer starken Bestandsreduzierung der Arten.

Helfen Sie mit und fördern Sie das Überleben von Haussperling, Mehlschwalbe, Mauersegler, Hausrotschwanz und Zwergfledermaus mit dem Anbringen eines Nistkastens und einer artenreichen Bepflanzung Ihres Gartens!

Auswahl der Nisthilfen

Verschiedene Möglichkeiten bieten sich an, um Nisthilfen für Gebäude bewohnende Vogel- und Fledermausarten zu installieren. Für die Bedürfnisse der unterschiedlichen Tierarten gibt es jeweils abgestimmte Nistkästen.

Artenschutz und Wärmedämmung müssen sich nicht ausschließen und auch eine ansprechende, optische Gestaltung der Hausfassade wird berücksichtigt.
So bietet der Fachhandel Nistkästen für den Einbau unmittelbar in die Fassade an.

Die Nisthilfen fallen, bis auf kleinen Öffnungen am Haus kaum ins Auge. Sie sind so konstruiert, dass sie in die Wärmedämmung des Hauses integriert werden können. Wobei Kältebrücken vermieden und Energieeinbußen nicht zu befürchten sind.

Selbstverständlich gibt es auch Nisthilfen, die einfach von außen auf die Fassade zu montieren sind.

Praktische Hinweise zum Anbringen von Nisthilfen

Bei allen Nisthilfen sollten Sie beachten, dass diese hoch genug am Haus befestigt werden. Hierzu bieten die Herstellerinnen und Hersteller genaue Beschreibungen. Wichtig ist auf eine ungehinderte Einflugmöglichkeit für die Vögel oder Fledermäuse zu achten. Bitte montieren Sie die Nisthilfe nicht an sonnenexponierten Stellen oder auf der Wetterseite Ihres Hauses. Zur Vorbeugung vor möglichen Verschmutzungen der Fassade können Sie Kotbretter unter der Nisthilfe anbringen. Der Kot fällt dann auf das Brett und dieses kann nach Ende der Brutzeit gesäubert werden.

Geduld ist aber gefragt: Es kann einige Jahre dauern, bis die Vögel die neuen Nisthilfen annehmen. Doch haben sie erst einmal dort gebrütet, kehren sie in der Regel jedes Jahr zurück.

Artenschutz für Gebäudebrüter

Bitte beachten Sie, dass das Entfernen von diesen Fortpflanzungs- und Ruhestätten nach Bundesnaturschutzgesetz verboten ist und ohne Genehmigung eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Untere Landschaftsbehörde.

Bundesnaturschutzgesetz, siehe § 44

Weiterführende Links