Forschungsprojekt zur Quartierssspezifischen Sondierung und Entwicklung innovativer Strategien zur optimierten Nutzung von Wohnflächen (OptiWohn)

Das Projekt sondiert und entwickelt Strategien auf kommunaler Ebene, um der zunehmenden Inanspruchnahme von Wohnfläche entgegen zu wirken und so den Bedarf an Neubauwohnungen zu mindern. In den beteiligten Städten sollen Angebote geschaffen werden, die eine optimierte Nutzung von Wohnfläche unterstützen.

Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum gehört zu den vordringlichsten Problemen vieler Städte in Deutschland. Zur Lösung des Problems wird allgemein eine Förderung des Wohnraums gefördert. Es ist zweifelsfrei, dass gerade in den großen Ballungsräumen weitere Wohnungen dringend gebaut werden müssen. Bei genauerer Analyse des Problems fällt aber auf, dass der Wohnraum in Deutschland immer ineffizienter genutzt wird. In den letzten Jahrzehnten hat sich die durchschnittliche Wohnfläche pro Person massiv erhöht.

© OptiWohn

Neben sozialen Folgen durch Wohnungsknappheit sind aber gerade umweltpolitische Probleme zu beachten: Effizientere Heizungen senken zwar den CO2-Ausstoss. Da aber viele Menschen immer mehr Wohnraum beanspruchen, muss folglich auch mehr Energie zum Heizen eingesetzt werden, welche schädlich für das Klima ist. Der zusätzliche Wohnungsbau kostet weiter wertvolle Ressourcen; es werden wertvolle Flächen in den so oft schon hochverdichteten Innenstädten versiegelt.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel des Projektes konkrete Handlungsoptionen auf kommunaler Ebene zu entwickeln, um durch optimierte Wohnflächennutzung den Bedarf an Neubauwohnungen zu mindern. Dabei werden bereits bestehende Ansätze recherchiert und analysiert, die eine Minderung des wachsenden Wohnflächenbedarfs in Deutschland adressieren sowie weitergehende Maßnahmen entwickeln. Die geplanten Maßnahmen sollen in Köln exemplarisch zur Anwendung kommen. Sollte eine begleitende Evaluation zu dem Ergebnis kommen, dass die Maßnahmen einen langfristigen Beitrag zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Köln liefern können, sollen diese auch nach dem Ende des Projektes fortgeführt werden.

Wohnen optimieren
Ressourceneffiziente Stadtquartiere

Am Donnerstag, 17. Juni 2021 findet  von 18 bis 19 Uhr der zweite Online-Workshop der Koordinationsstelle Klimaschutz zum Thema "Wie wollen wir in Zukunft wohnen?" statt.  Unter dem Thema "Wohnbestände kreativ nutzen" werden die Projekte "Mein Zuhause in Köln" sowie das Projekt "Wohnen für Hilfe" und ein Projekt in einem Mehrgenerationenhaus vorgestellt. 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum 16. Juni 2021 möglich. 

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Wie wollen wir in Zukunft wohnen
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