Von Intergeschlechtlichkeit (oder Intersexualität) spricht man, wenn ein Mensch genetisch, anatomisch oder hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann.

Andere oder alternative Bezeichnungen sind auch:

  • intergeschlechtliche Menschen
  • intersexuelle Menschen,
  • Intersex,
  • Hermaphroditen,
  • Herms oder auch
  • Zwitter.

Intergeschlechtlichkeit ist keine Krankheit und hat sehr verschiedene Ursachen. 2017 hat das Bundesverfassungsgericht die Verwendung des Geschlechtseintrages "divers" im Personenstand beschlossen. Auch können Eltern den Geschlechtseintrag offen lassen, wenn das Geschlecht bei der Geburt nicht eindeutig den Kategorien "weiblich" oder "männlich zugeordent werden kann". Viele Eltern wissen nicht von dieser Möglichkeit und sehen sich unter Druck gesetzt, direkt nach der Geburt ein Geschlecht eintragen zu lassen oder geschlechtsveränderende Operationen durchzuführen. Letztere werden als Menschenrechtverletzung anerkannt, wenn sie ohne Einwilligung der betreffenden Person stattfinden.

Für intergeschlechtliche Menschen oder Eltern von intergeschlechtlichen Kindern kann es sehr sinnvoll sein, eine Beratung zu diesem Thema aufzusuchen. 

Der Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit berät zu Sexualität und Gesundheitsrisiken und vermittelt an fachkundige und kompetente Beratungsstellen.

Leitsätze zum Beschluss des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts zum Personenstand vom 10. Oktober 2017
Beratung zu Intergeschlechtlichkeit in NRW
Stellungnahme des Ethikrates zur Intersexualität

Informationen

DGTI - Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität
Intersexuelle Menschen e. V. Landesverband Nordrhein-Westfalen
Inter* - Infoportal des Landes NRW für Inter*, Familien, Pädagogisches Fachpersonal und Medienvertreter*innen

Selbsthilfegruppen

Intergeschlechtliche Menschen e. V.