Die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) verhindert eine bleibende Infektion mit bestimmten Typen dieser Viren und Erkrankungen, die durch diese Typen verursacht werden. 

Was sind Humane Papillomaviren?

Die Impfung erfolgt in den Muskel des Oberarmes.

Zurzeit gibt es zwei Impfstoffe von unterschiedlichen Herstellern:

  • Ein Impfstoff ist in Deutschland seit 2007 zugelassen. Er schützt gegen die HPV-Hochrisikotypen 16 und 18. Hier sind 2 Injektionen innerhalb eines halben Jahres notwendig, um den Impfschutz aufzubauen.
  • Der zweite Impfstoff ist seit 2015 zugelassen. Er schützt gegen HPV-Hochrisikotypen 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 sowie gegen die HPV- Typen 6 und 11, welche hauptsächlich für das Auftreten von Feigwarzen verantwortlich sind. Hier sind 3 Injektionen innerhalb eines halben Jahres notwendig, um den Impfschutz aufzubauen.

 Eine spätere Auffrischungsimpfung wird derzeit nicht empfohlen.

Wer soll geimpft werden?

Die ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung gegen die HPV für alle Geschlechter im Alter von 9 bis 17 Jahren. Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Aber auch nach den ersten sexuellen Kontakten können und sollen die Jugendlichen geimpft werden - je früher, desto besser.

Kosten der Impfung

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung für Kinder zwischen 9 und 17 Jahren. Einige Kassen übernehmen die Kosten auch bis zum 27. Lebensjahr.

Für alle anderen betragen die Kosten der Impfung etwa 150 Euro pro Einzeldosis, das heißt etwa 450 Euro für die Grundimmunisierung.

Wichtige Informationen

Ob eine Impfung im Einzelfall auch bei bereits bestehender Infektion mit Humanen Papillomaviren vor der Krebsentstehung schützen kann, sollte in der gynäkologischen Praxis geklärt werden. 

Auch eine geimpfte Frau sollte regelmäßig zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung gehen.

Die Impfung gegen HPV schützt nicht vor anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.

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