Die wichtigsten Informationen zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele von Köln.
Warum bewirbt sich KölnRheinRuhr?
KölnRheinRuhr hat ideale Voraussetzungen für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Die Spiele bieten den Athlet*innen die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere – mit einer hohen Dichte an großen und modernen Sportstätten, einer leistungsfähigen Infrastruktur und einer sportbegeisterten Bevölkerung. Die Bewerbung soll den Zusammenhalt stärken und langfristige Impulse für Sport, Stadtentwicklung und Inklusion setzen. Nordrhein-Westfalen bietet Deutschland und der Welt das Angebot für die nachhaltigsten Spiele.
Welche NRW-Städte beteiligen sich neben Köln an der Bewerbung von "KölnRheinRuhr"?
Es sind insgesamt 17 Städte beteiligt: Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal. Hinzu kommt für die Seegelwettbewerbe Kiel. In jeder Stadt würden Wettstreite ausgetragen. Köln ist Leading City. Was das bedeutet, erklären wir im nächsten Abschnitt.
Was bedeutet "Leading City" für Köln, als eine der vier größten Städte Deutschlands?
Köln wurde im Rahmen der Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele als "Leading City" benannt. Das bedeutet, dass wir das Zentrum der Bewerbung bilden. Geplant ist, dass hier sowohl das Olympische Dorf als auch ein temporäres Leichtathletikstadion entstehen. Nach den Spielen soll dieses Stadion in ein nachhaltiges Stadtquartier umgewandelt werden.
Für welches Jahr bewirbt sich KölnRheinRuhr?
KölnRheinRuhr bewirbt sich für die Ausrichtung der Spiele in einem der Jahre 2036, 2040 und 2044.
Wer bewirbt sich neben der Region KölnRheinRuhr noch aus Deutschland?
Neben der Bewerbung KölnRheinRuhr bewerben sich drei weitere Städte und Regionen beim Deutschen olympischen Sportbund, um Ausrichterin der Olympischen und Paralympischen Spiele zu werden. Dies sind Berlin, Hamburg und München.
Was macht die Bewerbung von KölnRheinRuhr besonders?
Als einzige Bewerberin stützt KölnRheinRuhr ihr Konzept auf Ratsbürgerentscheide in allen beteiligten Kommunen. Am 19. April 2026 können rund vier Millionen Menschen über die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele abstimmen. Keine andere Bewerberin bezieht mehr Menschen ein. In Kiel wird am 19. April 2026 ebenfalls abgestimmt.
Wie wird verhindert, dass die Bevölkerung übergangen wird?
Die Bewerbung setzt auf Öffentlichkeitsbeteiligung: durch Dialogformate, Informationsveranstaltungen und die geplanten Ratsbürgerentscheide am 19. April 2026. Moderne, nachhaltige Spiele kann es nur mit und nicht gegen den Willen der Menschen im Land geben.
Habe auch ich als Kölner Bürger*in ein Mitspracherecht bei der Bewerbung von KölnRheinRuhr als Austragungsort?
Ja, am 19. April 2026 können Sie über die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044 abstimmen.
Was geschieht, wenn die Bürger*innen einer einzelnen Kommune gegen die Olympischen und Paralympischen Spiele stimmen?
Entscheidet sich die Mehrzahl der stimmberechtigten Personen gegen eine Bewerbung, dann nimmt diese Kommune nicht länger an der Bewerbung teil.
Wie inklusiv wären die Olympischen und Paralympischen Spiele in Köln?
Die Paralympischen Spiele sind gleichwertiger Bestandteil der Bewerbung. Barrierefreiheit, Teilhabe und Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung sind zentrale Ziele – sowohl im Sport als auch in der Infrastruktur und Kommunikation.
Olympische und vor allem Paralympische Spiele können somit positives für Menschen mit Behinderung bewirken. Ihre sportlichen Leistungen werden sichtbar gemacht, was die gesellschaftliche Anerkennung fördert. Durch die mediale Aufmerksamkeit werden Vorurteile abgebaut und das Bewusstsein für Inklusion und Barrierefreiheit gestärkt. Die Sportler*innen dienen als Vorbilder, die zeigen, dass eine Behinderung kein Hindernis für Erfolg und Teilhabe ist. Gleichzeitig führen die Spiele oft zu nachhaltigen Verbesserungen in Infrastruktur und öffentlicher Wahrnehmung. Insgesamt tragen sie dazu bei, Menschen mit Behinderung mehr Selbstbewusstsein, Respekt und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Auch mit der Fußball-Europameisterschaft 2024 haben wir uns durch zahlreiche Aktionen für Menschen mit Behinderung eingesetzt und die Teilhabe am Sport und der Gesellschaft gefördert. Die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele KölnRheinRuhr werden Spiele mit und für alle Menschen darstellen.
Welche Auswirkungen und Vorteile haben Olympische und Paralympische Spiele auf die Entwicklung der Gastgeber-Region KölnRheinRuhr?
Für die Olympischen Spiele wird in die Zukunft einer nachhaltigen Entwicklung geblickt, da das Konzept auf kompakte Spiele, kurze Wege und eine grüne Ausrichtung setzt. Die Bewerbung verpflichtet sich den Nachhaltigkeitsstandards des IOC und wird durch unabhängige Gremien begleitet. Es gibt klare Pläne zur Nachnutzung und transparente Berichterstattung. Die Region will ein neues Modell für nachhaltige Spiele etablieren. Ein zentrales Beispiel ist das Olympische und Paralympische Dorf, das nach den Spielen Lebensraum für rund 10.000 Menschen bieten würde. Gleichzeitig würden Investitionen in ÖPNV, Sportstätten, Digitalisierung und Barrierefreiheit fließen, die die Lebensqualität in der Region langfristig verbessern. Darüber hinaus sorgen die Spiele für internationale Aufmerksamkeit und setzen Impulse für Tourismus und wirtschaftliche Aktivitäten. Sie fördern den Sport in all seinen Facetten, stärken die Inklusion und das gesellschaftliche Miteinander und bieten die Chance, die Region als innovatives, weltoffenes Zentrum sichtbar zu machen.
Welchen Nutzen hat der Sport in NRW von der Bewerbung?
Die Bewerbung stärkt die politische Unterstützung für den Sport und die Sportförderung. So wird in 2026 ein neues Förderprogramm des Landes für die Sanierung von Sportstätten für den Breitensport im Umfang von 600 Millionen Euro gestartet. Ebenfalls in 2026 wird die Förderung von Trainer*innen im Nachwuchsleistungssport deutlich verbessert. Für Übungsleitungen in Sportvereinen werden ab 2026 kostenlose Aus- und Fortbildungen angeboten.
Wie viele Tickets soll es für die Olympischen und Paralympischen Spiele in der Region Rhein-Ruhr geben und kann ich mir diese leisten?
Das Konzept mit den Sportstätten in KölnRheinRuhr sieht vor, dass rund 14 Millionen Tickets verkauft werden können.Das Konzept zielt auf Nachhaltigkeit und erschwingliche Preise ab, um Sportbegeisterte aus der Region und darüber hinaus anzuziehen.
Welche Sportarten sollen in Köln ausgetragen werden und wo finden diese statt?
So planen wir die Kölner Sportstätten zu nutzen:
- LANXESS arena: Bodenturnen, Geräteturnen, rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen
- RheinEnergieSTADION: Fußball und Siebener-Rugby
- Jahnwiese / Sportpark Müngersdorf und Poller Wiesen: Bogenschießen
- Sportpark Müngersdorf: Tennis
- Albert-Richter-Velodrom: Bahnradrennen
- Strecke "Rund um Köln": Straßen-Radsport
- Fühlinger See: Marathonschwimmen
- Temporäres Olympiastadion: Leichtathletik
Folgende Austragungsorte sind für die Paralympischen Spiele vorgesehen:
- LANXESS arena: Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Sitzvolleyball
- Jahnwiese / Sportpark Müngersdorf und Poller Wiesen: Para-Bogenschießen
- Sportpark Müngersdorf: Rollstuhltennis
- Albert-Richter-Velodrom: Para-Bahnradsport
- Strecke "Rund um Köln": Para-Straßen-Radsport
- Temporäres Olympiastadion: Para-Leichtathletik
Wo soll das temporäre Leichtathletik-Stadion gebaut werden? Was passiert nach den Spielen mit dem Stadion?
Das temporäre Leichtathletikstadion soll im Norden Kölns, genauer gesagt im geplanten Stadtteil Kreuzfeld entstehen. Der Bau würde erst nach einer Zusage durch das Internationale Olympische Komitee in den Jahren nach 2026 beginnen.
Ist es nicht zu teuer, Olympische und Paralympische Spiele auszurichten?
Die Bewerbung setzt bewusst auf bestehende Infrastruktur – 100 Prozent der benötigten Sportstätten sind bereits vorhanden oder werden temporär zur Verfügung gestellt. Das reduziert die Kosten erheblich. Es wird auf Nachhaltigkeit und Nachnutzung gesetzt, sodass Investitionen langfristig der Bevölkerung zugutekommen. Die Kosten für die Durchführung der Spiele werden vollständig über Einnahmen durch TV-Rechte, Werbung und IOC-Zuschüsse abgedeckt. Öffentliches Geld würde nur für Sicherheit und medizinische Versorgung eingesetzt. Ein ausgeglichenes Durchführungsbudget ist – unabhängig von der Bewerberstadt – das Mindestziel Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland. Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland sind eine Investition in die Zukunft mit klaren Finanzierungsmodellen und langfristigem Nutzen für Gesellschaft und Sport.
Kann es zu Verkehrseinschränkungen in Köln kommen, wenn die Olympischen und Paralympischen Spiele in der Region von Rhein-Ruhr ausgetragen werden?
Die Planung sieht vor, dass Risiken durch die Nutzung vorhandener Infrastruktur und transparenter Planung minimiert werden. Wir setzen auf bewährte Verkehrskonzepte, die bereits im Rahmen von (Sport)-Großveranstaltungen zum Einsatz kommen. Allerdings können wir Einschränkungen im Straßenverkehr nicht komplett ausschließen.
Wann wird verkündet, welche deutschen Städte und Regionen sich um Olympische und Paralympische Spiele bewerben?
Neben KölnRheinRuhr bewerben sich außerdem Berlin, Hamburg und München. Am 26. September 2026 entscheidet eine außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB darüber, mit welcher der vier deutschen Bewerberinnen für Deutschland er in den internationalen Wettbewerb beim IOC um die Ausrichtung der Spiele geht. Davor wird eine Evaluierungskommission bis 4. Juni 2026 die von den Bewerberinnen eingereichten Konzepte anhand festgelegter Kriterien bewerten.
Was passiert, wenn die KölnRheinRuhr im innerdeutschen Wettbewerb nicht ausgewählt wird?
Sollte die Wahl nicht auf KölnRheinRuhr fallen, dann wird sich NRW voll und ganz hinter die Entscheidung des deutschen Sports unter dem Dach des DOSB und hinter die deutsche Bewerbung stellen.
Sie haben Fragen rund um die Bewerbung KölnRheinRuhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele, die über die hier zusammengestellten hinaus gehen? Schreiben Sie uns gerne an und wir aktualisieren unsere FAQs entsprechend Ihrer Fragen.