Das aktuelle Programm finden Sie hier

In Kooperation mit dem STADTSPORTBUND KÖLN e. V./Sportjugend Köln und weiteren Partner*innen (Sportvereinen, Jugendeinrichtungen, Bezirksjugendpflege) wird von uns in allen neun Kölner Stadtbezirken mindestens ein Mitternachtssportangebot durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein nächtliches Sportangebot, welches von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 27 Jahren genutzt wird.

Die Angebote finden meist freitags in der Zeit von 22 bis 24 Uhr statt. In einzelnen Fällen gibt es jüngere Zielgruppen und dementsprechend auch frühere Trainingszeiten, um den jeweiligen Bedarfen gerecht zu werden. Das Angebotsformat ist nicht auf bestimmte Sportarten eingegrenzt, aber es hat sich herausgestellt, dass gerade Fußball, Basketball, Boxen und Tanzen von der Zielgruppe gut angenommen werden.

An den Mitternachtssportangeboten nehmen mittlerweile über 500 Jugendliche und junge Erwachsene, zum Teil aus schwierigen sozialen Verhältnissen, regelmäßig teil. Spezielle Angebote für Mädchen werden vorwiegend von Mädchen mit Migrationshintergrund besucht. Zusätzlich zu den regelmäßigen Angeboten gibt es weitere Aktionen wie Turniere oder Aufführungen der Jugendlichen, welche die Motivation weiter fördern.

Seit 1995 gibt es den "Mitternachtssport" in Köln - wir übernahmen damit bundesweit eine Vorreiterrolle. Nicht zuletzt wegen seines anerkannten sozialen Stellenwertes, zum Beispiel hinsichtlich der Gewaltprävention, hat sich Mitternachtssport als oft kopiertes und auch modifiziertes Erfolgsmodell in der Jugendarbeit etabliert. Das Projekt ist seither zur Erfolgsgeschichte mit verschiedenen Angeboten in allen Kölner Stadtbezirken geworden. Aktuell stehen für das Projekt 156.000 Euro zur Verfügung.

Konzept

Mit seinen an den Bedürfnissen der Teilnehmenden ausgerichteten Sportarten bietet der Mitternachtssport eine regelmäßige, attraktive Alternative zu den üblichen, oftmals nicht unproblematischen sonstigen Wochenendaktivitäten zu später Stunde.

Durch die Kooperation mit einem naheliegenden Sportverein wird die Möglichkeit geboten die Sportart über das Angebot hinaus zu betreiben und in vorhandene Strukturen eingebunden zu werden.

Durch Selbstregulation innerhalb der Sportgruppe und die Beachtung vereinfachter Regeln der jeweiligen Sportart wird allen Beteiligten deutlich, wie wichtig es ist, sich an Absprachen zu halten, fair miteinander umzugehen und andere mit ihren individuellen Fähigkeiten zu akzeptieren. Die pädagogische sowie sportpraktische Qualifikation der Übungsleiter*innen unterstützen das Erlernen sozialer Fähigkeiten im Gruppengefüge.

Der Erfolg des Mitternachtssports liegt im Charakter eines "offenen" Angebots. Bei den Jugendlichen geht es dabei in erster Linie um Spaß ohne Leistungsdruck, bei den Organisatoren um die Unterstützung der offenen und sozialen Jugendarbeit. Sie nehmen daher mit einer hohen Motivation teil und begeben sich automatisch in Lernprozesse.

Projektziele

  • Jugendliche werden zum Sport treiben aktiviert. Denen, die nur "Spaß am Spiel" wollen, wird dabei die Teilnahme an einem offenen Sportprogramm ermöglicht
  • Durch ein attraktives, an den veränderten Freizeitgewohnheiten orientiertes, kostenloses Angebot sollen Jugendliche von der Straße geholt werden
  • Jugendlichen eröffnet sich eine Möglichkeit zum gemeinsamen Tun und Erleben, bei dem Sport und Bewegung im Vordergrund stehen
  • Das Selbstbewusstsein der Jugendlichen soll durch positive, körperbetonte und sportliche Erfahrungen (Regeln erfahren und lernen) gestärkt werden
  • Gewaltbereiten Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund wird nachts und besonders an Wochenenden ein zusätzliches Angebot zur Freizeitgestaltung gemacht
  • Nachhaltige Anbindung der Jugendlichen an bestehende Strukturen (Jugendeinrichtungen und Vereine)