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Das Krematorium auf dem Kölner Westfriedhof betrieben wir seit 1937. Angesichts des mittlerweile hart umkämpften Marktes, der sinkenden Fallzahlen im Kölner Krematorium und dringend notwendiger Sanierungsarbeiten gaben wir im März 2015 eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Potentialanalyse für das städtische Krematorium in Auftrag.

Der Rat folgte mit Beschluss vom 20. Dezember 2016 der Empfehlung des Gutachters, die Einrichtung künftig privat betreiben zu lassen. Nach Durchführung eines europaweiten Verfahrens zur Vergabe einer Dienstleistungskonzession für den Betrieb des Krematoriums auf dem Westfriedhof, haben der Ausschuss für Umwelt und Grün und der Finanzausschuss des Rates der Stadt Köln im Dezember 2018 beschlossen, den Zuschlag an "die Facultatieve" zu erteilen.

Krematorium Köln

Wiedereröffnung des Kölner Krematoriums nach Renovierung

Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Betreiber präsentieren neues Ambiente und moderne Technik 

Am 11. August 2020 hatten wir zusammen mit der Krematorium Köln GmbH zur Wiedereröffnung des Kölner Krematoriums auf dem Westfriedhof eingeladen. Seit dem 25. März 2019 wird das Krematorium durch die Krematorium Köln GmbH betrieben, die ein Tochterunternehmen des langjährig erfahrenen, niederländischen Unternehmens "die Facultatieve" ist.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker bezeichnete die Wiedereröffnung des Krematoriums eingangs als wichtigen Beitrag für die Trauer- und Bestattungskultur Kölns, die schon jetzt Erfolgsgeschichte schreibe.

Dass den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin die Möglichkeit geboten werden könne, in ihrer Heimatstadt kremiert zu werden, sah Reker als Pflicht und Verantwortung einer Millionenstadt wie Köln.

War die Kremierung anfangs eine Ausnahme von der klassischen Sargbestattung, entwickelten sich die Zahlen für eine Urnenbestattung gerade in den letzten Jahren rasant. In den 1970ern lag der Anteil der Urnenbestattungen im Verhältnis zu den Erdbestattungen bei gerade einmal 8 Prozent. Heutzutage werden 65 Prozent der Beisetzungen in Köln als Urnenbestattungen durchgeführt. Das Leistungsspektrum eines modernen Krematoriums entwickelt sich ständig weiter und gleichzeitig wächst die Anzahl der Anbieterinnen und Anbieter dieser Dienstleistung, wie "die Facultatieve" Gruppe.

Jaap de Bruijn, Mitglied des Vorstandes von "die Facultatieve" bedankte sich für das Vertrauen der Stadt Köln und betonte die professionelle Zusammenarbeit mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen unter Leitung von Manfred Kaune. Mit seinem Unternehmen betreibt er inzwischen, inklusive Köln, drei Krematorien in Deutschland und sechs weitere in den Niederlanden und ist ein absoluter Fachmann, was die sich ändernden Ansprüche an Krematorien und entstehenden Modernisierungsbedarfe anbelangt. Nach den umfangreichen Renovierungsarbeiten zähle das Kölner Krematorium nun zu den modernsten und umweltfreundlichsten Krematorien Europas, sagte de Bruijn, und unterstrich das auch zukünftig geplante partnerschaftliche Vorgehen zwischen der Stadt Köln und der Facultatieve Gruppe.

Das niederländische Unternehmen hatte sich vertraglich zu erheblichen Investitionen verpflichtet, um die Technik und das Erscheinungsbild des Kölner Krematoriums auf den neuesten Stand zu bringen. Nach den abgeschlossen, umfangreichen Umbaumaßnahmen können nunmehr auch würdevoll gestaltete Räume, wie Trauersaal und Familienzimmer, den Bestatterinnen und Bestattern zur Verfügung gestellt werden, wenn Angehörige bei der Übergabe des Sarges an das Feuer anwesend sein und Abschied nehmen möchten.

Geschäftsführer der Krematorium Köln GmbH, Stefan van Dorsser, betonte:

Ich werde mit meinem Team zukünftig alles daran setzten, um gemeinsam mit den Bestattungsunternehmern einen würdigen, pietätvollen und persönlichen Abschied zu gestalten.

Mit modernster Technologie und zeitgemäßen Räumlichkeiten möchte die Krematorium Köln GmbH einen wichtigen Mosaikstein in der Bestattungskultur der Stadt darstellen.

Im Anschluss lud van Dorsser die Anwesenden ein, sich in geführten Rundgängen, unter Einhaltung der Corona Sicherheitsmaßnahmen, ein eigenes Bild der neu gestalteten, modernen Krematoriumsräumlichkeiten zu machen.