Beschreibung der Tour

Hinweis: Die fettgedruckten Zahlen verweisen auf Punkte in der Karte, die Sie weiter unten auf der Seite herunterladen können.

Die Tour durch den inneren rechtsrheinischen Grüngürtel beginnt in Mülheim am Rande des dortigen Stadtgartens.

© Stadt Köln
Mülheimer Stadtgarten

Die Figuren des ehemaligen Mülheimer Schifffahrtsbrunnens am Nordrand des Gartens, neben dem Bezirksrathaus, bieten sich als Treff- und Startpunkt an. Hinter der Fußgängerunterführung der oberen Stadtbahnhaltestelle geht es zunächst durch verkehrsberuhigte Straßen bis zu den Kulissen einer bekannten WDR-Fernsehserie, von dort über den "Katzenbuckel" mit Blick auf den Norden und Süden Kölns über die Hafeneinfahrt hinweg in den nördlichen Rheinpark.

Vorbei am Jugendpark und unter der Zoobrücke hindurch folgt man den Wegweisern des 1998 in­stallierten "Erlebnisweg Rheinschiene". An zahlreichen Stellen werden den interessieren Rad­lerinnen und Radlern die Geschichte und einige Anekdoten entlang Europas berühmtesten Strom nahe ge­bracht.

Der heutige Rhein­park (1) ist größtenteils durch die 1957 erstmals durchgeführte Bundesgartenschau geprägt. Die gartenarchitektonisch durchgestaltete Anlage mit vielen far­bigen Blumenbeeten sollte fließend in die offene Landschaft des Rheins mit seinen Wiesen und Pappelbeständen über­gehen. Die Seilbahn ist als damalige Besucherattrak­tion der Erholung suchenden Bevölkerung bis heute erhalten geblieben und ebenso eine Touristenattraktion wie die Rheinparkbahn.

Hinter dem Rheinpark verläuft die Route weiter unter der Hohenzollernbrücke und der Deutzer Brücke. Auf diesem Teilabschnitt soll im Rahmen des Landesförderprogramms REGIONALE 2010 der bundesweit längste Rheinboulevard in Form einer groß dimen­sio­nierten Treppe entstehen. Von hier aus bietet sich ein tolles Panorama auf die Altstadt von Köln sowie auf den Dom, die romanische Kirche Groß Sankt Martin und den Fernsehturm Colonius als charakteristische Kölner Landmarken.

Nach Unterquerung der Severinsbrücke und Überquerung des Deutzer Hafenbeckens über die Drehbrücke erreichen wir die Poller Wiesen (2), einen beliebten Kölner Treffpunkt für Sportlerinnen, Sportler, Drachensteigerinnen und Drachensteiger, aber auch für Grillabende und Picknicks.

Die Kulisse des "Siebengebirges", so die Bezeichnung des Rheinauhafengeländes mit den früheren Lager­häusern am Kölner Hafen, haben zwischenzeitlich eine bauliche Aufwertung durch zwei neue Museen, neue Büro- und Wohngebäude sowie durch die exponierte Architektur der drei "frei schwebenden" Kranhäuser erfahren. Nach Passieren der Südbrücke geht es in Höhe Poll der Wegweisung folgend halbrechts zum Campingplatz.

Kurz hinter der Rodenkirchener Brücke liegt Kölns jüngs­tes Naturschutz- und Erholungsgebiet, die Westhovener Aue (3). Früher für Besu­cherinnen und Besucher ge­sperrt, wurden die ehemaligen Militärkasernen abgerissen, Ausgleichs­pflanzun­gen vorgenom­men und das Gebiet der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Vor allem Natur­liebhaber und Ornithologen kommen in diesem Areal auf ihre Kosten. Info-Tafeln, Liege­wiesen und Ruhe­bänke laden zu einer Rast ein.

Nun radeln wir ein Stück zurück und vorbei an einer Kleingartenanlage nach Poll. Am Ende des Wendehammers geht es durch eine kleine Grünanlage. Von hier aus verläuft die ausge­schilderte NRW-Route weiter zum Gremberger Wäldchen (4), das Relikt eines Laubwald­restes der ursprünglichen Wälder Kölns. Nach dem Erwerb des Areals durch die Stadt Köln wurde das einstmals 76 Hektar große Erholungswäldchen ausgeholzt und für die Erholung suchende Bevölkerung erschlossen. Die Zerschneidung durch Verkehrswege verkleinerte diese Fläche zunehmend. Immerhin blieb ein Rest schützenswerter Buchen­waldbestände mit einer Maiglöckchen-Perlgras-Vegetation erhalten.

Im weiteren Verlauf führt die Route zunächst durch das Autobahnkreuz und danach entlang des Vingster Ringes. Im Bereich des Vingster Bades machen wir einen kleinen Umweg zu einer Grünanlage mit Spielplatz, die auf einer ehemaligen Befestigungsanlage errichtet wurde. Direkt nach Queren der Ostheimer Straße geht es einen bewaldeten Hügel hoch, der nach dem letzten Weltkrieg als Trümmerberg hier aufgeschüttet und begrünt wurde. Nach Passieren der Frankfurter Straße gelangen wir in eine Grünanlage, in deren Mitte sich eine der wenigen baulich gut erhaltenen Fortanlagen des rechtsrheinischen Kölns befindet. Ein neues Konzept sieht vor, diese Relikte preußischer Vergangenheit durch private Trägerinnen und Träger zu erhalten. So ist Fort X (5) ein eindrucksvolles Zeugnis des ehemaligen Befestigungsringes um Köln. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung wurde die Befestigungsanlage in den 1920er-Jahren analog des linksrheinischen Ringes in eine Grünfläche umgewandelt.

© Stadt Köln
Rheinparkcafe

Bei der anschließenden Weiterfahrt durch die Merheimer Heide (6) wird die Umwandlung der Befestigungs- in ausgedehnte Parkanlagen deutlich. Sie ist der einzige großflächige Ab­schnitt des rechtsrheinischen Grüngürtels, der im Sinne der Gesamtplanung nach dem ersten Weltkrieg ausgebaut wurde. Auf einem ehemaligen Exerzierplatz angelegt, entspricht dieser Park mit seinen zahlreichen Untergliederungen und geometrisch klaren Grundrissen dem Idealtyp eines Volksparks der 1920er-Jahre. Für die Bürgerinnen und Bürger des rechtsrheinischen Kölns ist die Merheimer Heide ein beliebtes Naherholungsziel, das zum Picknicken und zu sportlichen Aktivitäten einlädt. Im Bereich der Herler Mühle endet die Route durch den Grüngürtel und verläuft in der Folge in den Stadtteil Buchheim.

Am Ende des Grünzuges wird der dortige Strunder Bach unter­irdisch verrohrt bis zum Rhein geführt; wir folgen diesem Verlauf, der sich in der Niederung des 1912 angelegten Mülheimer Stadtgartens (7) in etwa nachvollziehen lässt. Seine heutige Form geht im Wesentlichen auf den Entwurf des Gartenbauarchitekten Theodor Nussbaum (1928) zurück. Ein Teich inmitten offener Wiesen, einzelne Baumgruppen, der Märchen­brunnen sowie in den Randbereichen geometrisch gegliederte Parkflächen wie beispielsweise der ehe­malige Rosengarten prägen den Park. Nun ist es nicht mehr weit zu unserem Ausgangspunkt der Tour, den Schifffahrtbrunnen-Figuren am Wiener Platz.

Details zur Route

  • Vom Figuren-Denkmal über den Wiener Platz, halblinks die Unterführung nutzen, gera­deaus durch die Bachstraße, später links in Formesstraße, rechts in Schleiermacherstraße, Deutz-Mülheimer Straße queren, durch die Hafenstraße, dort ge­radeaus durch Hochwasser­schutzwand, links, am Beach Club rechts über den "Katzenbuckel", geradeaus bis zum Jugendpark, noch vor Unterquerung der Zoobrücke rechts, am Rheinufer links, unter der Zoobrücke, durch den Rheinpark (1), am Wegende in Höhe Tanzbrunnen links, an den ehemaligen Messehallen rechts, geradeaus unter der Hohenzollernbrücke, vorbei an histori­scher Stadtmauer, geradeaus unter der Deutzer Brücke, geradeaus unter der Seve­rinsbrücke, am Wegende rechts über Drehbrücke, dahinter im Linksbogen weiter geradeaus parallel zur Alfred-Schütte-Allee oberhalb der Poller Wiesen (2).
  • Anfang Weidenweg halbrechts runter zum Campingplatz, am Wegende zuerst rechts, dann im Linksbogen und einigen Haken weiter bis zur Westhovener Aue (3), in Höhe Stromkasten/Info-Tafel links, geradeaus bis zur ersten Gabelung , dort links, dann rechtsversetzt weiter vorbei an Kleingärten, an den Hochhäusern halbrechts (In der Kreuzau), am Wegende geradeaus in die Grünanlage, am Spielplatz rechts, an dessen Ende geradeaus durch "In der Gracht", an deren Ende im Links­bogen nach links über den kleinen Parkplatz links, dann der Einbahnstraße folgend rechts, die Siegburger Straße überqueren, geradeaus "Im Wasserfeld", die Stadtbahngleise queren, weiter geradeaus, an der Gabelung links, unter der ersten Bahnunterführung, später im Rechtsbogen weiter, unter der zweiten Bahnunterführung, weiter geradeaus ins Gremberger Wäldchen (4).
  • An Kreuzung hinter dem Jägerzaun halb­links (grün-weiße Wegweisung), Waldweg geradeaus durch Pfosten verlassen (grün-weiße Wegweisung), auf Asphaltstraße, später rechts über den Vingster Ring, die Serpentine rechts hinunter, ein Stück parallel des Vingster Ringes, neben der Auffahrt rechts bergan, im Linksbogen weiter, noch vor erneuter Querung des Ringes halb­links bergab, im Rechtsbogen entlang des Alten Deutzer Postweg, an Einmündung links, Straße queren, links auf Radweg weiter, rechts entlang des Vingster Ring weiter, kurz danach rechts in den Langendahlweg (starkes Gefälle; links liegt das Vingster Freibad), kommende Gabelung links, später wieder links, durch die Kleingartenanlage, an Kreuzung links auf Zufahrtsweg, wieder rechts auf Radweg entlang des Vingster Ring.
  • Ostheimer Straße queren, danach halbrechts bergauf den Trümmerberg (Vingster Berg), zuerst parallel zum Vingster Ring, später am Zenit rechts, sofort links, nun bergab, die Frankfurter Straße queren, an der Gabelung halblinks, vorbei am Fort X (5), später nach Verlassen des Wäldchens links zur Ampel, Olpener Straße queren, weiter geradeaus die Plettenberger Straße, über die Stadtbahngleise, geradeaus in Merheimer Heide (6), kommende Gabelung zunächst halblinks, dann geradeaus, am Unterstellpilz halblinks (Wegweiser), dann links, rechts über die Autobahn, am Wegende (Schlagbaums­weg) links über Buchheimer Ring, diesen links auf dem rechts liegenden Radweg entgegen bisheriger Fahrtrichtung, dann rechts zur Siedlung in Buchheim, später rechts über die Stadtbahngleise, dahinter rechts­versetzt , sofort wieder links  in Arnsberger Straße, geradeaus über die Frankfurter Straße, durch die Bahnunterführung, die Sonderburger Straße geradeaus, über die Graf-Adolf-Straße, in Höhe Jan-Wellem-Straße links vor dem Brunnen in den Mülheimer Stadtgarten (7), am Wegende rechts, kom­mende Gabelung wieder rechts, geradeaus, über Parkplatz vorbei an Mülheimer Stadthalle, links zu den Figuren des Mülheimer Schifffahrts­brunnens am Wiener Platz.

Zusammenfassung

Start:
Mülheim, Wiener Platz

Ziel:
zum Startpunkt zurück

Länge der Tour:
24 Kilometer

Streckenprofil:
meist flach und autofrei beziehungsweise autoarm, kurze Anstiege und steile Abfahrten am "Katzenbuckel" in Mülheim und am Vingster Berg, einige kritische Wegabschnitte in der Rheinaue am Mülheimer Hafen, entlang der Autobahn zwischen Poll und dem Gremberger Wäldchen sowie am Vingster Berg.

Bewertung:
leicht bis mittel, für ungeübte Kinder und Fahrradanhänger jedoch nicht ge­eignet.

Einkehrmöglichkeiten:
im Rheinpark, am künftigen Rheinboulevard und in Mülheim

Freizeiteinrichtungen:
Sandburg Club in Mülheim, Hochseilgarten und Jugend­park im Rheinpark, Spielanlage und Kleinbahn im Rheinpark, Poller Wiesen, Liege- und Spielwiesen in der Merheimer Heide, Mülheimer Stadtgarten mit Liege- und Spielwiesen

Karten:
Radwanderkarte RadRegionRheinland, 2016, 1:100.000
Radwanderkarte Köln Bonn, bikeline, 2015, 1:60.000
ADFC-Regionalkarte Köln/Bonn, 2013, 1:75.000

Literatur:
Vom Botanischen Garten zum Großstadtgrün - 200 Jahre Kölner Grün

Karte und GPS-Daten zur Tour

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Mit dem Rad rund um Kalk
PDF, 1509 kb
Mit dem Rad rund um Kalk mit dem Radroutenplaner Naviki
gpx
DATEI, 44 kb
ikt
DATEI, 43 kb
kml
DATEI, 294 kb
ovl
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Das Faltblatt zur Tour erhalten Sie an den Infotheken im Stadthaus Deutz, im Bürgerladen am Laurenzplatz und in den Kundenzentren der Bezirksrathäuser in den Stadtbezirken.

Weitere Informationen

Informationen zur Fahrradmitnahme in der Stadtbahn erhalten Sie unter Telefonnummer 0221 / 208080 oder unter

www.vrs-info.de

Fahrpläne und Informationen zu den Haltestellen der Stadtbahn finden Sie unter

http://www.kvb.koeln