Beschreibung der Tour

Hinweis: Die fettgedruckten Zahlen verweisen auf Punkte in der Karte, die Sie weiter unten auf der Seite herunterladen können.

Im Mittelpunkt dieser innerstädtischen Rundtour steht Deutz.

Gegründet wurde der einzige rechtsrheinische Stadtteil der Innenstadt im vierten Jahrhundert und galt als Brückenkopf zum Schutz von Köln. Später entwickelte sich Deutz als preußische Stadt zum Knotenpunkt von Bahnlinien und einem bedeutungsvollen Industriestandort. Auch Motorenbauer Nicolaus August Otto wirkte hier. An ihn und seinen Ingenieur Eugen Langen erinnert ein Denkmal auf dem Ottoplatz (1) vor dem Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Vom Bahnhof Köln Messe/Deutz führt die Route zum Stadthaus (2), das auch als "technisches Rathaus" der Stadt Köln gilt und rund 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beherbergt.

Die beiden Bürohochhauskomplexe entstanden zwischen 1996 und 1999 zusammen mit der LANXESS arena (3). Die moderne und bundesweit größte Mehrzweckveranstaltungshalle - wegen ihres großen Bogens über dem Hallendach im Volksmund auch "Henkelmännchen" genannt - bietet Platz für bis zu 20.000 Besucherinnen und Besucher.

Nach der Durchquerung des nahezu angrenzenden Parks, einst lag hier der Deutzer Friedhof, führt der Ausflug über den Campus Deutz der Technischen Hochschule Köln. Zwei Fußgängerbrücken und ein paar Wohnstraßen passiert, überrascht der Deutzer Stadtgarten. Atmosphärisch profitiert der Park vom angrenzenden jüdischen Friedhof (4). Er wurde bereits 1695 gegründet und gilt als ältester noch erhaltener jüdischer Friedhof im gesamten Stadtgebiet.

Die Fahrt geht weiter in Richtung Rhein, wo die Deutzer Drehbrücke (5) liegt. Das technische Denkmal stellt sich quer, steuert ein Schiff den Hafen von Deutz an oder will ihn verlassen. Ein Elektromotor dreht die 177 Tonnen schwere Brücke hydraulisch zur Seite. 1908 ging sie erstmals in Betrieb, bis heute ist ihr Steuerhäuschen vollständig erhalten. An Wochenenden und feiertags ruht die Drehbrücke meist, auch die Durchfahrt für Autos ist dann gesperrt. So erweist sich für Radlerinnen und Radler die Fahrt über die Alfred-Schütte-Allee als besonders erholsam. Unterhalb des Dammes erstrecken sich die Poller Wiesen.

© Angelika Staub
Blick von der Südbrücke zum Rheinauhafen

Von Weitem schon fällt die Südbrücke (6) auf. Wer die steilen Treppen scheut, kann auf den barrierefreien Fuß- und Radweg der Autobahnbrücke Rodenkirchen ausweichen. Die Hängebrücke befindet sich rheinaufwärts im Kölner Süden. Ihre Überquerung bedeutet jedoch einen "Umweg" von sechs Kilometern. Regulär führt die Route jedenfalls über die Südbrücke, erbaut von der Königlich-Preußischen Staatseisenbahn zwischen 1906 und 1910. Die Aussicht von hier oben ist hervorragend, auch auf den Rheinauhafen (7) mit seinen einstigen Lastkränen und modernen (Hoch-)Häusern. Das aufgewertete Quartier besticht auch bei der Durchfahrt durch das Wechselspiel zwischen alter und neuer Architektur.

Es dominieren die drei Kranhäuser, in denen sich Büros ebenso wie exklusive Wohnungen befinden. Auch sonst ist das Gemisch groß: Wohnen, Arbeiten, Kunst, Kultur und Gastronomie.

Hinter der Severinsbrücke führt die Fahrt entlang der Rückseite des Deutschen Sport & Olympia Museums (8). In der denkmalgeschützten, ehemaligen Zoll- und Lagerhalle befindet sich jede Menge Sportgeschichte, von der Antike bis zur Moderne.

In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Schokoladenmuseum (9). Das süße Schlaraffenland ist ein Magnet: Jährlich wollen rund 650.000 Gäste das Geheimnis der Schokolade ergründen, von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade.

Die zweite Drehbrücke, über die unsere Rundtour führt, steht am Ende des Rheinauhafens. Sie erinnert unmittelbar an die Deutzer Drehbrücke und ist ebenfalls Industriedenkmal.

Nach Unterqueren der Deutzer Brücke, die aus einem Brückenzwilling besteht, steht mitten auf der Promenade ein kleiner Turm mit Pegeluhr. Das Pegelhäuschen verrät, wie hoch der Rhein gerade steht und besticht mit wunderbarer Kulisse: Die Altstadt (10) mit der Basilika Groß Sankt Martin. Wer durch die Gässchen bummelt, braucht Geduld, um die wahren Zeugnisse aus dem Mittelalter und des emsigen Warenhandels zu finden. Weiter führt die Strecke am Rhein entlang: Unter der Hohenzollernbrücke hindurch - ein Bau aus drei vereinten Fachwerkbogenbrücken - zur Bastei. Der Veranstaltungsort sitzt auf dem Stumpf eines ehemaligen Turmes. Er leitete die Schiffsleute zum einstigen Hafen der Neustadt. Vor der Zoobrücke schließlich verlässt die Route das Rheinufer und führt seitlich des Skulpturenparks vorbei. Er ist wie der nahe gelegene Zoo einen Besuch wert.

Spannend ist auch die Aussicht von der Zoobrücke, über die die Tour nun führt. Im Mittelpunkt steht der Dom. Nur aus der Seilschwebebahn sieht man ihn noch besser. Sie wurde 1957 eröffnet und hat mit dem Rheinpark (11) in den die Strecke über eine geschwungene Fußgängerrampe führt, zu tun. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Jugendpark und beherbergte schon zweimal die Bundesgartenschau: 1957 und 1971. Zu den besonderen Attraktionen des Rheinparks gehören eine Kleinbahn, die Claudius-Therme, zahlreiche Kunstwerke und der Tanzbrunnen.

Auf der Fahrt rheinaufwärts zurück nach Deutz, passiert man die ehemalige Messe, heute Sitz unter anderem der RTL-Mediengruppe.

Hinter der Hohenzollernbrücke lädt schließlich die 500 Meter lange Treppe des neuen Rheinboulevards (12) ein. Der Blick auf Altstadt und Dom ist bestechend. Auch aus luftiger Höhe bietet sich wenig später noch ein herrlicher Ausblick an: Gegenüber dem Bahnhof Köln Messe/Deutz steht das Bürohochhaus KölnTriangle (13). Auf seiner über 100 Meter hohen Aussichtsplattform eröffnet sich bei günstiger Witterung ein Panorama von Bonn über das Siebengebirge und das Bergische Land bs nach Düsseldorf und in die Eifel.

Details zur Route

  • Aus dem Bahnhof Köln Messe/Deutz kommend (Ausgang Ottoplatz (1): links. Vorbei an U-Bahn-Zugang auf Fuß- und Radweg, über die Rampe hinauf zum Stadthaus (2), dahinter rechts entlang LANXSESS arena (3). Links über Rampe hinunter zu Fußgängerampel, Gummersbacher Straße queren.
  • Geradeaus in Parkanlage, an Gabelung rechts, an T-Kreuzung rechts zum Ausgang, über Fußgängerampel und links versetzt geradeaus in Richtung Technische Hochschule auf Reitweg, am Ende rechts über Fußgängerbrücke, links (Alemannenstraße), am Ende links (Gebrüder-Coblenz-Straße). Rechts über Fußgängerbrücke in Deutze Stadtgarten, geradeaus vorbei an jüdischem Friedhof (4), über Parkplatz.
  • Rechts in Alter Mühlenweg, links auf querende Straße (Im Hasental), geradeaus über Siegburger Straße auf Deutzer Drehbrücke (5). Entlang Alfred-Schütte-Allee bis zur ersten Rheinbrücke (Südbrücke) - Verlängerung südlich über barrierefreien Fuß- und Radweg der Autobahnbrücke Rodenkirchen möglich (+ circa 6 Kilometer) - In Richtung Bauenthal über Südbrücke (6) (Achtung: Steile Treppen, aber mit Fahrrinne). Unten auf linksrheinischer Seite rechts.
  • Rechts an Bahnübergang Stadtbahnlinie 16 queren. Links entlang Rheinufer (circa 1,5 Kilometer): Vorbei an Kranhäusern des Rheinauhafens (7), unter Severinsbrücke hindurch, vorbei an Deutschen Sport und Olympia Museum (8) bis zum Schokoladenmuseum (9)
  • links auf Rame, rechts auf Drehbrücke. Rechts auf Rheinuferpromenade (circa 2,5 Kilometer): Unter Deutzer Brücke hindurch, entlang Altstadt (10) unter Hohenzollernbrücke hindurch, vorbei an Bastei zu Knotenpunkt 98 (kurz vor der Zoobrücke und Seilbahn).
  • Links hinauf und weg vom Rheinufer, oben links Kreuzung an Fußgängerampeln queren, in Elsa-Brändström-Straße geradeaus Riehler Straße queren, hinauf zur Zoobrücke. Nach unmittelbarer Rheinüberquerung rechts rotem Pfeil über geschwungene Fußgängerrampe hinunter in den Rheinpark (11) folgen. Unten an Knotenpunkt 97 in Richtung Deutz (weiß-rote Radweghinweise), links parallel des Rheins zurück nach Deutz (circa 1,5 Kilometer).
  • Unter Hohenzollernbrücke hindurch und nach knapp 150 Metern - an Rheinboulevard-Treppe (12) - links in Hermann-Pünder-Straße. Schräg links vorbei an Bürohochhaus KölnTriangle (13) zurück zum Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Zusammenfassung

Start:
Bahnhof Köln Messe/Deutz, Ausgang Ottoplatz

Ziel:
zum Startpunkt zurück

Länge der Tour:
circa 13 Kilometer (mit Verlängerung über Autobahnbrücke Rodenkirchen: Circa 19 Kilometer)

Streckenprofil:
flach, bis auf eine Brückenauf- und abfahrt

Bewertung:
leicht, für geübte Kinder geeignet, für Fahrradanhänger ungeeignet

Sehenswürdigkeiten:
Ottoplatz, Stadthaus, LANXESS Arena, jüdischer Friedhof, Drehbrücken, Südbrücke, Rheinauhafen, Deutschen Sport & Olympia Museum, Schokoladenmuseum, Altstadt, Rheinpark, Rheinboulevard, Aussichtsplattform auf dem Bürohochhaus KölnTrinagle

Einkehrmöglichkeiten an der Strecke:
Lokale am Rheinauhafen, in der Altstadt und am Bahnhof Köln Messe/Deutz, Picknick auf den Poller Wiesen, im Rheinpark, Tanzbrunnen, Rheinboulevard

Freizeiteinrichtungen:
Stadtgarten Deutz, Skulpturenpark, Zoo, Jugendpark, Rheinpark, Tanzbrunnen, Rheinboulevard

Karten:

  • Radwanderkarte RadRegionRheinland, 2016, 1:100.000
  • Radwanderkarte Köln Bonn, bikeline, 2015, 1:60.000
  • ADFC-Regionalkarte Köln/Bonn, 2013, 1:75.000

Karte und GPS-Daten zur Tour

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Radtour rund um Deutz
PDF, 3578 kb
Mit dem Rad rund um Deutz mit dem Radroutenplaner Naviki
gpx
DATEI, 34 kb
ikt
DATEI, 37 kb
kml
DATEI, 17 kb
ovl
DATEI, 13 kb

Das Faltblatt zur Tour erhalten Sie an den Infotheken im Stadthaus Deutz, im Bürgerladen am Laurenzplatz, im Kundenzentrum Innenstadt und in den Bürgerämtern der Stadtbezirke.

Weitere Informationen

Infos zur Fahrradmitnahme in der S-Bahn erhalten Sie unter der Telefonnummer 0221 / 208080 oder unter

www.vrsinfo.de

Fahrpläne und Informationen zu den Haltestellen der Stadtbahnen finden Sie unter

https://www.kvb.koeln

Das Deutsche Sport & Olympia Museum und das Schokoladenmuseum freuen sich auf Ihren Besuch.

www.sportmuseum.de
www.schokoladenmuseum.de