Die Sekundarschule wurde im Oktober 2011 als neue Schulform der Sekundarstufe I neben den anderen bereits bestehenden Schulformen schulgesetzlich verankert.

Die Gründung von Sekundarschulen ist nur möglich, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht. Ein Bedürfnis besteht zum Beispiel, wenn die Entwicklung der Schülerzahlen oder die Befragung der Eltern von Grundschülerinnen und -schülern dies belegt. Um eine Sekundarschule gründen zu können, müssen mindestens 75 Eltern Interesse bekunden, ihr Kind an der Sekundarschule anzumelden.

Nur wenige Kölner Eltern wünschten sich eine Sekundarschule für ihr Kind. Das ist ein erstes Ergebnis der Elternbefragung, die wir im September 2012 bei den Eltern von Kindern im 3. und 4. Schuljahr der Kölner Grund- und Förderschulen durchgeführt haben.

Ergebnisse der Befragung

Die Sekundarschule

Mit der Sekundarschule und der Gesamtschule gibt es in Nordrhein-Westfalen jetzt zwei Schulformen des längeren gemeinsamen Lernens. Daneben gibt es die Schulformen des gegliederten Schulsystems, das sind Hauptschule, Realschule, und Gymnasium.

Die Sekundarschule wird in der Regel als Ganztagschule geführt und umfasst die Jahrgänge 5 bis 10. Sie bereitet die Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. Der Unterricht bietet von Anfang an auch gymnasiale Standards. In der Sekundarschule lernen die Schülerinnen und Schüler mindestens in den Klassen 5 und 6 gemeinsam. Die Sekundarschule verfügt zwar nicht über eine eigene Oberstufe, sie geht aber mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs ein. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind das Abitur machen kann. Im Gegensatz zum Gymnasium wird hier das Abitur - wie an der Gesamtschule - in 9 statt in 8 Jahren angestrebt.

Weitere Informationen auf den Seiten des Schulministeriums Nordrhein-Westfalen