Junge Menschen setzen sich mit der NS-Herrschaft auseinander

© Stadt Köln

Digitale Beiträge zum Gedenktag 2021

Die Jugendlichen, Schülerinnen und Schüler haben dieses Jahr kreative digitale Beiträge wie Videos, Bilder und Präsentationen erstellt. Zum Teil haben die Jugendlichen einer Realschule sowie von Gymnasien über mehrere Wochen oder Monate mit einem außerschulischen Bildungsträger und Vereinen an ihren Werken gefeilt. Ergebnis sind sechs vielfältige Arbeiten, die das breite Spektrum ihrer Auseinandersetzung mit den Themen des Jugend- und Schülergedenktages zeigen: Von Theater, einem Musical-Video über "Quer-denken", Videoinstallationen über Interviews- und das Zeitzeugenprojekt bis hin zur Dokumentation von Stolpersteinverlegungen sowie der Recherche zum Schicksal ehemaliger jüdischer Schülerinnen und Schüler der eigenen Schule.

Intensiv und kreativ haben sich die jungen Kölnerinnen und Kölner mit der Vergangenheit, aber auch den Herausforderungen der Gegenwart auseinandergesetzt und so "eine Brücke in die Zukunft" geschlagen. In digitaler Form wird an die Opfer der NS-Diktatur erinnert und auf aktuelle Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus aufmerksam gemacht. Die Beiträge und Projektergebnisse werden in einer digitalen Ausstellung im Gewölbe des NS-DOK im virtuellen Raum des 360-Grad-Rundganges des Hauses gezeigt.

Eine neue Präsentationsform, die es trotz Lockdowns ermöglicht, die beeindruckenden Schülerprojekte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und den Austausch darüber zu ermöglichen. 

Präsentation der digitalen Beiträge in einem 360-Grad-Rundgang

Virtueller Rundgang durch das Gewölbe des NS-Dokumentationszentrum
Informationen des NS-Dokumentationszentrums zum Gedenktag

Zum Hintergrund

Der Jugend- und Schülergedenktag soll nicht nur an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Vielmehr geht es darum, auf Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus in der Gegenwart aufmerksam zu machen und für Toleranz und Akzeptanz einzustehen.

Kölner Schulen beteiligen sich seit 1998 unter dem Motto "Erinnern - eine Brücke in die Zukunft" an dem Gedenktag. Das hiesige Konzept, junge Menschen selbst zu eigenen Projekten anzuregen und diese dann öffentlich zu präsentieren, ist bisher einzigartig in Deutschland. Alljährlich setzen sich Schülerinnen und Schülern mit diesem schwierigen Thema auseinander.

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz. 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog dieses Datum zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt und Jugendliche dazu aufgerufen, sich mit dem Thema NS-Herrschaft auseinanderzusetzen. Jedes Jahr sollte der 27. Januar stellvertretend für die Schreckensherrschaft der NS-Zeit an die Vernichtung von Zivilisation und Menschlichkeit, an die Verfolgung und millionenfache Ermordung von Menschen und Bevölkerungsgruppen erinnern.

Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen zum Jugend- und Schülergedenktag.