Seit dem 27. Dezember 2020 steht der Corona-Impfstoff in Deutschland zur Verfügung. Die ersten Impfungen finden ausschließlich in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen statt.

Das Impfzentrum in Köln ist einsatzbereit, aber noch nicht für den Publikumsverkehr geöffnet. Der Impfstart in den Impfzentren ist am 8. Februar 2021 und eine Terminvergabe ist ab 25. Januar möglich. Anspruch auf einen Impftermin haben zunächst ausschließlich über 80-jährige Personen, die das Informationsschreiben von der Stadt Köln und des NRW-Gesundheitsministers erhalten haben.

Allgemeine Fragen und Informationen zur Corona-Schutzimpfung finden Sie bei der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, bei der Kassenärztlichen Vereinigung und beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Spezifische Fragen und Antworten zum Kölner Impfzentrum finden Sie weiter unten unter "Häufig gestellte Fragen und Antworten".

Landesregierung Nordrhein-Westfalen Kassenärztliche Bundesvereinigung Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff / Information sheet for vaccination against Corona Virus Disease 2019 in other languages

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wie sieht der Impfbrief (Informationsschreiben) aus und gibt es ihn in verschiedenen Sprachen?

Wo ist das Impfzentrum in Köln?

Das Impfzentrum befindet sich in der Koelnmesse Deutz (Halle 4), Messeplatz 1, 50679 Köln-Deutz, zu erreichen mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die S-Bahn-Haltestelle "Köln Messe/Deutz", Linien S6, S11, S12, S13 oder über die KVB-Haltestelle "Köln, Bahnhof Messe/Deutz", Stadtbahnlinien 1 und 9.

PKW-Zufahrt: Bitte fahren Sie am Eingang Ost in das Messegelände ein und lassen Sie sich dort von den Einweisern zum richtigen Parkplatz leiten.
Sie gelangen von dort aus zum Parkplatz Busbahnhof/Piazza. Dieser Parkplatz steht Ihnen kostenfrei zur Verfügung.

Impfzentrum Köln Lage- Und Anfahrtsplan Impflinge
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Was muss ich mitbringen?

  • Ausweisdokument
  • Impfausweis
  • unterschriebene Einwilligungserklärung (diese kann vorab auch zugesendet werden oder im Impfzentrum unterschrieben werden)
  • QR-Code, der Ihnen nach Terminvereinbarung per Post oder E-Mail zugesandt wurde.
     

Ab wann wird im Impfzentrum geimpft?

Am 8. Februar 2021 öffnet das Kölner Impfzentren. Eine Terminvergabe ist ab 25. Januar 2021 möglich.
Anspruch auf einen Impftermin haben zunächst ausschließlich über 80-jährige Personen, die das Informationsschreiben von der Stadt Köln und des NRW-Gesundheitsministers erhalten habe.

Kostet die Corona-Schutzimpfung etwas?

Nein, die Impfung ist für Bürgerinnen und Bürger unabhängig von Ihrem Versicherungsstatus kostenlos und freiwillig.

Was ist das für ein Impfstoff, der in Köln verbreicht wird?

 

Bei Comirnaty handelt es sich um eine so genannte mRNA (kurz für messenger-RNA, Boten-RNA)-Vakzin, ein in der Impfmedizin relativ neuartiges Prinzip, bei dem nicht ein virales Antigen gespritzt wird, sondern quasi die Bauanleitung dafür. Im Körper des Geimpften wird die enthaltene mRNA in die Zellen aufgenommen, die dann nach dieser Anweisung ein virales Protein bilden. Gegen dieses setzt eine Immunantwort ein, die bei einem Kontakt mit dem Erreger vor einer Erkrankung schützen soll. Dieser Impfstoff wurde vom Mainzer Startup Biontech zusammen zusammen mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt.

Die EU hat am 6. Januar 2021 auch den Corona-Impfstoff des US-Konzerns Moderna zugelassen, der einfacher in der Handhabung ist als der von Biontech/Pfizer. Damit kommen zusätzliche Impfstoffdosen auf den Markt, 160 Millionen Einheiten sollen an EU-Staaten geliefert werden. Das Serum hat eine ähnliche Wirksamkeit wie das von Biontech nämlich rund 95 Prozent, hat aber den Vorteil, dass es "nur" bei Minus 20 Grad statt Minus 70 Grad gelagert werden muss. Wie auch bei Biontech sind bei Moderna zwei Impfdosen notwendig, um Immunität gegen das Corona-Virus zu bewirken. Auch dieses Serum beinhaltet einen mRNA-Impfstoff.

Wer wird zuerst geimpft?

Die so genannten "vulnerablen" Gruppen, also ältere Personen (ab 80 Jahren) und Vorerkrankte (zum Beispiel Menschen mit COPD, Blutkreislauferkrankungen, Bluthochdruck) sowie medizinisches Personal. Danach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur (Polizei, Feuerwehr).

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung (gültig seit 15. Dezember 2020) des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut aufbaut.

Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen.

Nach der Impf-Verordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Auch das Personal dieser Häuser, Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der ersten Gruppe.

Diese Reihenfolge wird auch bei den zweiten Impfungen beibehalten.

Die Priorisierung im Einzelnen finden Sie in den Fragen und Antworten:

 

Bundesministerium für Gesundheit

Wie bekomme ich einen Termin im Kölner Impfzentrum?

Ab dem 25. Januar ist eine Terminvergabe online und über die Telefon-Hotline 0800 / 116 117-01 möglich. Die Vergabe der Termine liegt in der Zuständigkeit der Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. 

Derzeit vereinbart der Impfling zwei Termine.

Per Post oder E-Mail erhält der Impfling Aufklärungsunterlagen mit Informationen zum Impfstoff, dem genauen Ablauf der Impf-Prozedur, der zu unterschreibenden Einwilligung und einem QR-Code.
 

Wie bekommen Impfberechtigte weitere Informationen?

Impfberechtigte erhalten über die Stadt Köln einen Brief des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann mit Informationen zum Ablauf der Impfung. In diesem Schreiben wird eine kostenlose 0800-Rufnummer sowie eine Webadresse mitgeteilt, unter der Über-80-Jährige Termine für die Erst- und Zweitimpfung in einem nahegelegenen Impfzentrum vereinbaren können. Die Termine werden wiederum schriftlich bestätigt.

Die Terminvergabe für Impfungen ist unter folgender Rufnummer: 0800 / 116 117-01 ab 25. Januar 2021 möglich.

Wie ist der genaue Ablauf im Kölner Impfzentrum?

Die Impfung erfolgt in der Halle 4 der Koelnmesse. Bei der Einlasskontrolle muss der Impfling seine Hände desinfizieren. Dann wird kontrolliert, ob der Impfling seinen Mund-Nasen-Schutz korrekt angelegt hat und ob er einen Termin hat. Dann wird bei ihm berührungslos mit einem Scanner Fieber gemessen. Anschließend wird der Impfling in einen Wartebereich geleitet, wo er, falls er dies nicht bereits zuvor erledigt hat, die Einwilligung ausfüllen kann. Im Wartebereich befindet sich ein Schalter, an dem Mitarbeitende bei Fragen oder Unklarheiten weiterhelfen.

Nun folgt die Registratur. An insgesamt 20 Schaltern wird der QR-Code entweder vom Handy oder vom zugesandten Schriftstück ausgelesen, der Impfling legt seinen Impfausweis vor und es findet ein Identitätsabgleich statt. Der daran anschließende Bereich ist optional nutzbar: In drei Räumen werden Aufklärungsvideos des Bundesministeriums für Gesundheit gezeigt. Der Impfling kann aber auch direkt zur Impfung gehen. Er gelangt nun zu den Einzelkabinen, in denen er offene Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt in einem Vier-Augen-Gespräch klären kann, und wird dann von Mitarbeitenden der Koelnmesse in das Obergeschoss der Halle 4 geleitet. Dort befindet sich der eigentliche Impfbereich. In 20 Doppelkabinen wird dort die Spritze verabreicht. Der Impfling betritt die Kabine, macht seinen Arm frei (Rechtshänder den linken Arm, Linkshänder den rechten Arm), die Injektion erfolgt ausschließlich in den Schultermuskel. Die diensthabende Ärztin oder der diensthabende Arzt wechselt zwischen den Kabinen hin und her und setzt die Spritze jeweils bei dem Impfling, dessen Arm gerade frei ist. Die Impfung wird dann im Impfausweis dokumentiert. Dort wird vermerkt, welcher Impfstoff injiziert wurde und aus welcher Chargennummer er stammt. Nachdem sich der Impfling wieder angezogen hat, geht er in einen geräumigen Wartebereich mit Uhr, Stühlen und WLAN, wo er 30 Minuten sitzen soll. In dieser Zeit wird er von Sanitäts-Personal beobachtet für den Fall, dass sich Komplikationen ergeben. Ist die Zeit verstrichen, kann der Impfling das Impfzentrum verlassen.

Wie viele Personen können in Deutz geimpft werden?

Die Impf-Kapazitäten im Impfzentrum sollen sukzessive erweitert werden. Wenn der Stadt Köln kurz- bis mittelfristig mehr Impfstoff zur Verfügung steht, können dort täglich bis zu 5.000 Impfungen durchgeführt werden.
Bei voller Auslastung soll das Impfzentrum täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. Dann werden dort täglich bis zu 140 Mitarbeitende im Einsatz sein, darunter 17 Ärztinnen und Ärzte.

Welche Komplikationen/Nebenwirkungen kann es bei der Impfung gegen Corona geben?

Es kann, wie bei den gewöhnlichen Impfungen, zu einer Rötung oder Schwellung direkt an der Impfstelle kommen. Diese harmlosen Reaktionen zeigen, dass der Körper auf die Impfung reagiert. Sie sind ungefährlich und klingen nach wenigen Tagen wieder ab. Allgemein kann es zu den Symptomen Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Fieber und Kopfschmerzen kommen. Im Kölner Impfzentrum in Halle 4 der Messe wird jeder Impfling nach dem Impfvorgang 30 Minuten unter Beobachtung gestellt für den Fall, dass sich Komplikationen ergeben.
 

Weitere Informationen?

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Kassenärztliche Vereinigung 116 117 oder beim Bürgertelefon der Landesregierung Nordrhein-Westfalen unter 0211 / 9119-1001.