Hintergrund

© Javier Chota
Von Links: (Aldo Perez, Mark Kapust, Dr. Babara Möhlendick, Christoph Gormann, BM Jerly Diaz, BM Andreas Wolter, Leon Meyer zum Ermgassen, Stefanie Schulze, Geronimo Vega

Der Auslöser war ein Gespräch von Bürgermeister Andreas Wolter mit Robert Guimares vom Verband indigener Völker am Fluss Ucayali und Nebenflüssen (FECONAU) auf der Weltklimakonferenz in Marrakesch 2016. Im Rahmen unserer Mitgliedschaft im Klima-Bündnis beschloss der Rat 2017 einstimmig die Klimapartnerschaft mit Yarinacocha, die seitdem auch von Nichtregierungsorganisationen wie INFOE unterstützt wird. Andreas Wolter sagte dazu:

Eine Klimapartnerschaft zwischen indigenen Gemeinde und der Stadt Köln stärkt die indigenen Organisationen bei ihrem Kampf um Anerkennung, gegen Diskriminierung, Landraub und Abholzung. Damit bringen wir die lokalen Probleme auf eine internationale Ebene und zeigen den Zusammenhang mit dem Klimaschutz auf

Im Oktober 2017 wurde im Rahmen des Projekts "Kommunale Klimapartnschaften" der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global die neue Partnerschaft zwischen Köln und Yarinacocha unterzeichnet.

Corona Spendenaufruf von Bürgermeister Andreas Wolter

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in den letzten Wochen hat das Corona-Virus  die gesamte Welt erfasst. Ein Ende und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen sind noch nicht abzusehen. In den letzten Tagen haben uns dramatische Berichte von unseren Klimapartnern in Peru erreicht. Das Gesundheitssystem ist kollabiert. Eine ärztliche Versorgung ist nur mit einfachsten Mitteln und nur für wenige Menschen möglich. Aufnahmen zeigen, wie die Menschen in Yarinacocha in der Warteschlange vor dem Krankenhaus starben und weggeschafft wurden. Die Menschen können nur zu Hause bleiben. Durch den Lockdown haben viele Menschen, die meist als Tagelöhner arbeiten, kein Einkommen und sind auf Lebensmittelspenden angewiesen. Die Situation in den indigenen Gemeinden ist ähnlich schlimm. Hier gibt es keine ärztliche Versorgung. Auch hier wütet das Corona-Virus. Bis auf einige Heilpflanzen gibt es keine Medikamente. Gleichzeitig gibt es in diesem Jahr eine starke Verbreitung des Dengue-Fiebers, dessen Symptome sich mit denen von COVID-19 überlagern. In einer Videokonferenz am 20. Mai 2020 haben wir uns von der Bürgermeisterin von Yarinacocha, indigenen Vertretern, der FECONAU, und einer Ärztin des Amazónico - Krankenhauses in Yarinacocha aktuell über die Situation informieren lassen lassen.

Wir bitten um Spenden für die dortige notleidende Bevölkerung für Schnelltests, Schutzausrüstung, Medikamente und Lebensmittelrationen.

Spenden können Sie auf folgendes Konto leisten:
INFOE e. V.
IBAN DE56 4306 0967 4068 2739 00
bei der GLS Gemeinschaftsbank eG; BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Hilfe Corona Yarinacocha

INFOE (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie ) ist ein Verein mit Sitz in Köln, der sich vorwiegend für die Menschenrechte indigener Völker einsetzt. Spendenquittungen werden ausgestellt und sind steuerlich absetzbar.

Bericht zur Situation in Yarinacocha
Spendenquittung anfordern

Wer sich über die aktuelle Entwicklung in Peru informierten möchte, ist herzlich zu einem Webinar des Klima-Bündnis, in Kooperation mit der Informationsstelle Peru e. V. und INFOE e. V., eingeladen. Es findet am kommenden Donnerstag, 28. Mai um 19.00 Uhr statt. 

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung 
Andreas Wolter Bürgermeister der Stadt Köln
Vorsitzender des Fördervereins Köln-Yariancocha

Informationen zum Webinar Anmeldung zum Webinar

Ziele und Schwerpunktthemen

  • Gleichberechtigter Austausch zwischen der deutschen und der peruanischen Kommune zu lokalen Herausforderungen bei Klimaschutz und Klimafolgeanpassung
  • Gemeinsame, lokale Antworten auf den Klimawandel entwickeln und anwenden
  • Zusammenarbeit und gegenseitiges Lernen von Expertinnen und Experten der Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

Diese Ziele erreicht die Klimapartnerschaft durch verschiedene Maßnahmen und Projekte in beiden Städten.

Die Maßnahmen und Projekte spiegeln sich im Handlungsprogramm wider, dessen Vision bis zum Jahr 2030 reicht. Das Handlungsprogramm repräsentiert die Strategie, die beiden Städte verfolgen werden, um in den kommenden Jahren gemeinsam Projekte zu entwickeln, und besteht aus den folgenden Schwerpunktthemen:

  • Abfallwirtschaft
  • Erneuerbare Energie
  • Biodiversität
  • Bewusstseinsbildung

Weitere Informationen

Flyer Kommunale Klimapartnerschaft Köln-Yarinacocha
PDF, 464 kb
Lateinamerika: Global - Nachhaltig, Klimapartnerschaft Köln-Yarinacocha
Wie eine Klimapartnerschaft mit indigenen Gemeinden ensteht - Infostelle Peru
Colonia ilumina el futuro de miles de jóvenes universitarios indígenas en Perú – DeutscheWelle

Kontakt

Köln
Aldo Peréz
Stadt Köln Koordinationsstelle Klimaschutz
Telefon: 0221 / 221-25391

E-Mail an Aldo Peréz

Yarinacocha
Steve Bill Oyola Cuellar
Koordinator der Klimapartnerschaft
Telefon: +51 961603262

E-Mail an Steve Bill Oyola Cuellar