Wir vergeben jedes Jahr 15 Recherche- und Arbeitsstipendien

Die altersunabhängigen Stipendien ermöglichen professionellen Kölner Künstlerinnen und Künstlern sowie Kuratorinnen und Kuratoren der bildenden Kunst, sich für die Zeit der Förderung ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang auf ein individuelles künstlerisches Projekt konzentrieren zu können.

Seit 2019 werden die Stipendien von uns jährlich vergeben und sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.   

Mit dem neuen städtischen Förderinstrument unterstützen wir selbst gewählte, professionelle Recherche- und Arbeitsvorhaben im Bereich der Bildenden Kunst und Medienkunst. Dazu gehören:

  • Malerei
  • Bildhauerei
  • Installation
  • Klangkunst
  • Künstlerische Fotografie
  • Video- und Medienkunst
  • Performance
  • Community Art
  • Zeichnung
  • Urban Art beziehungsweise Kunst im öffentlichen Raum

Ziel der Stipendien

Das Stipendium soll dazu dienen, neue künstlerische Ideen und Ansätze zu entwickeln und Recherchevorhaben hinsichtlich neuer Themen und Techniken durchzuführen. Möglich ist auch, konkrete Projekte oder neue künstlerische Kooperationen weiterzuentwickeln und künstlerische Arbeiten zu vollenden. Eine Vermittlung, Dokumentation oder Publikation kann Teil dessen sein. 

Bewerberkreis

Neben professionellen Künstlerinnen, Künstlern oder Künstlergruppen können sich auch Kuratorinnen und Kuratoren auf die Ausschreibung bewerben und bis zu zwei Stipendien je Antragslage erhalten. Für diese Maßnahme, die in Köln lebende Kuratorinnen und Kuratoren unterstützen soll, existierte bisher kaum spezifische Förderung.

Die Recherche- und Arbeitsstipendien flankieren unsere existierende Projektförderung, die hauptsächlich kostenlose Ausstellungen in unseren rund 40 freien Kunsträumen unterstützt, sowie Einzelprojekt- und Festivalförderung, Förderung von Netzwerkprojekten, Kunst im öffentlichen Raum, Auslandsaufenthalten in der Partnerstadt Istanbul sowie die seit vielen Jahren existierenden Förderstipendien für junge Kunst.

Die Stipendien werden als Teil jener Maßnahmen verstanden, mit denen wir die Arbeitsbedingungen der in Köln arbeitenden Künstlerinnen und Künstler altersunabhängig stärken und die Ausarbeitung und Qualifizierung von deren Projektvorhaben ermöglichen möchten.

Höhe des Stipendiums

Die Kölner Stipendien sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, die in vier monatlichen Teilbeträgen je 1.250 Euro ausgezahlt werden. In der Regel werden 13 Stipendien an Bildende Künstlerinnen, Künstler und Künstlergruppen sowie bis zu zwei Stipendien an Kuratorinnen und Kuratoren mit Wohnsitz in Köln vergeben.

Bewerbungskriterien

Kriterien für die Stipendienvergabe sind die Qualität bisheriger künstlerischer beziehungsweise kuratorischer Arbeiten und die Qualität des Recherche-/Arbeitsvorhabens. Eine Bewerbung kann jährlich stattfinden, eine Förderung aber nur alle zwei Jahre. Eine zeitgleiche Bezuschussung durch eine unserer Projektförderungen oder ein weiteres städtisches Stipendium ist ausgeschlossen.  

Die Jury

Über die konkrete Vergabe entscheidet eine unabhängige fünfköpfige Fachjury. Sie besteht aus Kuratorinnen und Kuratoren, Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern. Die Besetzung rotiert regelmäßig in Abstimmung mit uns. Das soll den Mitgliedern einen unabhängigen Blick von außen auf die Kölner Szene garantieren.

Das Stipendium umfasst ein abschließendes Treffen aller Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Temporary Gallery, bei dem die Recherche- und Arbeitsergebnisse im Fachkreis kurz vorgestellt und diskutiert werden. Gleichzeitig soll die Abschlussveranstaltung der weiteren Vernetzung und dem fachlichen Austausch untereinander dienen.

Ausschreibung

Informationen zu den Stipendien, zur jährlichen Ausschreibung, dem Bewerbungsverfahren und dem zur Bewerbung notwendigen Online-Formular erhalten Sie hier:

Kulturwerk des Bundesverbands Bildender Künstler Köln e. V.

Ansprechpartnerin und Kontakt:

Petra Gieler

Mathiasstraße 15

50676 Köln

Telefon 0221 / 258-2113

(Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 15 bis 18 Uhr) 

 

E-Mail an Petra Gieler Alle Informationen und Unterlagen

Ansprechpartnerin und Kontakt im Kulturamt:

Nadine Müseler

Referentin für Bildende Kunst, Neue Medien und Literatur

Telefon 0221 / 221-23643

E-Mail an Nadine Müseler

Stipendien 2019

Zum Bewerbungsschluss Ende Dezember 2019 waren insgesamt 176 Bewerbungen eingegangen. Zwischen der jüngsten Bewerberin und dem ältesten Bewerber lagen 44 Jahre. Mit der jüngsten Stipendiatin, 1990 geboren, und dem ältesten Stipendiaten, 1950 geboren, spiegelt sich dieses breite Altersspektrum auch bei den ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten wieder.

Ebenso in der Wahl ihrer Themen und Medien bilden sie die Vielfältigkeit künstlerischer Praxen ab. Bewegtbildmedien wie Videokunst und künstlerischer Dokumentarfilm sind ebenso vertreten wie fotografische und archivarische Vorhaben. Aber auch performative Ansätze, experimentelle Klangkunst, künstlerische Recherchen sowie weitere konkrete Arbeitsvorhaben werden gefördert.  

Aus einer Vielfältigkeit an Projektvorhaben und einem breitem Spektrum an künstlerischen Medien wählte die Jury folgende dreizehn Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem künstlerischen und zwei aus dem kuratorischen Bereich aus. 

Künstlerinnen/Künstler:

  • Wadim Arkadii
  • Ale Bachlechner
  • Viktor Brim
  • Laurentia Genske/Jule Katinka Cramer
  • Selma Gültoprak
  • Echo Ho
  • Olga Holzschuh
  • Katharina Jahnke
  • Christina Kramer
  • Niels Mlynek
  • Benjamin Ramírez Pérez
  • Şirin Şimşek und
  • Eusebius Wirdeier

Kuratorin/Kurator:

  • Lisa Klosterkötter
  • Thomas Reul

Der Jury gehörten 2019 an:

  • Rochus Aust (Köln, Installationskünstler)
  • Renata Cervetto (Buenos Aires/Berlin, Kuratorin 11. Berlin Biennale)
  • Maurice Funken (Aachen, Direktor Neuer Aachener Kunstverein)
  • Ulrike Möschel (Düsseldorf, Bildende Künstlerin)
  • Aneta Rostkowska (Köln, Direktorin Temporary Gallery Köln, Juryvorsitz)

Vom Kulturamt Köln war Nadine Müseler (Referentin für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien) beratend dabei. Vom Organisationsteam des BBK Köln nahmen Petra Gieler (Geschäftsführung BBK) und Doris Frohnapfel (Vorstandsmitglied BBK) an der Sitzung teil.  

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Stipendien 2020

Bis zur Einsendefrist Mitte November 2020 sind insgesamt 192 Bewerbungen eingegangen. Die Altersspanne der Bewerberinnen und Bewerber lag zwischen den Jahrgängen 1941 und 1995. Das Altersspektrum spiegelt sich auch bei den ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten wieder und liegt zwischen 66 und 29 Jahren.

Ebenso in der Wahl ihrer Themen und Medien bildeten die Bewerbungen die Vielfältigkeit künstlerischer Praxis ab. Multidisziplinäre und medienübergreifende Projekte, Bewegtbildmedien wie Videokunst und künstlerischer Dokumentarfilm waren ebenso vertreten wie malerische, performative, partizipatorische und fotografische Recherche- und Arbeitsvorhaben.

Aus einer Vielzahl an Projektvorhaben und einem breitem Spektrum an künstlerischen Medien wählte die Jury folgende dreizehn Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem künstlerischen und zwei Kuratoren aus.

Künstlerinnen/Künstler:

  • Julia Bünnagel
  • Florian Dedek
  • Brigitte Dunkel
  • Miriam Gossing
  • Marcel Hiller
  • Christof John
  • Lena Ditte Nissen
  • Tammo Lünemann
  • Tobias Maring
  • Btihal Remli
  • Camilo Adolfo Sandoval Mora
  • Vanja Smiljanic
  • Karen Zimmermann

Kuratoren:

  • Patrick Haas
  • Florian Müller

Der Jury gehörten 2020 an:

  • Kris Dittel (Rotterdam, Kuratorin)
  • Maurice Funken (Aachen, Direktor, NAK Neuer Aachener Kunst­verein)
  • Oliver Gather (Düsseldorf, Künstler)
  • Linda Nadji (Köln, Künst­lerin)
  • Aneta Rostkowska (Köln, Direk­torin Temporary Gallery Köln, Juryvorsitz)

Vom Kulturamt Köln war Nadine Müseler (Referentin für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien) beratend dabei. Vom Organisationsteam des BBK nahmen Petra Gieler (Geschäftsführung BBK) und Doris Frohnapfel (Vorstandsmitglied BBK) an der Sitzung teil.

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