Der Else-Falk-Preis würdigt das herausragende Engagement von Frauen, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern beziehungsweise Mädchen und Jungen in Köln einsetzen. Der Preis soll die Öffentlichkeit für das Thema "Geschlechtergerechtigkeit" sensibilisieren, Vorbilder zeigen, die zur Nachahmung animieren, und dazu beitragen, dass Verdienste von Frauen nicht in Vergessenheit geraten. 

Die Preisverleihung findet alle zwei Jahre mit einem Empfang im Rahmen der Feierlichkeiten des Internationalen Frauentags statt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Teilnahmebedingungen und Bewerbungsformular

Bewerben können sich Frauen, die in Köln zum Thema Gleichstellung von Frauen und Männern beziehungsweise Mädchen und Jungen aktiv sind. Die Teilnehmerinnen können sich selbst bewerben oder von Dritten vorgeschlagen werden.

Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2021.

Bei Fragen rund um den Frauenpreis wenden Sie sich an: 0221 / 221-24486 

Bewerbungsformular
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Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess
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Preisträgerin 2020: Frauke Mahr

Als erste Preisträgerin wurde Frauke Mahr von einer 13-köpfigen Jury ausgewählt. Die Preisträgerin engagiert sich seit über 30 Jahren, sowohl beruflich als auch ehrenamtlich, für die Anliegen und Rechte von Mädchen und Frauen. Sie ist geschäftsführende Vorständin im Verein LOBBY FÜR MÄDCHEN und macht in Medien und Netzwerken auf Themen wie den alltäglichen Sexismus, die Pornografisierung der Gesellschaft oder die Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen aufmerksam. 

Die Preisverleihung fand am 6. März 2020 im Historischen Rathaus statt. Nach einer Laudatio von Bettina Böttinger wurde der Preis durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Gleichstellungsbeauftragte Bettina Mötting überreicht. Anschließend konnte sich die Preisträgerin ins Gästebuch der Stadt Köln eingetragen. Musikalisch wurde die Veranstaltung von "Nette Duette", einem Berliner Musiktheater-Ensemble, begleitet. 

Else Falk (1872 bis 1956)

© Archiv Kölner Frauengeschichtsverein

Else Falk leitete von 1919 bis 1933 den Stadtverband Kölner Frauenvereine (heute AKF Köln). Sie war Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Stadtverbände von Rheinland und Westfalen, Vorsitzende des Kölner Vereins Fünfter Wohlfahrtsverband und Vorstandsmitglied des Landesverbandes (heute Der Paritätische Köln / NRW).

Sie gründete und leitete den Verein Müttererholung und Mütterschulung. Sie initiierte vier Rentnerinnenheime für durch Krieg und Inflation verarmte Frauen und begründete die städtische Blindenbibliothek.

Wegen ihrer jüdischen Religionszugehörigkeit wurde sie 1933 von den Nationalsozialisten gezwungen, den Vorsitz niederzulegen. Sie starb in der brasilianischen Stadt São Paulo, in welche sie nach ihrem Brüsseler Exil ausgewandert war.