Neuordnung des Verkehrs und gestalterische Aufwertung der Altstadt

© Stadt Köln
Neue Fußgängerzone Unter Käster

Die Altstadt, die historische Mitte Kölns, befindet sich in einem großen städtebaulichen Entwicklungsprozess. Wir möchten den Bereich der Kulturachse Via Culturalis mit dem Kölner Dom im Norden und der romanischen Kirche Sankt Maria im Kapitol im Süden erheblich aufwerten. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unterstützt dieses Vorhaben mit rund 5,5 Millionen Euro. Als kulturhistorisch wichtiger Stadtraum, der durch bedeutende historische Gebäude und Plätze geprägt ist, werden wir dem Quartier ein neues deutlich erkennbares und ansprechendes Profil geben.

Die Umsetzung des Verkehrsführungskonzepts Altstadt im Mai und Juni 2020 war ein wesentlicher Baustein auf dem Weg dorthin. Zusammen mit gestalterischen Aufwertungen wird die Altstadt in den kommenden Jahren ein neues Gesicht erhalten.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker freut sich auf die Umsetzung des Verkehrsführungskonzeptes und den Auftakt für die Umgestaltung der Altstadt:

Der erste Umsetzungsschritt des Verkehrsführungskonzeptes Altstadt hat mehr als nur Signalwirkung. Wir schaffen Platz für Fahrräder und Fußgängerinnen und Fußgänger und leisten einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität. Wir machen den öffentlichen Raum attraktiver und stärken die Kölner Altstadt langfristig. Das Verkehrsführungskonzept Altstadt weist den Weg zu mehr Platz für Fußgängerinnen, Fußgänger und Fahrradfahrende, genauso wie es lebenswerte Städte, etwa Kopenhagen oder Zürich, umsetzen. Es legt den Grundstein für mehr Lebensqualität im Herzen der Kölner Innenstadt und macht ihre vielen historischen und architektonischen Schätze auf der Via culturalis erlebbar.

Umsetzung von Maßnahmen in der Altstadt

© isotype.com

Im Mai und Juni 2020 haben wir erste Maßnahmen des Verkehrsführungskonzepts Altstadt umgesetzt. Wir haben an den Stellen Fußgängerzonen eingerichtet, an denen keine baulichen Maßnahmen erforderlich waren. Folgende Straßen und Straßenabschnitte sind seitdem Fußgängerzonen:

  • Östlicher Teil der Bolzengasse
  • Östlicher Teil des Heumarktes
  • Hühnergasse
  • Unter Käster
  • Südlicher Teil des Alter Marktes

Zudem haben wir Stellplätze für das Fahrradparken, das Lastenradparken und für Car-Sharing eingerichtet. Die Einrichtung von weiteren Sharing-Angeboten ist vorgesehen.

Wir haben den öffentlichen Raum zudem durch qualitativ hochwertige, mobile Gestaltung wie Begrünung, Stadtmobiliar und, da wo es möglich ist, Außengastronomie aufgewertet und überflüssige Schilder und Poller zugunsten eines aufgeräumteren Stadtbildes entfernt.

Mehr Aufenthaltsqualität und Platz für Fuß- und Radverkehr in der Altstadt Optimierungsmaßnahmen für das Laden und Liefern

Das Konzept im Überblick

Die Planung zum Verkehrsführungskonzept Altstadt haben wir mit Beteiligung der Anliegenden sowie der Bürger*innen erarbeitet. Neben der reinen Umgestaltung und Aufwertung des öffentlichen Straßenlandes liegen ihr folgende wesentlichen Ziele zugrunde:

  • Stärkung des Fuß- und Radverkehrs
  • Schaffung von zusätzlichen Aufenthaltsflächen
  • Senkung der Verkehrsbelastung und Verminderung des Durchgangsverkehrs
  • Reduzierung von Parkflächen im öffentlichen Straßenraum bei gleichzeitigem Erhalt und guter Erreichbarkeit der Parkhäuser

Das Konzept basiert damit auf den wesentlichen Rahmenbedingungen und Leitgedanken für die Mobilität der Zukunft in Köln, die im Strategiepapier Köln mobil 2025 festgeschrieben sind.

Ausblick

Zwischen Heumarkt und Hermann-Joseph-Platz entsteht an der Pipinstraße eine neue Freitreppe. Diese Treppe zu Sankt Maria im Kapitol wird den südlichen Auftakt der Kulturmeile Via Culturalis stärken und erlebbar machen. Mit dieser städtebaulich bedeutsamen Maßnahme werden wir auch die Verkehrsachse Pipinstraße zwischen Herrmann-Joseph-Platz und Heumarkt umgestalten, sodass der öffentliche Stadtraum zusammenhängend aufgewertet wird.

Bau einer Freitreppe und Umgestaltung der Pipinstraße

Für das erste Quartal 2022 ist die Umgestaltung der Gürzenichstraße geplant. Es handelt sich um den ersten Teilabschnitt, in dem wir die Gestaltungsgrundsätze für die künftige "Via Culturalis" anwenden. Die umfassende Neuordnung und Aufwertung des Straßenraums zwischen Heumarkt und Hohe Straße soll eine zusammenhängende Gestaltung zwischen kulturellen Bauten und geschichtlichen Relikten erreichen. Hierbei wird der gesamte Querschnitt zwischen den Häuserfronten umgebaut. Die Fertigstellung ist bis 2024 geplant.

Umgestaltung der Gürzenichstraße

Weitere Informationen

Haben Sie Fragen?

Wenn Sie Fragen zum Verkehrsführungskonzept Altstadt haben, können Sie uns unter der Telefonnummer 0221 / 221-30288 gerne anrufen.

Wenn Sie Fragen zur Umgestaltung haben, können Sie sich unter der Telefonnummer 0221 / 221-35900 bei uns melden.