Katastermodernisierung

„ALKIS – eine kurze Einführung“
ALKIS bedeutet Amtliches Liegenschaftskataster Informationssystem.
Das Liegenschaftskataster wird in Deutschland seit fast 200 Jahren geführt.

Es ist das Verzeichnis der Liegenschaften, also der Grundstücke und Gebäude, und ist unterteilt in eine Karte, die Liegenschaftskarte ALK, und einen Textteil, das Liegenschaftsbuch ALB. Beides wird heute in Datenbanken geführt.

Kontakt und Erreichbarkeit

Kataster und Geobasisdaten


Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Telefon:
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0221 / 221-24959
E-Mail:
Kataster und Geobasisdaten



Mit dem Projekt ALKIS sollen diese Datenbanken zusammengeführt werden.
Damit wird aus ehemals zwei nur noch ein redundanzfreier Datenbestand. Die Informationen müssen nur einmal vorgehalten und aktualisiert werden.
Durch die Verwendung internationaler Standards wird die Nutzung in externen IT-Systemen erleichtert.

Was bedeutet ALKIS für den Bürger?
Die Inhalte des Liegenschaftskatasters werden zu den unterschiedlichsten Zwecken nachgefragt. Üblich ist zum Beispiel die Abzeichnung der Flurkarte, die von Banken als Teil der Beleihungsunterlagen verlangt wird, oder der Auszug aus dem Liegenschaftsbuch, der bei berechtigtem Interesse den Namen des Eigentümers eines Grundstücks bekannt gibt.
Diese Auszüge werden auch weiterhin in dieser Form angeboten.

Veränderung wird es aber sicherlich in der gewerblichen Nutzung der Informationen des Liegenschaftskatasters geben.
Als Beispiel dienen hier die überregionalen Energieversorger, die künftig bundesweit einheitliche Daten in standardisierter Form bekommen und ihre Leitungsnachweise einpflegen. Damit können sie ihre Aufgaben effizienter erfüllen.

Diese standardisierten Datenmodelle, verbunden mit dem neuen Bezugssystem ETRS 89, ermöglichen gleichzeitig eine Reihe neuer Anwendungen.
So wird die Nutzung der Katasterdaten für Netzplanungen, detailreiche Navigationssysteme, Stadtplanung oder Touristik vereinfacht.
Die Vermessungsverwaltungen sind damit erstmals in der Lage ihre detaillierten Rauminformationen für unterschiedlichste Informationssysteme effizient und einheitlich bereitstellen zu können.

ETRS 89
European Terrestrial Reference System 1989
ist ein dreidimensionales Raumbezugssystem, das von der EU empfohlen wird.
Es können Koordinaten der Grenz- und Gebäudepunkte in einem Koordinatensystem abgebildet werden, das europaweite Gültigkeit hat.
Dies war bisher nicht so. Allein in Deutschland gibt es mehrere Bezugssysteme, da Vermessung Ländersache und dort historisch gewachsen ist.
ETRS89 ist auch das Bezugssystem, das in der Satellitenvermessung mittels GPS eingesetzt wird. GPS wird nicht nur in der Fahrzeugnavigation, sondern auch in der sehr genauen Vermessung der Erdoberfläche, also auch im Bereich der Liegenschaften, verwendet. Somit ist auch hier ein Wechsel des Bezugssystems sinnvoll.

Weitergehende Informationen zu ALKIS und ETRS 89 finden Sie im Internet unter 

www.katastermodernisierung.nrw.de 

ALKIS und ETRS 89 in Köln Die Stadtverwaltung Köln ist durch das Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster in den Prozess der landesweiten Einführung von ALKIS und ETRS89 eingebunden.

Die Vermessungsfachleute dieses Amtes testen zurzeit im Rahmen eines Pilotprojekts eines der Softwareprodukte, die sich um eine Zulassung für die ALKIS-Anwendung bewerben.

Dabei werden die Programme privater Anbieter auf Übereinstimmung mit den Vorschriften, Handling und Effizienz getestet.

Ziel ist die Zertifizierung dieser Anwendungen für die hoheitliche Aufgabe „Führung des Liegenschaftskatasters". Gleichzeitig werden die notwendigen Vorarbeiten für eine Migration der bisherigen Daten in das neue Datenmodell durchgeführt.

Es müssen zum Beispiel circa 2 Millionen Grenz- und Gebäudepunkte mit ihren Koordinaten überprüft werden. Gleiches gilt für die ca. 240.000 Flurstücke und 280.000 Gebäude. Die Einführung des ETRS 89 ist für 2009 geplant. Im direkten Anschluss folgt der Übergang von ALK und ALB nach ALKIS.



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