Beschreibung

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Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Kosten für Ihre Wohnung. Es gibt zwei Formen: Wohngeld als Mietzuschuss, sofern Sie eine Wohnung oder ein Zimmer zur Miete bewohnen, oder als Lastenzuschuss, wenn Sie ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung haben.

Hinweis: Mit einem positiven Wohngeldbescheid können Sie Ihre Berechtigung für einen KölnPass und für Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz nachweisen. Weitere Informationen finden Sie unter Download und Links.

Benötigt werden

  • Wohngeldantrag (Erstantrag/Verlängerungsantrag)

    Sowohl für die Erstbewilligung von Wohngeld als auch für die Weiterbewilligung von Wohngeld ist ein entsprechender Antrag zu stellen. Verschiedene Möglichkeiten, wie Sie diesen finden oder bekommen können, sind unter dem Punkt "Online-Antrag und erforderliche Dokumente" beschrieben.

  • Einkommensnachweis

    Für die Berechnung des Wohngeldes müssen Sie das Einkommen aller Haushaltsmitglieder belegen. Hierzu benutzen Sie bitte den Vordruck für den Einkommensnachweis. Verschiedene Möglichkeiten, wie Sie diesen finden oder bekommen können, sind unter dem Punkt "Online-Antrag und erforderliche Dokumente" beschrieben.

  • Bescheinigung des*der Vermieter*in

    Bei Ihrem ersten Antrag für eine Wohnung legen Sie bitte eine Kopie der relevanten Seiten des Mietvertrages vor. Wir benötigen die Seiten aus denen die folgenden Angaben ersichtlich sind: Der*die Vermieter*in; die Höhe und Zusammensetzung der Miete; die Größe der Wohnung; der Mietbeginn; die Unterschriften der Vertragsparteien. Bitte senden Sie uns nicht den kompletten Mietvertrag mit allen Anlagen und Erläuterungen zu. Bei Folgeanträgen können Sie den Vordruck "Vermieter*innenbescheinigung" nutzen um die aktuelle mietvertragliche Situation zu belegen. Unter dem Punkt "Online-Antrag und erforderliche Dokumente“ haben wir beschrieben, wo Sie den Antrag finden oder bekommen können.

  • Nachweis über die Zahlung der Miete

    Letzte Mietquittung oder letzter Kontoauszug - Bitte reichen Sie uns diese Nachweise ausschließlich in Kopie ein.

Voraussetzungen für Wohngeld

Um einen Zuschuss zu bekommen, müssen Sie als Wohnungsinhaber*in den Wohnraum selbst bewohnen und die Miete oder Belastung dafür aufbringen. Ob und in welcher Höhe Sie Wohngeld erhalten können, hängt zunächst von der Zahl der Haushaltsmitglieder ab. Je mehr Personen in Ihrer Wohnung wohnen, desto höher kann die anzuerkennende Miete (ohne Heiz- und Warmwasserkosten) sein. Seit 1. Januar 2021 wird eine Pauschale zur Entlastung bei den Heizkosten berücksichtigt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die maximal zu berücksichtigende Miete in Abhängigkeit zur Anzahl der Haushaltsmitglieder.

Haushalts-
mitglieder
12345

Jede weitere

Person

Miethöhe591 €716 €853 €995 €1.137 €+ 143 €

Betrag zur
Entlastung 
bei den
Heizkosten
ab 1. Januar 2021

14,40 €18,60 €22,20 €25,80 €29,40 € 

 

Je höher die zu berücksichtigende Miete ist, desto höher ist die Einkommensgrenze, bis zu deren Höhe ein Wohngeldanspruch besteht.

Grundlage der Berechnungen bildet das Bruttoeinkommen (ohne Kindergeld). Von dem Bruttoeinkommen sind jeweils 10 Prozent anrechnungsfrei, wenn Sie von dem Einkommen

  • Steuern
  • Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und/oder
  • Rentenversicherungsbeiträge zahlen müssen.  

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick, bis zu welcher Einkommenshöhe ein Wohngeldanspruch in Betracht kommt, sofern die tatsächlich zu zahlende Miete die obengenannte Mietobergrenze erreicht oder überschreitet.

 Übersicht der Einkommensgrenzen (ab 1. Januar 2022)   

Anzahl
(1)
 30% Abzug
(2)
20% Abzug
(3)
 
  10% Abzug
(4)
0% Abzug
(5)

1

1.738 Euro

1.531 Euro

1.295 Euro

1.158 Euro

2

2.355 Euro

2.071 Euro

1.775 Euro

1.590 Euro

3

2.828 Euro

2.485 Euro

2.143 Euro

1.921 Euro

4

3.615 Euro

3.173 Euro

2.755 Euro

2.472 Euro

5

4.102 Euro

3.600 Euro

3.134 Euro

2.813 Euro

6

4.579 Euro

4.017 Euro

3.505 Euro

3.146 Euro

 

(1) Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder

(2) zum Beispiel Arbeitnehmende, unter Berücksichtigung eines Werbungskosten Pauschbetrages von 1.000 Euro jährlich

(3) zum Beispiel Beamt*innen, unter Berücksichtigung eines Werbungskosten Pauschbetrages von 1.000 Euro jährlich

(4) zum Beispiel Rentner*innen, unter Berücksichtigung eines Werbungskosten Pauschbetrages von 102 Euro jährlich

(5) zum Beispiel ALG I

Beispiele: 

  1. Eine vierköpfige Familie (Arbeitnehmer*innen, 2 Kinder) mit einem Bruttoerwerbseinkommen von 3.500 Euro und 1.000 Euro Kaltmiete hat einen Anspruch auf Wohngeld, da die Miete entsprechend hoch und das Einkommen unterhalb der Einkommensgrenze liegt. Je geringer die Miete ist, desto niedriger sind die Einkommensgrenzen.
  2. Eine Beamtin, die als Alleinverdienerin eine 4-köpfige Familie ernährt, hat mit einem Bruttogehalt von 3.300 Euro und 1.000 Euro Kaltmiete hingegen keinen Anspruch auf Wohngeld, da keine Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen sind und daher nur 20 Prozent des Einkommens anrechnungsfrei bleiben.
  3. Ein Ehepaar, das zusammen 1.700 Euro Rente erhält und eine Kaltmiete von 700 Euro zahlen muss, hat wiederum einen Anspruch auf Wohngeld.

Die obige Tabelle sowie die Beispiele sind aber nur grobe Anhaltspunkte. Individuelle Freibeträge, wie zum Beispiel für eine Schwerbehinderung, haben wir hier noch nicht berücksichtigt.

Einen unverbindlichen Wohngeldrechner bietet das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen an. Sie finden ihn unter der Überschrift "Downloads und Infos".

Wohngeldantrag und erforderliche Dokumente

Die erforderlichen Vordrucke können Sie auf verschiedenen Wegen finden beziehungsweise erhalten.

  • Online-Antrag

    Sie können den Antrag direkt mittels des Wohngeldrechners stellen. Hierfür gehen Sie bitte unter dem Punkt "Downloads und Infos" auf den hinterlegten Link. Nach der Berechnung können Sie direkt über das Tool mit Ihren Angaben einen Online-Antrag stellen. Der Antrag wird dann automatisch vom Ministerium an die zuständige Wohngeldstelle weitergeleitet. Eine Unterzeichnung des Antrags ist in diesem Fall nicht erforderlich. Sie können auch über die Internetseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Wohngeldrechner gelangen. Dort finden Sie unter dem Punkt "Wohngeld mit dem Wohngeldrechner bestimmen und online beantragen" den Link zum Tool.
  • Antrag zum Download

    Hierfür gehen Sie bitte unter dem Punkt "Downloads und Infos" auf den hinterlegten Link und öffnen somit die Internetseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Dort finden Sie unter dem Punkt "Wohngeld mit Hilfe von Antragsvordrucken per Post beantragen" am Computer ausfüllbare Antragsvordrucke. Diesen können Sie sich herunterladen und dann ausgefüllt und unterschrieben an die Wohngeldstelle senden.
  • Anforderung per Telefon

    Hierzu melden Sie sich bitte telefonisch bei der Wohngeldstelle oder beim Bürgertelefon und bitten unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Anschrift um Übersendung eines Antrags. Das Bürgertelefon erreichen Sie unter der Rufnummer 115 oder unter der 0221 / 2210.
  • Anforderung per E-Mail

    Hierzu senden Sie bitte eine E-Mail mit dem entsprechenden Wunsch an die folgende E-Mail-Adresse:
Poststelle Wohngeld

Antragstellung per E-Mail, Post, Fax oder Kontaktformular

Sofern Sie nicht die Variante des Online-Antrags wählen, können Sie uns den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag sowohl per E-Mail als auch per Post oder per Fax sowie auch über das sichere Kontaktformular zusenden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie weiter unten. Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, bitte beachten Sie das Folgende:

Versand per E-Mail und über das sichere Kontaktformular

Den ausgefüllten, unterschriebenen und gescannten Antrag können Sie uns auch per E-Mail an zusenden an:

Poststelle Wohngeld

Wir bitten Sie, in der E-Mail selbst nur Text zu versenden. Dokumente und Fotos fügen Sie bitte ausschließlich als Anlage in einem der folgenden Dateiformate bei: PDF, TIFF, PNG, JPG. Wir können keine Dateien aus einem Internet-Datenspeicher (Cloud) herunterladen.

Versand per Post

Die Wohngeldstelle hat die e-Akte eingeführt. Wir können Ihre Post daher schneller verarbeiten, wenn Sie folgende Hinweise beachten:

  • Übersenden Sie bitte ausschließlich Kopien. Diese werden gescannt und elektronisch übermittelt. Die Kopien werden dann vernichtet; eine Rücksendung ist nicht möglich.
  • Heften oder klammern Sie lose Blätter bitte nicht zusammen
  • Verwenden Sie bitte Papier im DIN-A4-Format; vermeiden Sie kleine (Klebe-)Zettel
  • Verwenden Sie bitte kein farbiges oder kariertes Papier
  • Verwenden Sie für Ihre Kopien bitte kein "Schmierpapier" (bedruckte Rückseiten)
  • Verwenden Sie bitte keine Textmarker; unterstreichen Sie stattdessen den Text  

Die Postanschrift lautet:

Stadt Köln
Wohngeld
50605 Köln 

Versand per Fax

Die Faxnummer lautet: 0221 / 22125263

Verlängerung der Bewilligung

Wohngeld wird nur zeitlich befristet bewilligt. Bitte achten Sie darauf, wann die Bewilligung Ihres Wohngeldes endet und stellen Sie rechtzeitig – rund 2 Monate vor Ablauf – einen Verlängerungsantrag. Erläuterungen wo und wie Sie diesen Antrag und diverse Anlagen erhalten können, finden Sie unter dem Punkt "Online-Antrag und erforderliche Dokumente".

Aktuelles

Freibeträge vom Renteneinkommen

Zuletzt gab es von Bürger*innen viele Nachfragen zu den Freibeträgen vom Renteneinkommen nach § 17a Wohngeldgesetz (WoGG). Daher möchten wir Sie über den Inhalt der Regelung und die notwendigen Verwaltungsvorgänge informieren:

Laut § 17a WoGG gibt es bei der Berechnung des Wohngelds Freibeträge vom Renteneinkommen, wenn Sie Anspruch auf Grundrentenzuschlag bei mindestens 33 Jahren Rentenanwartschaft haben.

Dieser Freibetrag kann erst bewilligt werden, wenn der Wohngeldstelle eine Entscheidung des zuständigen Rententrägers über den Grundrentenzuschlag vorliegt.

Das ist aktuell häufig noch nicht der Fall. Die Rententräger*innen müssen zunächst noch eine Vielzahl von Rentenbescheiden überprüfen. Die Verbesserungen durch den Freibetrag gelten zwar schon seit Januar 2021. Weil die Überprüfung aber so zeitaufwendig ist, können sie erst ab der zweiten Jahreshälfte 2021 schrittweise bewilligt werden.

Die Rententräger*innen werden – rückwirkend zum 1. Januar 2021 – den Grundrentenzuschlag berechnen und auszahlen. Die Wohngeldstelle muss diese Entscheidung über den Grundrentenzuschlag abwarten. Sie darf erst über den Freibetrag nach § 17 a WoGG entscheiden, wenn sie durch den jeweiligen Rententräger die Mitteilung erhalten hat, dass die Voraussetzungen vorliegen. Ihnen wird dann – ebenfalls rückwirkend zum 1. Januar 2021 – der Freibetrag nach § 17 a WoGG gewährt.

Bitte warten Sie die Entscheidung des Rententrägers ab. Es hat aktuell keine Aussicht auf Erfolg, einen Widerspruch gegen Wohngeldbescheide ohne Freibetrag zu erheben. Ebenso ist es nicht zielführend, wenn Sie jetzt schon Ihren Rentenverlauf oder Teile davon bei der Wohngeldstelle einreichen. Die Wohngeldstelle entscheidet ausschließlich aufgrund von Mitteilungen der Rententräger. 

Eingeschränkte telefonische Erreichbarkeit

Aufgrund der Corona-Pandemie verlängern sich leider immer noch die gewohnten Bearbeitungszeiten Ihres Antrages. Um die Bearbeitungsdauer so kurz wie möglich zu gestalten, können wir für Sie leider nur in eingeschränkten Zeiten telefonisch zur Verfügung stehen.
Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr.

Vorsprache

Eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich!

Sofern Sie trotzdem eine persönliche Beratung wünschen, stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Klärung Ihres Anliegens zur Verfügung.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind persönliche Vorsprachen derzeit nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Wenden Sie sich daher bitte zunächst telefonisch an Ihre Ansprechperson und schildern Sie Ihr Anliegen.

Leider können Sie uns derzeit nur zu eingeschränkten Zeiten von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr telefonisch erreichen.  

Sofern eine telefonische Klärung nicht möglich ist, vereinbaren wir einen Gesprächstermin mit Ihnen, zu dem Sie eine Terminbestätigung erhalten. Bitte bringen Sie diese Bestätigung zum Termin mit. Sie erhalten damit Zugang zum Dienstgebäude (Bezirksrathaus Lindenthal, Aachener Straße 220, 50931 Köln). Sollten Sie den Termin nicht oder nicht rechtzeitig wahrnehmen können, müssen Sie einen neuen Termin vereinbaren.

Gebühren

Es fallen keine Gebühren an.

Rechtliche Voraussetzungen

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Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Downloads und Infos

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1, 7 und 13 (Haltestelle Aachener Straße / Gürtel)
Bus-Linie 140 (Haltestelle Aachener Straße / Gürtel)

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