Beschreibung

m die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung zu erlangen, stehen mehrere Rechtsgrundlagen zur Verfügung, die überwiegend im Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) geregelt sind.

Wenn Sie beabsichtigen sich einbürgern zu lassen, stehen wir Ihnen beratend zur Seite.

Die nachfolgend aufgeführten Unterlagen müssen Sie in jedem Fall einreichen. Bei der Beratung kann sich aber herausstellen, dass weitere Unterlagen erforderlich sind.

Voraussetzungen für eine Einbürgerung

  • Sie wohnen in Köln  
    Sie sind mit erstem Wohnsitz in Köln gemeldet. Ein Zweitwohnsitz ist nicht ausreichend.
  • Sie leben schon längere Zeit in Deutschland
    Ununterbrochener rechtmäßiger Aufenthalt seit mindestens 
    • acht Jahren oder
    • sieben Jahren mit abgeschlossenem Integrationskurs,
    • sechs bis sieben Jahren bei besonderen Integrationsleistungen,
    • drei Jahren, wenn Sie seit mindestens zwei Jahren mit einem*einer Deutschen verheiratet sind oder eine Lebenspartnerschaft geschlossen haben,
    • sechs Jahren 
      unter bestimmten Bedingungen kann die erforderliche Aufenthaltszeit auf sechs Jahre verkürzt werden. Hierzu beraten wir Sie gerne.

      Wenn Ihre Ehefrau oder Ihr Ehemann oder Ihre Kinder zusammen mit Ihnen einen Antrag stellen, gelten für diese kürzere Fristen. 

      Achtung: Duldungszeiten werden nicht auf die erforderliche Aufenthaltsdauer angerechnet.
  • Ihre Identität und Staatsangehörigkeit sind geklärt
  • Sie bekennen sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
  • Sie haben einen der folgenden Aufenthaltstitel 
    • Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltstitel (NICHT ausreichend sind §§ 16a, 16b, 16d, 16e, 16f, 17, 18d, 18f, 19, 19b, 19e, 20, 22, 23 Absatz 1, den §§ 23a, 24, 25 Absatz 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes) 
    • Freizügigkeit – Staatsangehörige*r eines Staates des Europäischen Union oder gleichgestellte*r Staatsangehörige*r eines Staates des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), das wären Island, Lichtenstein, Norwegen, oder der Schweiz
    • Blaue Karte EU
  • Sie verfügen über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Sie verfügen über ausreichende Kenntnisse der Rechts-und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland
  • Sie beziehen kein Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe 
    Sie und Ihre Familie erhalten keine Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt. 
  • Sie sind bereit, Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben
  • Sie sind nicht wegen einer Straftat verurteilt worden 
    Sie wurden nicht zu Geldstrafen über 90 Tagessätzen oder Haftstrafen über drei Monate zur Bewährung verurteilt. Auch geringere Strafen können ein Hindernis sein, wenn ein antisemitisches, rassistisches, fremdenfeindliches oder sonstiges menschenverachtendes Motiv festgestellt wurde. 

Benötigte Unterlagen für eine Einbürgerung

  • Einbürgerungsantrag – diesen finden Sie unter Download und Infos. Sie können ihn ausdrucken und ausfüllen. 
  • Aktuelles Foto des Nationalpasses
  • Lebenslauf – Er sollte einen kompletten schulischen und beruflichen Werdegang enthalten. Sollten Sie sich in einem Verein oder einer Organisation ehrenamtlich betätigen, nehmen Sie dies bitte auf, wenn Sie besondere Integrationsleistungen geltend machen wollen.
  • aktuell gültiger Nationalpass oder Reiseausweis -  Kommen Sie nicht aus einem Land, dass der Europäischen Union angehört, dann benötigen wir zusätzlich den aktuellen Aufenthaltstitel. 
  • Geburtsurkunde – Sollten Sie nicht in Deutschland geboren sein und daher nicht über eine deutsche Geburtsurkunde verfügen, ist eine internationale Geburtsurkunde oder die Originalurkunde mit beglaubigter Übersetzung vorzulegen. Für den Fall, dass Sie in Köln geboren wurden und eine aktuelle Urkunde benötigen, können Sie den Online-Service des Standesamtes nutzen. Einen entsprechenden Link finden Sie auf dieser Seite unter Download und Infos.
  • Weitere Identitätsnachweise – Sofern Ihr Herkunftsstaat weitere Identitätsdokumente, wie beispielsweise einen Staatsangehörigkeitsausweis oder eine Personal-/Identitätskarte ausstellt, benötigen wir diese ebenfalls im Original und mit beglaubigter Übersetzung.
  • Weitere Urkunden – Falls Sie nicht ledig sind, benötigen wir die Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde oder eine beglaubigte Abschrift/einen beglaubigten Auszug aus dem Familienbuch.
  • Nachweis der Deutschkenntnisse – Ihre Deutschkenntnisse weisen Sie entweder durch einen Abschluss einer allgemeinbildenden deutschen Schule nach (Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule) oder Sie legen ein Deutsch-Zertifikat mit dem Niveau B 1 vor. Das Deutsch-Zertifikat muss von einem*einer Telc (The European Language Certificates)-Träger*in ausgestellt worden sein, zum Beispiel von der Volkshochschule Köln. 
  • Nachweise der staatsbürgerlichen Kenntnisse – Ihre staatsbürgerlichen Kenntnisse weisen Sie entweder durch einen Abschluss einer allgemeinbildenden deutschen Schule nach (Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule) oder Sie legen den Nachweis eines erfolgreich abgeschlossenen Einbürgerungstests vor.

    Den Einbürgerungstest können Sie in Köln zum Beispiel an der Volkshochschule machen. Einen Link hierzu finden Sie auf dieser Seite unter Download und Infos. 
  • Einkommensnachweise
    • Sind Sie Arbeitnehmer*in benötigen wir den aktuellen Arbeitsvertrag sowie die Lohn-/Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate.
    • Sind Sie selbstständig tätig benötigen wir einen Kranken-und Pflegeversicherungsnachweis sowie einen Nachweis zur Alterssicherung, die Gewerbeanmeldung, einen aktuellen Einkommenssteuerbescheid sowie eine formlose Bescheinigung des*der Steuerberater*in über die Netto-Einkünfte der letzten sechs Monate.
    • Sind Sie Auszubildende*r, benötigen wir den aktuellen Ausbildungsvertrag sowie die Lohn-/Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate. 
    • Sind Sie Vollzeitstudent*in, dann benötigen wir die aktuelle Immatrikulationsbescheinigung Ihrer Hochschule beziehungsweise Universität. 
  • Bescheinigungen
    • Wohnen Sie zur Miete, benötigen wir Ihren Mietvertrag, mit allen vorliegenden Ergänzungen.
    • Reichen Sie zusätzlich einen aktuellen Rentenversicherungsverlauf von der Deutschen Rentenversicherung ein. 

So finden Sie uns

Die Einbürgerungsabteilung befindet sich in Kalk auf der Dillenburger Straße 56-66, 51105 Köln.

Vorsprachen sind nur mit Einladung möglich.

Kommt eine Einbürgerung für mich in Frage?

Bevor Sie sich weiter mit dem Thema Einbürgerung beschäftigen, sollten Sie sich darüber informieren, ob Ihre Einbürgerung grundsätzlich möglich ist. 

Gerne können Sie auch den Online-Quick-Check nutzen, um Ihre Erfolgsaussichten auf die Einbürgerung zu überprüfen. Der Online-Quick-Check wird vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration zur Verfügung gestellt.

Online-Quick-Check Einbürgerung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration

Antragstellung

Für die Antragsabgabe benötigen Sie immer einen Termin.

Den erhalten Sie von unseren Mitarbeitenden bei der Erstberatung, oder Sie schicken uns eine E-Mail mit der Bitte um Terminvereinbarung:

Kontaktadresse der Einbürgerung für die Antragsabgabe

Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine Terminvergabe aktuell nach einer Wartezeit von circa sieben bis acht Monaten möglich. Sie erhalten einen Termin, sobald alle Anfragen bearbeitet sind. Wir danken für Ihr Verständnis.

Zum Termin müssen Sie alle Unterlagen im Original und in Kopie vorlegen. Dokumente in ausländischer Sprache müssen von einem*r beeidigten Dolmetscher*in übersetzt werden. 

Nach Abgabe Ihrer Unterlagen müssen wir noch weitere Behörden einschalten, deren Bearbeitungszeiten wir nicht beeinflussen können. Sobald die Stellungnahmen vollständig vorliegen, wird über Ihren Einbürgerungsantrag entschieden.

Sie erhalten dann eine Einbürgerungszusicherung, damit Sie aus Ihrer Heimatstaatsangehörigkeit entlassen werden können. Sollte in Ihrem Fall kein Entlassungsverfahren notwendig sein, wird die Einbürgerungsurkunde ausgestellt. Ob auf das Entlassungsverfahren verzichtet werden kann, entnehmen Sie bitte den folgenden Bestimmungen:

 

Ausnahme vom Entlassungsverfahren

Dauer des Einbürgerungsverfahrens

Sie erhalten innerhalb von sechs Wochen nach Antragstellung eine Eingangsbestätigung per Post. 

Die Bearbeitungsdauer nach Antragstellung beträgt ungefähr sechs bis acht Monate. Von vorzeitigen und mehrfachen Anfragen zum Sachstand, bitten wir daher abzusehen. 

Aushändigung der Einbürgerungsurkunde

Nachdem die Einbürgerungsurkunde fertiggestellt ist, wird sie an das Bezirksamt gesendet, das für Sie zuständig ist. Von dort werden Sie zu einer feierlichen Veranstaltung zur Aushändigung eingeladen.

Vor der Aushändigung leisten Sie ein mündliches Bekenntnis auf das Grundgesetz in Form eines feierlichen Eides.

Nach Ihrer Einbürgerung können Sie direkt Ihren neuen Pass beantragen.

Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Anschreiben, das Ihnen Ihr Kundenzentrum zuschicken wird.

Weitere Links zu den Themen Integration und Einbürgerung

Vorsprache

Sollten bei Ihnen noch Unklarheiten bestehen, empfehlen wir Ihnen eine persönliche Beratung. Schreiben Sie uns und unsere Kolleg*innen werden sich schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Nach der Beratung erhalten Sie per E-Mail oder per Post ein Merkblatt mit allen wichtigen Informationen und Unterlagen für die Antragstellung, sowie den Antragsvordruck.

Die Annahme des Einbürgerungsantrages erfolgt nur nach Termin!

E-Mailadresse für Anfragen zur Beratung Einbürgerung

Gebühren

Die Einbürgerungsgebühr beträgt 255 Euro pro antragstellender Person.

Für minderjährige Kinder, die mit eingebürgert werden und kein eigenes Einkommen haben, reduziert sich die Gebühr auf 51 Euro.

Bitte beachten Sie: Bei Antragstellung sind 75 Prozent der Verwaltungsgebühren zu bezahlen. Falls Ihr Antrag abgelehnt wird, werden diese 75 Prozent nicht erstattet! Lassen Sie deshalb vorher in der Beratung prüfen, ob Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat.

Rechtliche Voraussetzungen

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Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Downloads und Infos

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Kalk Kapelle, rollstuhlgerecht)
Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Kalk Post, rollstuhlgerecht)
Bus-Linie 150 (Haltestelle Kalk-Karree)
Bus-Linie 159 (Haltestellen Kalk Kapelle und Kalk Post)
S-Bahn-Linien S 12 und S 13 (Haltestelle Trimbornstraße, nicht rollstuhlgerecht)

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