Beschreibung

Amtsapotheker*innen sind zuständig für die Überwachung des Arzneimittel- und Betäubungsmittelverkehrs sowie des Gefahrstoffeinzelhandels. Sie können sich bei Beschwerden an die Amtsapotheker*innen wenden.

Arzneimittelverkehr

Arzneimittel sind Waren besonderer Art. Die Sicherheit, Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Arzneimittel muss zum Schutz der Verbraucher*innen stets gewährleistet sein. Deshalb unterliegt der Handel mit Arzneimitteln einer Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen, die von den Amtsapotheker*innen überwacht werden.

In Apotheken kontrollieren die Amtsapotheker*innen den Verkehr mit Arzneimitteln, deren Herstellung und Prüfung. Sie achten auch darauf, dass nur besonders qualifiziertes, pharmazeutisches Personal für die Beratung über Arzneimittel eingesetzt wird. In der Apotheke muss ständig ein*e Apotheker*in anwesend sein.

Was in Apotheken zur Arzneimittelsicherheit getan wird, finden Sie hier:

Arzneimittel

Außer in Apotheken können freiverkäufliche Arzneimittel auch in Drogerien, Drogeriemärkten, in der Gesundheitsabteilung von Supermärkten und auf Wochenmärkten erworben werden. In diesen Einzelhandelsgeschäften werden keine Arzneimittel hergestellt, sondern ausschließlich Fertigarzneimittel angeboten. Hier achten die Amtsapotheker*innen besonders darauf, dass die Medikamente nicht über das Verfalldatum hinaus in den Verkehr gebracht werden und dass eine sachkundige Person immer zur Beratung zur Verfügung steht.

Manche Ärzt*innen geben ihren Patient*innen Arzneimittel als unverkäufliche Muster mit. Auch bei diesen Medikamenten ist es wichtig, dass das Verfallsdatum nicht überschritten ist. Deshalb überwachen die Amtsapotheker*innen im Verdachtsfall auch Arztpraxen auf überlagerte Arzneimittel.

Betäubungsmittelverkehr

Betäubungsmittel sind ganz besondere Arzneimittel, die wegen eines möglichen Suchtpotenzials sehr strengen gesetzlichen Bestimmungen unterliegen.

Die Amtsapotheker*innen haben für die Sicherheit der Betäubungsmittel und die Kontrolle des Betäubungsmittelverkehrs Sorge zu tragen.

Sie überwachen die Lagerung der Betäubungsmittel in Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken, bei Rettungsdiensten und sonstigen Lagerstätten.

Sie achten darauf, dass in den entsprechenden Einrichtungen die Dokumentation über Verbleib und Bestand von Betäubungsmitteln exakt geführt wird, damit der Weg eines jeden Betäubungsmittels bis zu den Patient*innen hin nachvollzogen werden kann. Diese Kontrollmaßnahmen sind erforderlich, damit Betäubungsmittel nicht in dunkle, illegale Kanäle gelangen.

Sie kümmern sich auch um die Substitutionsprogramme (Methadon und Heroin) bei niedergelassenen Ärzt*innen und Drogenambulanzen und sorgen dafür, dass die betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften zum Schutz der Patient*innen eingehalten werden.

Gefahrstoffüberwachung des Einzelhandels

Zum Schutz des Menschen und der Umwelt sind Vorschriften erlassen worden, schädliche Einwirkungen gefährlicher Stoffe und Gemische erkennbar zu machen, sie abzuwenden und ihrem Entstehen vorzubeugen. Mit Gefahrstoffen kommt fast jeder täglich in Kontakt, denn dazu gehören Alltagsprodukte wie WC-Reiniger, Waschmittel, ätherische Öle, Autopflegemittel, Farben, Lacke, Holzschutzlasuren, Grillkohleanzünder, Desinfektionsmittel, Flüssigkeiten für E-Zigaretten, Ameisenköderdosen, Mottenfallen und so weiter. Die Mitarbeitenden des Sachgebiets Arzneimittel-, Apotheken und Gefahrstoffüberwachung kontrollieren auf Einzelhandelsebene den Verkauf von Gefahrstoffen im Sinne des Verbraucherschutzes.

Weitere Informationen zu Gefahrstoffen

Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1, 3, 4, 7, 9, 16 und 18 (Haltestelle Neumarkt)
Bus-Linien 136, 146 (Haltestelle Neumarkt)

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