Was passiert bei einem Großschadensereignis?

Wenn in Köln ein so genanntes Großschadensereignis eintritt, müssen viele Maßnahmen eingeleitet und koordiniert werden. Großschadensereignisse sind zum Beispiel extreme Hochwasser, Erdbeben oder ähnliche Katastrophen.

Wer koordiniert im Krisenfall die Rettungsarbeit?

Im Fall des Falles wird ein so genannter Krisenstab gebildet. Dieser wird für einen begrenzten Zeitraum gebildet und besitzt umfassende Koordinations- und Entscheidungskompetenzen. Er ist sozusagen die organisatorische "Klammer" um alle möglichen Maßnahmen.
Daneben sorgt die Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr Köln dafür, dass die Rettungskräfte alle Maßnahmen ergreifen, um

  • die Gefahr abzuwehren,
  • die Betroffenen zu retten und zu versorgen,
  • die Schäden zu begrenzen.

Wo erhalte ich im Krisenfall Informationen?

Im Falle eines Großschadensereignisses wird der Krisenstab die umfassende Information der Medien und der Bürgerinnen und Bürger organisieren. Die Stadt Köln wird in einem solchen Fall ein Bürgertelefon als zentrale Auskunftsstelle einrichten. Diese Rufnummer wird dann über alle zur Verfügung stehenden Medien bekannt gegeben.

Wann liegt ein Großschadensereignis vor?

Gemäß Gesetzesdefinition ist ein Großschadensereignis dann gegeben, wenn erhebliche Schäden durch ein Hochwasser, einen Chemieunfall, einen Großbrand, einen Massenanfall von Verletzten, einen Sturm, eine Seuche oder einen Terroranschlag verursacht wurden oder drohen und/oder von einem stark erhöhten Gefährdungspotenzial für die Bevölkerung auszugehen ist.

Gesetzliche Grundlagen

Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) vom 17. Dezember 2015 in Verbindung mit dem Runderlass des Innenministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen vom 14. Dezember 2004.