Freitag, 27. 08. 2010 20:00 Uhr

Feuerwehr Köln entsendet Unterstützung in das Münsterland

Auf Anforderung der Bezirksregierung Köln leistete die Feuerwehr Köln am Freitag, 27. August 2010, eine umfangreiche Unterstützung für die von Starkregenfällen und Überflutungen betroffen Landkreise im nördlichen Münsterland.

Als am späten Vormittag die Nachfrage in der Feuerwehrleitstelle eintraf, wurden sofort zwei Wechselladerfahrzeuge samt Anhänger mit Sandsäcken aus Lagern der Stadtentwässerungsbetriebe in der Altstadt und in Sürth befüllt. Diese beiden Transporter konnten, verstärkt um ein Fahrzeug des Führungsdienstes, sehr zeitnah den Weg nach Heek im Kreis Borken antreten.

Weitere Feuerwehrfahrzeuge umliegender Kommunen übernahmen ebenfalls Kölner Sandsäcke. Da auch diese Kapazitäten nicht ausreichten, wurden acht Sattelschlepper privater Speditionen kurzfristig in den Auftrag einbezogen. Bis zum Abend konnten so 17.000 Sandsäcke aus Kölner Beständen verladen und auf die etwa 150 Kilometer lange Fahrt geschickt werden. Darüber hinaus transportierte die Feuerwehr Köln eine komplette Sandsackfüllmaschine samt 80.000 leeren Sandsäcken sowie Abdichtfolie zur Deichsicherung in das Schlechtwettergebiet. Mit dieser Hilfe kann vor Ort noch weiterer Bedarf gedeckt werden.

Im Einsatz waren die Feuerwachen Weidenpesch und Ostheim sowie ein Führungsstab der Berufsfeuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr Köln stellte ebenfalls Führungspersonal. Darüber hinaus unterstützten die Löschgruppen Brück, Strunden und Dellbrück beim Verladen der Sandsäcke. Der Umweltschutzdienst transportierte die leeren Sandsäcke ins Münsterland, während die Löschgruppen Merkenich und Rheinkassel unterstützend die Feuerwache in Weidenpesch besetzten.

Außerdem waren Mitarbeiter der Stadtentwässerungsbetriebe in den beiden Lagern im Einsatz sowie auswärtige Feuerwehrfahrzeuge der Städte Bonn, Leverkusen, Aachen, Düren, Hürth und Brühl.

Der Einsatz vor Ort dauert für die Kölner Kräfte augenblicklich noch an.

Im Stadtgebiet Kölns gab es nur fünf Einsätze im Zusammenhang mit den Niederschlägen, dabei gab es keinen nennenswerten Schaden.


Funktionen