Samstag, 8. 05. 2010

Lagerhallenbrand durch Sportboote in Junkersdorf

Ein Sportboot führte am Samstag, 8. Mai 2010, zu einem Brand einer Lagerhalle an der Horbeller Straße im Gewerbegebiet in Junkersdorf. Um 8:18 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Köln von mehreren Passantinnen und Passanten über einen Lagerhallenbrand in Junkersdorf informiert. Weithin solle Rauch zu erkennen sein.

Die Leitstelle der Berufsfeuerwehr alarmierte sofort die zuständigen Wachen in Lövenich und Lindenthal sowie die Freiwillige Feuerwehr. Die ersten Einsatzkräfte konnten bereits von der Dürener Straße Rauch aufsteigen sehen, der wegen des kühlen und diesigen Wetters nicht abzog.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte quoll Rauch unter der gesamten Dachhaut einer zurückliegenden Lagerhalle hervor. Unter Atemschutz versuchten die Einsatzkräfte sich von einem Tor an der östlichen Seite vorzuarbeiten. Die 80  mal 20 Meter große Halle war jedoch dreifach unterteilt und enthielt Lager für Fördertechnik, Gartenbau sowie Sport- und Kraftfahrzeuge, die einen Durchgang verhinderten. Um die Stahlkonstruktion der Halle und die Lagergüter zu schützen, entschied der Einsatzleiter, unverzügliche alle Tore und Türen aufbrechen und öffnen zu lassen. Dadurch nahm die Rauchentwicklung zwar kurzzeitig zu, jedoch konnte das Feuer schnell im westlichen Drittel lokalisiert und innerhalb weniger Minuten gelöscht werden. In der Halle standen zwei Sportboote im Vollbrand, dadurch war die Halle komplett verraucht, Rußniederschlag fand sich auf allen Wänden und Gütern.

Messungen der Feuerwehr in der Umgebung ergaben während des gesamten Einsatzes keine erhöhten Schadstoffwerte. Die Feuerwehr entrauchte die Halle mit Hochleistungslüftern und konnte so den Schaden begrenzen. Die Kriminalpolizei vermutet als Ursache einen technischen Defekt bei einem der Sportboote, der mit Kraft- und Brennstoffen an Bord zur schnellen Brandausbreitung führte.

Der Einsatz war nach dreieinhalb Stunden beendet. Im Einsatz waren die Löschzüge Lövenich, Lindenthal und Marienburg sowie die Löschgruppe Lövenich und der Umweltschutzdienst der Freiwilligen Feuerwehr, mit dem Führungsdienst 52 Einsatzkräfte und 16 Fahrzeuge.


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