Brand in einem Technikraum der Haltestelle Hansaring
Am Montagabend, 31. August 2009, wurde die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Köln gegen 23:36 Uhr von der Leitstelle der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) über eine Rauchentwicklung im Bereich der Haltestelle Hansaring informiert. Sofort wurden zwei Löschzüge und ein Rettungswagen der nächstgelegenen Feuerwachen Innenstadt und Ehrenfeld sowie zwei Einsatzleitwagen alarmiert.
Parallel zur Anfahrt der Einsatzkräfte wurde der Bahnverkehr durch die KVB eingestellt, wartende Fahrgäste mittels Durchsagen zum Verlassen der Haltestelle Hansaring aufgefordert und die Stromversorgung der Oberleitungen in dem betroffenen Bereich abgestellt.
Etwa 20 Meter südlich der Haltestelle Hansaring in Richtung Christophstraße war im Tunnel eine starke Rauchentwicklung aus einem Technikraum zu bemerken. Daraufhin wurden umgehend weitere Einsatzkräfte und -fahrzeuge anderer Feuerwachen alarmiert, um auch die benachbarten Haltestellen und Notausgänge wegen der zu befürchtenden Rauchausbreitung sperren und kontrollieren zu können.
Die in dem Technikraum brennende Elektrounterverteilung konnte schnell mit mehreren Kohlendioxid-Löschgeräten gelöscht werden.
Allerdings war der Tunnel an dem zwischen den Haltestellen Hansaring und Christophstraße gelegenen Notausgang Adolf-Fischer-Straße stark verraucht. In den Haltestellen Ebertplatz und Christophstraße war nur wenig Brandrauch, in den Haltestellen Friesenplatz und Rudolfplatz gar kein Rauch zu bemerken.
Zur Entrauchung der Tunnelröhren wurden mehrere Überdrucklüfter der Feuerwehr sowie eine im Tunnel vorhandene maschinelle Entlüftungsanlage der KVB eingesetzt. Unterstützt wurde dies gegen Einsatzende durch Stadtbahnzüge, die die Einsatzstelle befuhren und den wenigen restlichen Rauch aus dem Tunnel drückten.
Für eventuelle verletzte oder zu betreuende Personen wurden kurzzeitig bis zu drei Notarzteinsatzfahrzeuge, vier Rettungswagen und der Mannschaftsbus der Feuerwache Porz bereit gestellt. Es kamen jedoch keine Menschen zu Schaden.
Der Fernmeldedienst der Freiwilligen Feuerwehr wurde ebenfalls alarmiert und baute zusammen mit Feuerwehrbeamten der Feuerwache Weidenpesch auf dem Hansaring den großen Einsatzleitwagen auf, richtete Telefonverbindungen ein und bereitete die Führungsräume für die Aufnahme der Einsatzleitung vor. Die Feuerwache Innenstadt wurde durch die Löschgruppe Brück der Freiwilligen Feuerwehr für den Fall etwaiger weiterer Einsätze besetzt.
Während des Einsatzes war nicht nur Zugverkehr eingestellt, es musste auch der Hansaring im Bereich der Stadtbahnhaltestelle in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.
Im Einsatz waren 105 Einsatzkräfte mit 34 Einsatzfahrzeugen von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr (Fernmeldedienst, Löschgruppe Brück), Arbeiter-Samariter-Bund, Deutschem Rotem Kreuz und Johanniter-Unfall-Hilfe.
