Großbrand auf Großmarktgelände
Am Sonntagfrüh wurde die Berufsfeuerwehr gegen 1:30 Uhr zu einem Brand auf dem Gelände des Großmarktes in Raderberg gerufen. Schon auf der Anfahrt wurde aufgrund des Feuerscheines die Alarmstufe erhöht, letzten Endes benötigte der Einsatz Kräfte der Großalarm - Alarmstufe 8.
Es brannte eine in Ziegelbauweise errichtete Lagerhalle von 20 Meter mal 120 Meter Grundfläche, an deren Ende ein zweigeschossiger Verwaltungstrakt angebaut war. In der Halle, die ehemals als Kühlhalle für Obst und Gemüse genutzt wurde, waren Getränke, Spirituosen, Zigaretten, Süßigkeiten und Genussmittel gelagert.
Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Dachhaut durchgebrannt und ein Teil der Stahlbetondachkonstruktion war eingestürzt. Durch die Einsatzkräfte wurde das Feuer in einem umfassenden Außenangriff mit vier Wenderohren über Drehleitern, einem mobiler Werfer, einem B- und fünf C-Rohren bekämpft. Das hierzu benötigte Löschwasser (cirka 12.000 Liter pro Minute) wurde über Schlauchleitungen vom Bischofsweg und der Bonner Straße herangeführt. Gegen 4 Uhr war der Brand unter Kontrolle.
Eine Ausbreitung des Brandes auf angrenzende Lagerhallen konnte verhindert werden. Derzeit finden Nachlöscharbeiten statt und ein großer Lagerkeller unter der Halle wird erkundet. Ein Einsatzende ist nicht absehbar.
Eine große Rauchwolke zog zunächst nach Westen Richtung Kerpen, später drehte der Wind und die Rauchwolke zog über die Innenstadt. Es wurden Luftmessungen durchgeführt, die jedoch keine bedenklichen Werte ergaben. Lediglich in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle wurden kurzzeitig erhöhte Kohlenmonoxidkonzentrationen gemessen.
Im Einsatz waren 150 Einsatzkräfte mit cirka 45 Fahrzeugen der Berufsfeuerwehrwachen Innenstadt, Marienburg, Lindenthal, Ehrenfeld, Lövenich, Weidenpesch, Deutz sowie die Freiwillige Feuerwehr Löschgruppen und Fernmeldedienst, Rodenkirchen, Urbach, Lövenich, Merkenich/Langel- Rheinkassel, Flittard, Dellbrück, Umweltschuitzdienst, Brück, Ensen, Flittard und der Rettungsdienst von Berufsfeuerwehr Köln und Deutschem Roten Kreuz außerdem der Einsatzführungsdienst der Berufsfeuerwehr Köln.
Zur Wachbesetzung waren die Löschgruppen Brück, Ensen, Widdersdorf, Longerich, Fühlingen und Strunden mit 50 Einsatzkräften alarmiert worden und führten insgesamt drei weitere Einsätze durch.
Zeitgleich Brandtote bei Wohnungsbrand
Während dieser Einsatz lief, ging um 4:20 Uhr eine Brandmeldung aus der Dortmunder Straße in Buchforst ein. Eine Wohnung im dritten Obergeschoss stand in Vollbrand. Da noch Menschen in der Wohnung vermutet wurden, kamen Kräfte der Alarmstufe "FEUER2Y" (Menschenrettung) zum Einsatz.
Drei Angrifftrupps mit Pressluftatmern bekämpften mit zwei C-Rohren die Flammen und kontrollierten das Gebäude. Erst bei den Nachlöscharbeiten wurde im Brandschutt die Leiche einer weiblichen Person gefunden, die vollständig verbrannt war. Es handelt sich um die zweite Brandtote des Jahres 2009.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
