Equal Pay Day in Köln - Ein voller Erfolg!

Workshop und Straßenaktion am 24. und 26. März 2010

Equal Pay Day 2010 (© Stadt Köln)Bild vergrößern
Rote Taschen am Infostand Schildergasse

Tausend knallrote Taschen verfehlten ihre Wirkung nicht. Sie symbolisieren die roten Zahlen in den Portemonnaies der Frauen.

Um den Jahresverdienst der Männer zu erreichen, müssen Frauen über den Jahreswechsel hinaus bis zum 26. März arbeiten,

erläuterte Christine Kronenberg, die Kölner Gleichstellungsbeauftragte.

Der Aktionsstand war trotz Regen umlagert von interessierten Kölnerinnen und Kölnern, die sich über die Gründe der Entgeltungleichheit informieren ließen. Vielfach äußerten sich die Frauen sehr persönlich über ihre Erfahrungen mit der ungleichen Entlohnung. Kurz: Das Informationsbedürfnis war groß und die Stimmung am Stand kämpferisch.

Equal Pay Day 2010 (© Stadt Köln)Christine Kronenberg

"Statt Frösche küssen: Kröten zählen"

Unter diesem Titel machte ein Workshop im studio dumont bereits zwei Tage vorher klar: Frauen müssen mutiger und selbstbewusster das Gehalt verhandeln, das sie wert sind.

Zusammen mit neun professionellen Beraterinnen gelang es Kommunikationsexpertin Carmen Thomas, die rund 100 anwesenden Frauen interaktiv und mitreißend auf das Gehaltsgespräch vorzubereiten. Dabei nahm sie auch typische Stolperfallen ins Visier.

Insgesamt gelungene Aktionen zum Equal Pay Day mit sehr viel positiver Resonanz,

so resümieren die Kooperationspartnerinnen von Stadt Köln, Business and Professional Women (BPW) Köln e. V. und den Zonta Clubs Köln.

Aktionsbündnis

In Deutschland hat sich zum Equal Pay Day ein Aktionsbündnis formiert, bestehend aus Wirtschaftsverbänden und Frauenorganisationen, welches sich gemeinsam für den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen einsetzt. Es besteht aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten, der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, dem Deutschen Frauenrat, den Business and Professional Women Germany, dem Verband Deutscher Unternehmerinnen und wird unterstützt vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ursachen für die Entgeltunterschiede

Die Differenz bei den Einkommen ist auf eine Vielzahl von Ursachen zurückzuführen:

  • Frauen zieht es eher in unterdurchschnittlich zahlende Branchen,
  • sie sind seltener in gut dotierten Führungspositionen vertreten,
  • Frauen tragen die Hauptlast der Familienorganisation,
  • sie unterbrechen ihre Berufstätigkeit und kehren häufig in Teilzeit zurück.

Schließlich sind auch staatliche Rahmenbedingungen mitverantwortlich, so zum Beispiel die fehlende flächendeckende, gute und verlässliche Kinderbetreuung und fehlende Ganztagsschulen.

Weitere Informationen zum Equal Pay Day 

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