Gewaltschutzzentren und Hotline

In Köln gibt es zwei Gewaltschutzzentren, jeweils eine im links- und im rechtsrheinischen Bereich. Die Gewaltschutzzentren bieten Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, Beratung und Hilfe nach einer akuten Gewaltsituation an. Sie können sich selbst an die Gewaltschutzzentren wenden oder die Vermittlung erfolgt über die Polizei nach einem Einsatz, wenn Sie damit einverstanden sind.

Außerhalb der Öffnungszeiten der beiden Gewaltschutzzentren können Sie die Hotline, Telefon 0221 / 376490 im Elisabeth-Fry-Haus anrufen. Die Mitarbeiterinnen helfen Ihnen sofort durch Beratung und/oder vermitteln Sie an andere Stellen weiter.

Das rechtsrheinische Gewaltschutzzentrum bietet Beratung in türkischer Sprache an, für weitere Sprachen werden Dolmetscherinnen hinzugezogen.

Rechtsrheinisch

Diakonie Michaelshoven - Gewaltschutzzentrum Kalk, Porz-Finkenberg und Mülheim

Linksrheinisch

Sozialdienst katholischer Frauen - Gewaltschutzzentrum Innenstadt
Elisabeth-Fry-Haus

Frauenhäuser

In Köln gibt es zwei autonome Frauenhäuser. Beide bieten Schutz und Unterkunft für Frauen und deren Kinder, die von körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt betroffen oder bedroht sind. Jede Frau wird unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Aufenthaltsstatus oder ihrer Religionszugehörigkeit aufgenommen.

Aus Sicherheitsgründen sind die Adressen der Häuser nicht öffentlich bekannt. Die Frauenhäuser erreichen Sie telefonisch rund um die Uhr unter folgenden Rufnummern:

1. Autonomes Frauenhaus, Telefon: 0221 / 5155-02

2. Autonomes Frauenhaus, Telefon: 0221 / 5155-54

Sie können sich wahlweise an eines der beiden Häuser wenden und dort zu jeder Tages- und Nachtzeit schnelle und unbürokratische Aufnahme finden. Bei der Flucht sollten Sie, wenn möglich, wichtige Papiere für sich und Ihre Kinder mitnehmen, wie Pässe, Sparbücher, ärztliche Atteste und anderes mehr.

Jedes Haus bietet Platz für maximal 12 Frauen und bis zu 18 Kinder. Jungen können nur bis zum Alter von 12 Jahren aufgenommen werden.

Die Frauenhäuser stellen Ihnen und Ihren Kindern eine sichere Unterkunft zur Verfügung. Im Frauenhaus können Sie und Ihre Kinder während Ihres Aufenthaltes mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen ein Stück der erlebten Gewalt verarbeiten und Ihre Stabilität zurückerlangen. Das interkulturelle Frauenteam spricht außer deutsch noch weitere Sprachen und sorgt bei Bedarf für Dolmetscherinnen.

Sie sind im Frauenhaus für die Gestaltung des Alltags für sich und Ihre Kinder selbst verantwortlich.

In speziell für die Mädchen und Jungen eingerichteten Räumlichkeiten unterstützen Mitarbeiterinnen Ihre Kinder. Diese haben die Gewalt gegen die Mutter miterlebt und sind häufig selbst Opfer.

Frauenhäuser

Frauenhaus Köln
Freie Frauenhausplätze und Informationen für von Gewalt betroffene Frauen in Nordrhein-Westfalen

Elisabeth-Fry-Haus

Im Elisabeth-Fry-Haus befindet sich die Hotline für Opfer häuslicher Gewalt, die außerhalb der Öffnungszeiten der Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt angerufen werden kann.

Das Elisabeth-Fry-Haus ist ein Hilfsangebot für Frauen und Frauen mit Kindern in Köln.

Es gliedert sich in ein Wohn- und Aufnahmeheim sowie in verschiedene Außenwohngruppen. Träger ist der Diakonie Michaelshoven e. V.

Aufgenommen werden:

  • Frauen in akuten Notsituationen
  • Frauen, die von Gewalt betroffen sind
  • Wohnungslose Frauen
  • Frauen mit psychosozialen und/oder wirtschaftlichen Problemen und andere

Eine Aufnahme ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Bei Vollbelegung wird Ihnen in einer Notsituation ein angemessenes Angebot vermittelt.

Elisabeth-Fry-Haus

Frauenberatungsstellen

Die autonomen Frauenberatungsstellen bieten ein frauenspezifisches, soziales und gesundheitsbezogenes Beratungs- und Bildungsprogramm für Frauen an. Sie arbeiten parteilich für Frauen, sind weder konfessionell, noch politisch gebunden und richten ihr Angebot an Frauen unabhängig von ihrem Alter, ihrer Kultur und ihrer Schicht- oder Religionszugehörigkeit. In einem geschützten Rahmen können sich Frauen in allen Lebenslagen kostenfrei Unterstützung, Hilfe, Beratung und Information holen.

Die autonomen Frauenberatungsstellen verstehen sich auch als Fachstellen für von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt betroffene Frauen. Sie können sich direkt in den Beratungsstellen melden, die Beratung ist auf Wunsch völlig anonym.

Die Frauenberatungsstellen sind Anlaufstellen, wenn noch nie die Polizei gerufen wurde oder das momentane Anliegen nicht im direkten Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz oder einer Wegweisung steht.

Das Angebot umfasst:

  • Telefonische Beratung
  • Persönliche Beratung zur Klärung der Situation: Bei häuslicher Gewalt beinhaltet das beispielsweise Informationen über sinnvolles Verhalten in Gefahrensituationen, Erarbeitung eines Sicherheitsplans - wo können Sie bei Gefahr hin -, Informationen über Polizeieinsatz, Wegweisung, Rückkehrverbot, Möglichkeiten des Gewaltschutzgesetzes, soziale Sicherung
  • Krisen- und Orientierungsgespräche
  • Bei Bedarf Begleitung zu anderen Institutionen
  • Gesprächsreihen zur längerfristigen psychosozialen Stabilisierung
  • Themenbezogene Gruppen, zum Beispiel zu Gewalt, Trennung oder Scheidung
  • Vortrags- und Themenabende zum Gewaltschutzgesetz, Trennung oder Scheidung, Unterhalt und mehr
  • Weiterleitung an andere Fachberatungsstellen, Frauenhäuser, Rechtsanwältinnen, Therapeutinnen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Prävention

Beratungsstellen für Frauen

Homepage agisra Köln e. V. / Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen: Beratung und Therapie in verschiedenen Sprachen
Homepage Frauenberatungsstelle FrauenLeben e. V.
Homepage Frauenberatungszentrum Köln e. V.
Homepage Lobby für Mädchen/Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 27 Jahren
Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen/Frauen gegen Gewalt e. V.

Neben den oben aufgeführten autonomen Frauenberatungsstellen gibt es die Frauenberatung Kalk - Der Wendepunkt und deren Außenstellen in Porz-Finkenberg und Mülheim in der Trägerschaft der Diakonie Michaelshoven e. V. Diese ist die einzige rechtsrheinische Frauenberatungsstelle. Die Frauenberatung Kalk bietet auch Beratung in türkischer Sprache an, für andere Sprachen werden Dolmetscherinnen herangezogen.

Frauenberatungsstellen der Diakonie Michaelshoven

Gewalt gegen Frauen betrifft auch immer deren Kinder, auch dann, wenn sich die Gewalt nicht direkt gegen die Kinder richtet. Auskünfte zu Angeboten für von Gewalt bedrohte oder betroffene Kinder erteilt das Jugendamt.

Unterstützungsangebote des Allgemeinen Sozialen Dienstes

Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftat (ASS)

Viele Opfer sind unmittelbar nach einer Sexualstraftat nicht in der Lage zu entscheiden, ob sie Strafanzeige erstatten oder nicht.

In Köln können Sie die Spuren sichern und anonym aufbewahren lassen. Durch diese anonyme Spurensicherung können Opfer nach einer Stabilisierung entscheiden, ob sie Strafanzeige erstatten wollen ohne zu riskieren, dass wichtige Tatspuren verloren gehen.

Wenn Sie Opfer einer Sexualstraftat geworden sind, befinden Sie sich körperlich und psychisch in einer schwierigen Situation. Sie sollten sich auf jeden Fall medizinisch untersuchen lassen, auch wenn Sie selbst keine Verletzungen bemerken.

Bei einer Sexualstraftat stellt sich immer die Frage einer Anzeigenerstattung. Bei vielen Opfern ist dies zunächst mit Angst verbunden oder sie sind auf Grund der traumatischen Erfahrung nicht in der Lage, zeitnah eine Entscheidung zu treffen. Da die Verjährungsfristen in allen Fällen von sexualisierter Gewalt mehrere Jahre betragen (bei Vergewaltigung in der Regel 20 Jahre), haben Sie auf jeden Fall Zeit, sich eine Anzeigenerstattung in Ruhe zu überlegen.

Wichtig für die spätere Beweisführung ist, dass mögliche Tatspuren (zum Beispiel Sperma, Verletzungen) direkt gesichert werden. Im Rahmen der ärztlichen Untersuchung in einer der unten genannten Kliniken stehen Ihnen dabei zwei Wege offen.

  1. Wenn Sie sicher sind, dass Sie direkt eine Anzeige erstatten möchten, bitten Sie die Ärztin oder den Arzt in der Klinik um eine Kontaktaufnahme mit der Kriminalpolizei. Diese leitet dann alle erforderlichen Schritte ein.
  2. Wenn Sie sich eine Anzeigenerstattung zunächst noch nicht vorstellen können und noch mehr Zeit für die Entscheidung brauchen, kann die Ärztin oder der Arzt trotzdem mögliche Tatspuren sichern, sofern Sie damit einverstanden sind. Bitten Sie dann bei der Untersuchung um eine anonyme Spurensicherung (ASS). Ihre Spuren werden mit einer Chiffrenummer anonym im Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln gelagert. Davon erfährt die Polizei nichts.

Überblick über das Verfahren der anonymen Spurensicherung

Sie suchen eines der unten genannten Krankenhäuser auf. Wenn Sie keine Anzeige erstatten möchten, bitten Sie um eine anonyme Spurensicherung. Das Krankenhaus hält ein Spurensicherungsset bereit.

Der ärztliche Untersuchungsbericht mit Ihren Daten verbleibt im Krankenhaus. Die gesicherten Spuren (zum Beispiel Kleidung oder Spermaspuren) werden anonymisiert im Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln gelagert. Sie unterschreiben eine Erklärung, dass Sie eine anonyme Spurensicherung und Lagerung bis zu zwei Jahren wünschen. Davon erhalten Sie eine Durchschrift.

Vor Ablauf der zwei Jahre kann diese Frist auf Ihren Antrag hin verlängert werden. Mit Hilfe der Chiffrenummer, unter der Ihre Spuren anonymisiert gelagert sind, können diese Ihnen beziehungsweise Ihren Akten bei einer späteren Anzeigenerstattung zugeordnet werden.

Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Anzeige erstatten, weisen Sie darauf hin, dass die Tatspuren anonym gesichert wurden. Entbinden Sie die Ärztin oder den Arzt von der Schweigepflicht, damit auch der damalige Untersuchungsbericht verwendet werden darf. Die Polizei kümmert sich dann um die notwendigen Schritte.

Erfolgt keine Anzeige und wird kein Antrag auf Verlängerung der Aufbewahrungszeit gestellt, werden die Spuren nach zwei Jahren vernichtet.

Hintergrundinformationen

Eine Gruppe des Kölner Arbeitskreises "Gegen Gewalt an Frauen und Kindern" hat in Anlehnung an das Modell des AK Opferschutz Bonn/Rhein-Sieg und in Kooperation mit dem Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln ein Verfahren entwickelt, das eine anonyme Spurensicherung nach einer Sexualstraftat ermöglicht. Nach der ärztlichen Untersuchung, einer Verletzungsdokumentation und der Spurensicherung in einem der unten aufgeführten Krankenhäuser werden die Spuren zwei Jahre anonymisiert beim Institut für Rechtsmedizin gelagert. Sofern Sie vor Ablauf dieses Zeitraumes einen entsprechenden Antrag stellen, kann diese Aufbewahrungsfrist verlängert werden. Erfolgt im Zeitraum der Lagerung eine Anzeige, können die Spuren als wichtiges Beweismittel dienen.

Die folgenden Krankenhäuser sichern Spuren im Rahmen der Anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftat (ASS).

Rechtsrheinisch

Frauenklinik Krankenhaus Holweide
Kliniken der Stadt Köln
Neufelder Straße 32
51067 Köln

Gynäkologische Ambulanz
1. Obergeschoss (beim Kreißsaal)
Telefon: 0221 / 8907-2753

Evangelisches Krankenhaus Köln-Kalk
Buchforststraße 2
51103 Köln

Gynäkologische Ambulanz
1. Obergeschoss
Telefon: 0221 / 8289-5305

Krankenhaus Porz am Rhein
Urbacher Weg 19
51149 Köln

Gynäkologische Ambulanz
Telefon: 02203 / 566-1305 oder -1306 
oder 02203 / 566-0 (Zentrale: abends, nachts, Wochenende)

Linksrheinisch

Universitäts-Frauenklinik
Kerpener Straße 34
50931 Köln

Telefon: 0221 / 478-87550 (Poliklinik, 8 bis 16 Uhr)
Telefon: 0221 / 478-4931 (Pforte, über Nacht von 16 bis 8 Uhr, Dienstarzt anfunken lassen)

Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal gGmbh
(ASS für weibliche und männliche Opfer möglich)
Weyertal 76
50931 Köln

Telefon: 0221 / 479-0 Krankenhauszentrale

Zwangsheirat - Du kannst nein sagen!

Ihre Heirat wird oder wurde von anderen bestimmt? Wenn Sie sich in einer enormen Spannungssituation befinden, suchen Sie vielleicht eine vertrauliche und kompetente Ansprechpartnerin. Neben den vielfältigen Angeboten für Opfer von häuslicher Gewalt gibt es auch spezielle Beratungsangebote für Frauen, die von Zwangsheirat bedroht oder bereits betroffen sind.

Zwangsheirat verletzt Menschenrechte!

Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

So formuliert es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 (Artikel 16, Absatz 2). Die selbstbestimmte Wahl der Ehepartnerin oder des Ehepartners ist leider jedoch nicht für alle jungen Migrantinnen und Migranten selbstverständlich!

Wenn Braut oder Bräutigam keine freie Zustimmung zur Ehe gegeben haben, sondern von der Familie oder dem zukünftigen Ehepartner durch Druck zur Ehe gezwungen werden, ist dies eine Menschenrechtsverletzung!

Zwangsheirat findet überall statt, auch in Deutschland. Sie betrifft beide Geschlechter, junge Frauen sind aber zahlenmäßig weitaus stärker betroffen.

Meist wird sie mit bestimmten Kulturen oder Religionen in Zusammenhang gebracht. Heirat unter Zwang kommt aber in unterschiedlich religiösen und ethnischen Gruppen vor, sie überschreitet die Grenzen von Schichten und betrifft sowohl reiche als auch arme Familien.

Das Thema wird gesellschaftlich noch immer unzureichend behandelt. Zwangsheirat wird meist als Problem der betroffenen Migrantenfamilie gesehen.

Beratungsstellen

Agrisra e. V.
Allgemeiner Sozialer Dienst
Caritasverband Köln - Fachdienst für Integration und Migration
Frauenhäuser
Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst des Jugendamts
Gewaltschutzzentren der Diakonie Michaelshoven
Polizei Köln
Reichenspergerhaus
ZIF - Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung

Broschüren

Mut trifft Hilfe: Beratung für Frauen und ihre Kinder in Notsituationen

Die rund 130-seitige Broschüre "MUT trifft HILFE" enthält das komplette aktuelle Hilfsangebot in Köln für Frauen und ihre Kinder in Notsituationen, für die verschiedensten Beratungsbedürfnisse, wie zum Beispiel:

  • Familienkonflikte
  • Schulden
  • Stalking
  • Wohnungslosigkeit
  • Vergewaltigung
  • Essstörungen
  • Verhütungsberatung und Schwangerschaftskonfliktberatung

Die Broschüre wird den Beratungsstellen zur Verfügung gestellt und kann hier als barrierefreie PDF-Datei heruntergeladen werden.

Mut trifft Hilfe
PDF, 3186 kb

Selbstverteidigung - "STARK trifft SICHER"

Menschen, die in der Lage sind, sich gegen gewaltsame Übergriffe zur Wehr zu setzen, sind dabei häufig erfolgreich. Der Einsatz von Selbstverteidigungstechniken stellt eine von vielen Möglichkeiten der Gegenwehr dar. Weitere Faktoren, die zu einem wirksamen Selbstschutz beitragen können, sind beispielsweise das Erkennen und Vermeiden bedrohlicher Situationen wie das Entwickeln geeigneter Handlungsstrategien.

Das Angebot an Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen ist breit gefächert. Um dieses transparenter zu machen, haben wir in Kooperation mit dem Kriminalkommissariat "Vorbeugung" der Polizei Köln einen Info-Flyer entwickelt, der im Kölner Raum praktizierende Trainerinnen, Trainer und Vereine nennt. Die dort aufgeführten Angebote sind auf der Grundlage der von der Polizei und der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) entwickelten Qualitätsstandards geprüft worden.

Stark trifft sicher
PDF, 902 kb

Wir sind gegen Gewalt tätig - Sie auch?

Was können Sie gegen Gewalt an Frauen und Mädchen tun, wie können Sie sich engagieren?

Der erste Schritt dahin, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern, ist der, sie beim Namen zu nennen, sie öffentlich zu machen und zu ächten. Daran können auch Sie mitwirken!

Sorgen Sie mit dafür, dass Täter ihre Taten nicht klein reden und verharmlosen. Geben Sie deutlich zu erkennen, dass Sie Männer, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen verüben, ablehnen. Auch wenn "nur" frauenverachtende Witze und Sprüche zum Besten gegeben werden - machen Sie deutlich, dass Sie dieses Verhalten auf keinen Fall akzeptieren.

Wenn Sie sich darüber hinaus engagieren möchten, es gibt reichhaltige Möglichkeiten. So gibt es Projekte und Vereine, die Gewalt gegen Frauen und andere durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken. Beispiele dafür finden Sie auf unserer Seite "Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Kindern". Diese Projekte können Sie durch Ihre Spende oder eine Vereinsmitgliedschaft unterstützen.

Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Kindern
Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern

Spezielle Vereine aus und in Köln

Terre des Femmes ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Frauen und Mädchen, die durch internationale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Einzelfallhilfe und Förderung von einzelnen Projekten Frauen und Mädchen unterstützt.

Homepage Terre des Femmes

Medica mondiale ist ein 1993 von der Kölner Gynäkologin Dr. Monika Hauser gegründeter gemeinnütziger Verein, der sich für kriegstraumatisierte Frauen und Mädchen einsetzt. In Bosnien, im Kosovo und in Albanien unterhält und unterstützt medica mondiale e. V. Beratungs- und Therapiezentren für durch Folter und Kriegsvergewaltigungen traumatisierte Frauen. Auch in Afghanistan und dem Irak ist der Verein seit 2001 mit verschiedenen Projekten aktiv. In Form von politischer Menschenrechtsarbeit engagiert sich medica mondiale e. V. für kriegstraumatisierte Mädchen und Frauen.

Homepage Medica Mondiale / Wir unterstützen traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten