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Im Projekt Arbeitsorientierte Grundbildung und Grundbildungsberatung in Köln (AoG Köln) haben sich der Lernende Region – Netzwerk Köln e. V., das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren und das Jobcenter Köln zusammengeschlossen. Zudem wird das Projekt von der Agentur für Arbeit Köln unterstützt. Im Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2024 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der AlphaDekade 2016 bis 2026 das Projekt zu 100 Prozent.

 

 

Projektziele

Ziel ist die Etablierung des Themas in der Arbeitsverwaltung und der Arbeitsmarktförderung. Individuelle Beratung für Unternehmen und deren Beschäftigte, passende und förderfähige Grundbildungsangebote etwa für langzeitarbeitslose Menschen sowie grundbildungssensible und informierte Beratungs- und Bildungsfachkräfte sind dabei die wichtigsten Bausteine. Angestrebt wird eine insgesamt bessere Passung didaktisch sinnvoller Grundbildungsansätze mit bestehenden arbeitsmarktpolitischen Förderrahmenbedingungen. Das Vorhaben wird wissenschaftlich begleitet, um am "Modell Köln" Erkenntnisse zu generieren, die sich zukünftig auch auf andere Städte und Regionen übertragen lassen.

Arbeitsorientierte Grundbildung in der kommunalen Arbeitsmarktförderung

Im Amt für Soziales, Arbeit und Senioren ist die kommunale Arbeitsmarktförderung angesiedelt. Hier werden kommunale Lösungen zur Förderung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit für verschiedene Zielgruppen entwickelt und umgesetzt. Für Langzeitarbeitslose besteht etwa die Möglichkeit zur Aufnahme geförderter Beschäftigung bei der Stadt Köln oder ihren Tochterunternehmen oder einer (ergänzenden) Förderung. Dazu zählt auch die Finanzierung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten. Das Projekt AoG Köln setzt hier an und entwickelt integrierbare Grundbildungsmodule, die im Rahmen der kommunalen Arbeitsmarktförderung erprobt und evaluiert werden. Interessierte Beschäftigungs- und Bildungsträger*innen unterstützen die Entwicklungsarbeit der Module. Die anschließende Durchführung der Grundbildungsangebote wird durch städtische Mittel finanziert.

Arbeitsorientierte Grundbildung auf dem Weg zur Regelförderung

Grundsätzlich ist eine Förderung von Maßnahmen mit grundbildenden Inhalten in der Arbeitsförderung möglich. Herausfordernd ist, dass sich einerseits ein individualisiertes Vorgehen in der AoG bewährt hat und andererseits die Erbringung von förderfähigen Arbeitsmarktdienstleistungen standardisierten Vorgaben unterliegt. Auch hier werden die Projektpartner*innen gemeinsam mit Kölner Beschäftigungs- und Bildungsträger*innen Grundbildungskonzepte entwickeln und erproben. Geprüft wird dabei, inwieweit diese mittels bestehender Fördersystematiken umzusetzen sind. In einem trägerübergreifenden Prozess und im Austausch mit der Wissenschaft werden Qualitätskriterien und Handlungsempfehlungen erarbeitet, die für die Entwicklung von förderfähigen Grundbildungsmaßnahmen beziehungsweise Modulen zukünftig herangezogen werden können.

Beratungsinfrastruktur für Arbeitsorientierte Grundbildung

Innerhalb der Strukturen der beteiligten Verbundpartner*innen wird das Beratungs- und Angebotsportfolio um AoG erweitert. Mögliche Strukturen sind etwa der gemeinsame Arbeitgeber-Service des Jobcenters und der Agentur für Arbeit oder die jobcenterinterne Fortbildungsabteilung „KomMit!“. Hier sollen Sensibilisierungsworkshops für die Integrationsfachkräfte des Jobcenters durchgeführt werden. Darüber hinaus wird eine Wissens- und Transferstruktur entwickelt, um Mitarbeitende in den Institutionen auch dauerhaft zu sensibilisieren und zu informieren.

Professionalisierung für Arbeitsorientierte Grundbildung

Der Diskurs darüber, welche Akteur*innen im Bereich der AoG professionell tätig sind beziehungsweise sein können und welche Kompetenzen und Qualitätsansprüche hierfür herangezogen werden, ist nicht abgeschlossen. Klar ist, dass unterschiedliche Zielgruppen wie etwa Lehrende oder betriebliche Akteur*innen unterschiedliche Sensibilisierungs- und Professionalisierungsmöglichkeiten benötigen. Gemeinsam mit relevanten Akteur*innen, wie etwa dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. oder dem Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e. V. wird ein bundesweit agierendes Professionalisierungsnetzwerk aufgebaut, durch das unter anderem zielgruppenspezifische Fortbildungen angeboten werden können. So wird die Anbieterseite von Professionalisierung für AoG gezielt mit der Nachfrageseite zusammengebracht.

Kontakt

Die Umsetzung des Teilprojektes erfolgt in der Abteilung Arbeitsmarktförderung des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren.

Ihre Ansprechpartnerin in der Abteilung Arbeitsmarktförderung
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