Die Akademie der Künste der Welt, Köln
Grundgedanken und aktueller Stand
Die Akademie der Künste der Welt, Köln ist der Entwurf einer neuen Institution des Kölner Kulturlebens: Sie wird eine international besetzte und ausgerichtete Institution, die einem offenen und kosmopolitisch geprägten Kunst- und Kulturverständnis Geltung verschaffen soll. Die Akademie der Künste der Welt, Köln soll das Kulturleben in unserer Stadt ergänzen und zwar vor allem mit dem Angebot zeitgenössischer außereuropäischer Kunst. Internationalität und Interkulturalität auf höchstem Niveau sind das Ziel. Die Akademie ist eine wichtige und notwendige Ergänzung zu den bestehenden Kultureinrichtungen, mit denen sie kooperativ arbeiten wird.
Programm
Die Akademie der Künste der Welt, Köln wird mit einem Stipendienprogramm insbesondere außereuropäische Künstlerinnen und Künstler, Theoretikerinnen, Theoretiker, Kritikerinnen, Kritiker, Kuratorinnen und Kuratoren nach Köln einladen. Sie will diese mit Künstlerinnen und Künstlern vor Ort in einen Dialog bringen und ihnen für ihre Arbeiten auch die bestehenden Einrichtungen öffnen. Das Programm der Akademie wird insbesondere außereuropäische Künste fördern, wobei die Aufführung in Kooperation mit den bestehenden Häusern und Strukturen erfolgt. Die Akademie kann perspektivisch ein Brückenkopf einer neuen Kulturpolitik werden, die den Gedanken der auswärtigen Kulturpolitik neu denkt und nicht deutsche Kultur (durch die Goethe-Institute) in das Ausland transportiert, sondern durch das Netz der Goethe-Institute einen Kulturaustausch ermöglicht.
Ihrer Verfassung nach soll die Akademie der Künste der Welt, Köln eine eigenständige juristische Person werden werden. Derzeit wird die Gründung als gGmbH vorbereitet. Die Akademie wird inhaltlich durch die Akademiemitglieder bestimmt, die wiederum überwiegend einen außereuropäischen künstlerischen Hintergrund haben sollen. So werden die Akademiemitglieder jährlich zu einem Kongress in unserer Stadt zusammenkommen. Sie werden Fragen und Vorstellungen zur Welt und zur Kunst mit Kölner Partnerinnen und Partnern öffentlich diskutieren, die Programmarbeit bestimmen und die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten vornehmen.
Mit einer Jugendakademie für Jugendliche aus dem Raum Köln im Alter von 16 bis 21 Jahren wird die Akademie einen Beitrag zur kulturellen Bildung leisten: Nach dem Grundkonzept der Erwachsenenakademie sollen sich die Mitglieder der Jugendakademie in Debatten und Projekten mit der veränderten und internationalisierten Kulturwelt auseinandersetzen.
Konzept
Das von Künstlerinnen, Künstlern, Praktikerinnen und Praktikern in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt entwickelte Konzept fand im Rat der Stadt Köln am 30. Juni 2009 breite Zustimmung. Aufgrund der schwierigen Situation des kommunalen Haushalts konnte 2009 und 2010 noch keine Gründung erfolgen. Mit dem Haushalt 2011 hat der Kölner Rat für die Umsetzung 1 Million Euro bereitgestellt. Diese Summe wird jährlich fortgeschrieben.
Das Konzept steht zum Herunterladen bereit:
Mit Ratsbeschluss vom 14. Juli 2011 sind wir beauftragt worden, eine Rechtsform zu gründen (nach damaligem Stand eine Stiftung), die Stelle einer Geschäftsführerin beziehungsweise eines Geschäftsführers auszuschreiben und diese oder diesen einzustellen. Die Akademie soll nach momentanem Stand 2012 mit der Arbeit beginnen. Wichtige Beschlüsse und den Sachstandsbericht an den Ausschuss Kunst und Verkehr sowie den Finanzausschuss können Sie hier aufrufen:
Studie "Kulturwelten in Köln"
Die Bevölkerung Kölns ist kulturell unterschiedlich wie in nur wenigen deutschen Städten: Menschen verschiedener kultureller, ethnischer und religiöser Prägung leben in der viertgrößten Stadt Deutschlands. Mit dem kulturellen Reichtum geht ein breit gestreutes, kulturell mannigfaltiges Interesse des Publikums einher. Diesem Anspruch kann noch stärker entsprochen werden, ist der Kanon doch weitgehend traditionell westeuropäisch geprägt.
Diese These war wesentlich für die Entwicklung des Gedankens der Akademie der Künste der Welt, Köln in Abwandlung der klassischen Akademie der Künste. Mit der Studie "Kulturwelten in Köln", erstellt im April 2011 durch das Zentrum für Kulturforschung, ist diese These empirisch belegbar: das kulturelle Angebot der Stadt entspricht - jedenfalls in quantitativer Hinsicht - nicht dem vielseitigen Hintergrund seiner Bevölkerung.

