Das Projekt: Klimawandelgerechte Metropole Köln
Strategien zur Anpassung an den Klimawandel (Köln_21)
In Ballungsräumen und Städten wie Köln werden sich zukünftig die Folgen des globalen Klimawandels deutlich bemerkbar machen. In den Sommern werden verstärkt auftretende Hitzewellen und Starkniederschläge erwartet. Neben den gesundheitlichen Gefahren für die Bevölkerung gehen mit extremen Wetterlagen auch wirtschaftliche Schäden einher.
Zum Forschungsprojekt
Ende Oktober 2009 startete zur Abschätzung der lokalen Folgen des Klimawandels ein Forschungsprojekt in Köln. Die Studie Köln_21 wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und dem Deutschen Wetterdienst in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln durchgeführt. Mittels wissenschaftlicher Untersuchungen sollen die Art und der Umfang der zukünftigen klimatischen Veränderungen in Köln erfasst und notwendige Maßnahmen zur Anpassung entwickelt werden.
Bereits bestehende, großräumige Klimamodelle reichen für eine exakte Analyse des Stadtklimas nicht aus. Daher ermittelt der Deutsche Wetterdienst für das aktuelle Projekt kleinräumig Klimadaten, die grundlegend für zukünftige Strategien zur Anpassung der Stadt Köln an den Klimawandel sein werden. Wissenschaftlich soll beispielsweise den Fragen nachgegangen werden, ob in Köln zukünftig häufiger mit sommerlichen Starkniederschlägen zu rechnen ist und die zu erwartende Menge an Regenwasser von den städtischen Kanalnetzen aufgenommen werden kann.
2010 - Erste Ergebnisse liegen vor
Nach einem Jahr der Untersuchung liegen die ersten Kölner Forschungsergebnisse vor. Schon jetzt zeigen die Auswertungen der Messergebnisse, dass es im Hitzemonat Juli 2010 in der Kölner Innenstadt bis zu acht Grad wärmer war, als im locker bebauten und mit großzügigen Grünflächen bestückten Stadtteil Dellbrück. Das schon vorhandene stadtklimatische Phänomen der "urbanen Wärmeinsel" in Köln, wird sich im Zuge des Klimawandels voraussichtlich deutlich verstärken.
Welche Daten werden erhoben?
An insgesamt 14 Stationen im Stadtgebiet werden bis 2012 meteorologische Daten wie Temperatur, Feuchte, Wind, Niederschlag und Sonnenstrahlung gemessen. Zusätzlich gibt es Messfahrten innerhalb der Stadt. Sie ermitteln die räumlichen und zeitlichen Temperaturunterschiede, erfassen Wärmeinseln und füllen Datenlücken zwischen den Messstationen.
Mit dem Stadtklimamodell des Deutschen Wetterdienstes werden mittels eines kleinräumigen Flächenrasters von etwa 50 Metern Berechnungen für die Zukunft durchgeführt. Eingesetzt wird das Mikroskalige Urbane Klima-Modell, MUKLIMO_3. Anhand dieser Modellrechnungen werden detaillierte Aussagen zu Temperatur und Wärmebelastungszonen in Köln möglich sein.
Kommunale Anpassungsstrategien
Für Köln ist es wichtig, sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen und notwendige Maßnahmen zu ergreifen, damit das Leben und Wirtschaften in der Stadt weiterhin möglich bleibt. Das aktuelle Forschungsprojekt Köln_21 zum Thema Klimawandel in Köln wird die wissenschaftlichen Grundlagen ermitteln, die für zukünftige Entscheidungen der Stadtentwicklung notwendig sind. Weiterhin für den gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung, den Hochwasserschutz, bei Bauvorhaben oder zur Einschätzung der Kapazitäten des Kanalnetzes bei Starkregen. Das Ziel ist die Entwicklung einer klimagerechten Stadt, die die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen kann.
Weitere Projektinformationen
Auskünfte
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns im Umwelt- und Verbraucherschutzamt wenden, Telefon:
- 0221 / 221-24676
- 0221 / 221-22749
- 0221 / 221-25337
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