Unser Leitbild

Identität und Auftrag

Wir - die Volkshochschule Köln - sind eine nichtrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und eine öffentliche Einrichtung der Stadt Köln im Sinne des § 8 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen und der §§ 2 und 10 des Ersten Weiterbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalens (WbG). Sie bildet den weitaus größeren Teil des Amtes für Weiterbildung, das dem Dezernat für Bildung, Jugend und Sport zugeordnet ist.

Die VHS Köln wurde 1919 aus der Universität heraus gegründet und kam 1920 in städtische Trägerschaft. Bis zu ihrer Schließung durch die Nationalsozialisten 1933 war sie dem demokratischen und humanistischen Gedankengut verpflichtet. 1946 nahm sie in dieser Tradition ihre Arbeit wieder auf.

Die VHS dient der Weiterbildung von Erwachsenen und Jugendlichen. Sie nimmt in diesem Rahmen mit der Erstellung eines Grundangebots eine Pflichtaufgabe der kommunalen Selbstverwaltung wahr. Sie arbeitet auf der Basis des Grundgesetzes im Allgemeinen und des Weiterbildungsgesetzes im Besonderen sowie der vom Rat verabschiedeten Satzung und ist an die Verwaltungs- und Rechtsvorschriften der Stadt Köln gebunden.

Sie ist dem Kölner Leitbild 2020 verpflichtet und orientiert sich an den dort insbesondere in den Kapiteln: „Aufgeschlossene Wissensgesellschaft", „Lebendiger Kulturstandort" und „Dynamische Wirtschaftsmetropole" beschriebenen Zielsetzungen.

Aufgrund dieser Bezüge und Aufträge ist die Volkshochschule Köln weder parteipolitisch noch weltanschaulich gebunden.

Werte und allgemeine UnternehmenszieleWir respektieren die Würde jedes Menschen und begegnen allen mit Respekt, Toleranz Wertschätzung und Freundlichkeit. Wir fühlen uns dem Anspruch jedes Menschen auf Freiheit und Selbstbestimmung unabhängig von Weltanschauung, Lebensstil und sexueller Orientierung verpflichtet. Wenn diese Werte bedroht sind, zeigen wir uns wehrhaft. Das gilt sowohl für den Umgang mit Teilnehmenden und Lehrenden als auch für das Verhalten der Beschäftigten untereinander.

Wir stehen für eine gleichberechtigte, demokratische Gesellschaft, für ein dauerhaft friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Generationen, Geschlechter, Nationalitäten und Kulturen. Das zeigt sich in den Themen und den Akteuren unserer Veranstaltungen. Dazu arbeiten wir im europäischen Kontext und beachten europäische Standards.

Wir verstehen uns als aktiver Teil der Stadtgesellschaft. Wir greifen aktuelle und grundsätzliche Themen der Stadt auf und bieten ein Forum für offenen und kritischen Diskurs.

Wir arbeiten mit anderen Weiterbildungseinrichtungen und Akteuren der Stadt konstruktiv und vertrauensvoll zusammen und sind in die wichtigsten regionalen und überregionalen Netzwerke eingebunden.

Wir sind der Aufklärung verpflichtet und fördern daher den Anspruch auf Selbstbestimmung. Dabei bieten wir den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit sachorientierter Information nach dem Stand wissenschaftlicher Forschung in Bezug zu setzen mit dem Ziel, Reflexion und kritische Urteilsfindung anzuregen.

Wir fördern die persönliche Autonomie und Handlungsfähigkeit und bieten damit den Teilnehmenden eine Grundlage zur Mitwirkung bei der Gestaltung der gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und ökonomischen Verhältnisse. Aus diesen Zielsetzungen leiten wir Vorgaben für die Themenfindung unserer Veranstaltungen sowie für die methodisch-didaktischen Konzeptionen ab.

Wir betrachten die Menschen und ihre Bedürfnisse ganzheitlich. Daher bieten wir neben Veranstaltungen zum Wissenserwerb, zum Diskurs und zur Qualifizierung gleichberechtigt Veranstaltungen an zur Persönlichkeitsentwicklung, zum schöpferischen Tun und zur Gesundheitsvorsorge.

Wir begreifen uns als „lernende Organisation“. Wir eröffnen dazu den fest angestellten und den freiberuflichen Mitarbeitenden regelmäßige und kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem haben wir ein Qualitätsmanagement eingeführt und lassen unsere Arbeit regelmäßig extern überprüfen.

Kunden: Auftraggeber und Teilnehmende, Adressaten/ZielgruppenUnser Angebot richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen und Milieus, unabhängig von Nationalität, Geschlecht und sozialer Herkunft. Es orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und am gesellschaftlichen Bedarf und ermöglicht den Einwohnerinnen und Einwohnern Kölns und der Umgebung, auch den Bildungsbenachteiligten, einen Zugang zur Weiterbildung.

Mit unserem offenen Angebot erreichen wir überwiegend Personen mittleren Alters, deutlich mehr Frauen als Männer und in der Mehrzahl Menschen aus der bildungsgewohnten Mittelschicht.

Um unserem Grundsatz von gleichberechtigtem Zugang zu unseren Bildungsangeboten dennoch nachzukommen, halten wir spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung, Menschen verschiedener ethnischer Herkunft und für unterschiedliche Generationen vor. Projekte und drittmittelfinanzierte Maßnahmen mit direkteren Anspracheformen und ohne Teilnahmeentgelte führen wir vermehrt durch, um Bildungsbenachteiligte zu erreichen. Wir stellen Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit in das Zentrum unserer Arbeit.

Dazu gehören kostenlose und vielfältige Informations- und Beratungsmöglichkeiten. Unsere Geschäftsbedingungen sind verständlich formuliert und unsere Veranstaltungsankündigungen seriös und präzise.

Fähigkeiten und Leistungen
Wir entwickeln, planen und organisieren mit kompetentem und qualifiziertem Personal ein umfassendes, fachlich und regional differenziertes Weiterbildungsangebot in allen Kölner Stadtbezirken gemäß §§ 1 und 3 des Weiterbildungsgesetzes.

Dabei orientieren wir uns an den Weiterbildungsbedürfnissen von Individuen und den Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Wir qualifizieren passgenau und bedarfsgerecht, tragen zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs bei, und sind als Vermittler zwischen Beschäftigungslosen und Firmen/Unternehmen tätig. Die dazu notwendigen Informationszugänge stellen wir für unsere Mitarbeitenden sicher.

Wir erschließen neue Inhaltsfelder, entwickeln neue Lehr- und Lernverfahren und Weiterbildungsmodelle und verstehen uns auch als Initiatoren und Moderatoren selbstgesteuerten Lernens.

Unsere Veranstaltungen haben vielfältige Veranstaltungsformen und öffnen im Jahres-, Wochen- und Tagesverlauf unterschiedliche Zeitfenster. Wir sichern regional ein Grundangebot zu und halten zentral darüber hinaus hoch differenzierte und spezialisierte Angebote vor. Wir garantieren die Erreichbarkeit der curricularen Ziele und bieten in zahlreichen Programmsegmenten Prüfungen und Zertifikate an, auf die wir auch in Modulen vorbereiten. In der arbeitsweltbezogenen Weiterbildung sind dabei Beratung, theoretische und praktische Qualifizierung mit dem Ziel der Begleitung in den Arbeitsmarkt integrativ miteinander verbunden.
Unsere Angebote sind preisgünstig, und durch eine großzügige Ermäßigungsregelung vermeiden wir soziale Härten.
Wir kooperieren mit den wichtigen Akteuren der Weiterbildung wie zum Beispiel Weiterbildungsanbietern, Kammern, Bundesagentur für Arbeit und  Betriebe.


Information und Beratung zu unseren Veranstaltungen ermöglichen wir in unserem zentralen Volkshochschul-Kundenzentrum mit weitgehenden Öffnungszeiten. Kontinuierliche Kundenkontakte und ein systematischer Umgang mit Beschwerden versetzen uns in die Lage, auf Kundenwünsche einzugehen und gleichzeitig Arbeitsabläufe zu optimieren.

Wir denken und handeln pädagogisch unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Prämissen.

Ressourcen
Zur Realisierung unseres Programms stehen uns folgende Ressourcen zur Verfügung: Unsere Einrichtung arbeitet mit

  • circa 130 hauptberuflichen, für ihr jeweiliges Aufgabengebiet qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das sind die Berufsgruppen der pädagogisch Planenden, der Verwaltungsmitarbeitenden, der Weiterbildungslehrerinnen und - lehrer sowie der Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen).
  • circa 50 befristet eingestellten Organisationshelferinnen und - helfer,
  • circa 980 freiberuflichen Lehrenden

Unser Unterricht findet in 91 Unterrichtsstätten in allen Stadtbezirken statt.
Unsere Finanzierung basiert auf Teilnahmeentgelten, Zuschüssen des Landes nach dem Weiterbildungsgesetz, Mitteln der Bundesagentur für Arbeit, der Europäischen Union, des Landes Nordrhein-Wesrtfalen und des Bundes sowie Zuschüssen des Trägers Stadt Köln.

Sachgerechte und zielorientierte Verwendung unserer Ressourcen legen wir der Öffentlichkeit gegenüber in unserem jährlich erscheinenden Geschäftsbericht dar.

Definition „Gelungenes Lernen“ der Volkshochschule KölnLernen ist für uns gelungen, wenn Lernende den von ihnen angestrebten Nutzen für ihr Leben und ihr persönliches und/oder berufliches Handeln erreichen, wenn sie über das Gelernte verfügen können und ihre Neugier auf das Weiterlernen geweckt wird. Spaß und Freude sollen den Lernprozess begleiten. Eine Bedingung dafür ist die Möglichkeit zu erwachsenengerechtem und partnerschaftlichem Lernen. Dieses findet statt, wenn die Motivation und die Lernvoraussetzungen und –potenziale des Einzelnen berücksichtigt werden und wenn er aktiv den Lernprozess mit gestalten kann.

Dabei sind folgende Rahmenbedingungen bedeutsam:

  • fachlich, methodisch und sozial kompetente Lehrende, Weiterbildungslehrerinnen und -lehrer und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
  • dem Inhalt, dem Ziel und der Lerngruppe angemessene Unterrichtsmittel
  • eine dem Lernziel angemessene Gruppengröße und -zusammensetzung
  • ansprechende und dem Lernzweck entsprechend ausgestattete Räume
  • umfassender Kundenservice.

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