Biogarten und Imkerei auf dem Thurner Hof
Ein Arbeitskreis der Volkshochschule
Kennen Sie den Thurner Hof? Wo sich römische Siedlungsspuren fanden und die Strunde im Mittelalter die Mühle des Abtes von Sankt Pantaleon drehte, liegt heute der Biogarten Thurner Hof. Zum ersten Mal im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt, bekam der ursprünglich als Wehranlage konzipierte Hof seinen heutigen Namen von den Rittern "vamme Thurn". Diesen Turm kann jeder, der auf der Mielenforster Straße vorbeifährt, heute noch sehen. Im 16. Jahrhundert wurde das Fachwerkhaus mit dem hohen Satteldach erbaut. Das Wegekreuz an der Strundebrücke erinnert an die letzten privaten Besitzer des Hofes, die Familie Schülgen. Um die Wende zum 20. Jahrhundert kaufte die Stadt Köln den Thurner Hof, 1970 wurde der östliche Teil des Hofes Lernort der Volkshochschule Köln.
Von der Wiese zum Garten 1987 wurde von Klaus Paier (VHS) die Idee zu einem ökologischen Projekt geboren: der Biogarten Thurner Hof. 1988 erfolgte der erste Spatenstich zum Bauerngarten, so wurde aus einem öden Parkplatz ein gärtnerisches Kleinod. Die Arbeitskreise Biogarten und Imkerei entwickelten mit fachkundiger Unterstützung der Volkshochschule Köln verschiedene Projekte, die jedes Jahr erneut Früchte tragen. Daher trifft man sich samstags mittags auch zum gemeinsamen Genuss des Geernteten: vom Kartoffelsalat mit Ringelblumen über Kürbissuppe bis zum deftigen Grünkohleintopf. Für die Anlage des Bauerngartens und der Streuobstwiese wurde 1990 der Umweltpreis der Stadt Köln verliehen.
Die Projekte: Der Bauerngarten
Nach mittelalterlichem Vorbild gestaltet wachsen Küchenschelle und guter Heinrich einträchtig nebeneinander, Gemüse umgeben von duftenden Kräutern und farbenprächtigen Stauden. Zwischen Buchsbaumhecken werden in verschiedenen Kulturformen alte Gemüse und Omas Lieblingsblumen gezogen: Gartenidylle rund um den Birnbaum.
Die Streuobstwiese
Rheinischer Krummstiel, Mispeln, Quitten, Pflaumen, Beeren, Nüsse - auf der größten Fläche der Gartenanlage unterstreichen alte Obstsorten das Ambiente des ehemaligen Ritterguts. Hier gibt es immer viel Spaß: machen Sie mit beim Beschneiden, Erziehen, Kalken, Klettern, Pflücken, Einkochen und Genießen.
Der Wehrgraben
Aus der mittelalterlichen Wehranlage wurde ein idyllischer Seerosenteich. Zonen mit variierender Wassertiefe bilden nun einen artenreichen Siedlungsraum für Fauna, Flora und alle anderen Besucher. Meditierend auf dem Holzsteg, wissensdurstig am Teich oder aktiv in der Anglerhose - für jeden ist etwas dabei.
Die Imkerei
Ohne Bienen keine Früchte. Und wenn's summt, ist das kein Grund zur Panik. Auf der Streuobstwiese baute der Arbeitskreis Imkerei das Bienenhaus. Wo Honig und Wachs herkommen und wie es in einem Bienenstock zugeht, zeigen die Imker allen Neugierigen und Naschkatzen gerne.
Besuchen Sie uns im Garten
Der altersgemischte Arbeitskreis aus Einzelpersonen, Paaren und Familien gestaltet und pflegt (samstags, im Sommer auch am Mittwochabend) den Garten. Unabhängig vom Kenntnisstand sind Sie herzlich willkommen, sich in der Gemeinschaft im naturgemäßen Gärtnern zu betätigen und natürlich den Garten zu genießen. Sie finden den Thurner Hof an der Mielenforster Straße 1 in Köln–Dellbrück.
Informationen und Beratung
Jeden zweiten Samstag im Monat öffnet der Garten seine Pforten für neu Interessierte der Arbeitskreise Biogarten und Imkerei. In der Zeit von 13 bis 15 Uhr finden Sie Ansprechpartner im Garten, die Ihnen gerne das Projekt vor Ort vorstellen.
Ansprechpartner:
Horst Grundmann
Telefon: 0221 / 221-22486
Fax: 0221 / 221-23988
So erreichen Sie den Thurner Hof
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie uns gut erreichen:
Stadtbahnlinien 3 und 18, Haltestelle "Dellbrücker Hauptstraße"
S–Bahn-Linie S 11, Haltestelle "Köln-Dellbrück", von dort mit
Buslinie 154, Haltestelle "Thurner Kamp"
Gehen Sie die Dellbrücker Hauptstraße beziehungsweise die Mielenforster Straße bis zum Strunder Bach entlang und biegen Sie am weißen Turm in den Weg ein, der zum Thurner Hof führt. Den Garten finden Sie hinter dem Hof auf der rechten Seite des Weges.


