Wahl der Bezirksvertretungen
Das zusammengefasste Wahlergebnis für die neun Kölner Bezirksvertretungen entspricht in den Grundzügen in etwa dem der Ratswahl. Die neun Stadtbezirke sind - von den Gruppierungen her betrachtet - so zusammengesetzt wie der Rat: Die Unterschiede in den beiden Wahlarten schwanken zwischen +1,4 Punkten bei den GRÜNEN bis -0,6 Punkten bei der CDU. DIE LINKE wie auch pro Köln zogen in alle Bezirksvertretungen ein.
Die CDU stellt insgesamt 48 Mandate und verliert damit sieben Sitze gegenüber 2004. Sie verliert - mit Ausnahme der Innenstadt und Nippes - in allen Bezirken je einen Sitz. In keinem Stadtbezirk hat die CDU die absolute Mehrheit mehr.
Die SPD kommt insgesamt auf 50 Mandate. Sie verliert je ein Mandat in der Innenstadt, in Rodenkirchen, Lindenthal und Kalk - sie wiederholte ansonsten weitgehend ihr Vorwahl-Ergebnis.
Die GRÜNEN erreichen insgesamt 40 Mandate (+9). Am stärksten sind sie weiterhin in der Innenstadt (7 Sitze, +1) sowie in Ehrenfeld (6 Sitze, +1). Deutlich zulegen konnten die GRÜNEN aber auch in Rodenkirchen 5 Sitze (+2). Mit Ausnahme von Mülheim, wo die Sitzzahl gleich geblieben ist, konnten sie in allen anderen Bezirken je einen Sitz hinzu gewinnen
Die FDP ist nach 2004 auch bei der gestrigen Bezirksvertretungswahl in alle Bezirksparlamente gewählt worden. Dabei konnte Sie in drei Bezirksvertretungen je einen Sitz hinzugewinnen (Innenstadt, Porz und Mülheim). In Rodenkirchen, Lindenthal, Porz und Mülheim ist sie nun mit je zwei Sitzen vertreten.
Nach 2004 konnte DIE LINKE gestern auch in die Bezirksvertretungen von Rodenkirchen und Lindenthal einziehen und dort jeweils einen Sitz erringen. Sie erreicht mit je einem Sitz somit insgesamt neun Mandate.
Pro Köln ist - wie schon 2004 - erneut in allen Bezirksvertretungen vertreten: Mit insgesamt zehn Mandaten musste sie im Vergleich zur Vorwahl jedoch ein Mandat abgeben.
In keinem Stadtbezirk erreichte eine der Parteien die absolute Mehrheit der Sitze. Somit müssen überall "Koalitionen" zu Mehrheiten verhelfen. Nach der derzeitigen Sitzverteilung ist in allen neun Bezirken eine Mehrheit für Rot/Grün vorhanden. In fünf von neun Bezirken (Innenstadt, Ehrenfeld, Nippes, Kalk und Mülheim) besitzen SPD und GRÜNE zusammen die absolute Stimmenmehrheit, was auf eine sichere Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien in diesen Bezirken hindeuten dürfte. Ansonsten ist in Rodenkirchen, Lindenthal, Chorweiler und Porz derzeit keine eindeutig rechnerische "Lösung" zu erkennen.
