© Stadt Köln

Wie soll sich die Deutzer Freiheit künftig entwickeln? Mit dieser Frage haben sich die Teilnehmenden des Dialogs Deutzer Freiheit von Januar bis Juni 2026 intensiv beschäftigt. Beteiligt waren Vertreter*innen von sieben lokalen Vereinen und Interessengruppen sowie Institutionen mit unmittelbarem Bezug zur Deutzer Freiheit. Ergänzt wurde die Gruppe durch zwölf zufällig ausgewählte Bürger*innen aus der Nachbarschaft. Die gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen haben wir der Bezirksvertretung Innenstadt vorgelegt. 

Ergebnisse des Dialogs Deutzer Freiheit

Wie geht es weiter?

Die Teilnehmenden haben unterschiedliche Zukunftsideen und Szenarien für die Deutzer Freiheit entwickelt. Zu zahlreichen Themen konnte eine breite Übereinstimmung erzielt werden. So wünschen sich die Teilnehmenden etwa mehr Grün und Beschattung, mehr Sicherheit für den Fußverkehr und eine bessere Ordnung des ruhenden Verkehrs. Zu einzelnen Fragen bestehen allerdings weiterhin unterschiedliche Einschätzungen, beispielsweise zur Einrichtung einer Fußgängerzone. Auch auf einen Mindestumfang öffentlichen Parkraums konnten sich die Teilnehmenden nicht einigen.

Ein Großteil der Ideen richtet sich als Empfehlung an Politik und Verwaltung. Darüber hinaus wurden auch Vorschläge erarbeitet, die keiner politischen Beschlussfassung bedürfen und ohne unsere Unterstützung umgesetzt werden können. Diese Ideen lassen sich durch das Engagement von Vereinen, Initiativen, Institutionen, Gewerbetreibenden und weiteren Akteur*innen der Stadtgesellschaft verwirklichen. Die Teilnehmenden haben die Maßnahmen auch zeitlich einsortiert. Vieles lässt sich sofort oder kurzfristig realisieren, anderes braucht mehr Zeit.

Rückblick

Im Juni 2022 hatten wir auf der Deutzer Freiheit im Abschnitt zwischen Siegburger Straße und Luisenstraße eine Fußgängerzone eingerichtet, die auch für den Radverkehr genutzt werden durfte. Damit die Wohnstraßen weiterhin erreichbar waren, konnten Fahrzeuge die Deutzer Freiheit überqueren. 

Im April 2023 hatten wir eine von der Bezirksvertretung Innenstadt beschlossene Anpassung des Verkehrsversuchs Deutzer Freiheit umgesetzt. Die Deutzer Freiheit war seitdem zwischen Graf-Geßler-Straße und Gotenring für Kraftfahrzeuge wieder befahrbar. Die Straße wurde in diesem Abschnitt eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Gotenring.

Ende August 2023 war der Verkehrsversuch beendet, und wir haben die ursprüngliche Verkehrsführung wieder hergestellt. Die Deutzer Freiheit ist in Fahrtrichtung Gotenring wieder für Kraftfahrzeuge befahrbar. Zudem haben wir die Poller im Bereich Luisenstraße entfernt, sodass der Kfz-Verkehr wieder in die Luisenstraße einbiegen kann. Zusätzlich haben wir im Spätsommer 2023 alle Interessierten eingeladen, an einer Befragung auf unserem Beteiligungsportal teilzunehmen. Über unsere Ergebnisse und die Befragungsergebnisse haben wir am 18. April 2024 in einer öffentlichen Veranstaltung informiert.

Den politischen Gremien haben wir im März 2024 die Auswertung des Verkehrsversuchs und eine Empfehlung für das weitere Vorgehen vorgestellt. Die Bezirksvertretung Innenstadt hat uns beauftragt, organisierte und nicht organisierte Akteur*innen zur künftigen Gestaltung der Deutzer Freiheit offiziell zu beteiligen. Beim Dialog Deutzer Freiheit unterstützte uns ein externes Moderationsbüro. Die Fachleute stellten sicher, dass wir einen ausgewogenen und zielgerichteten Dialog führten.

Was ist ein Verkehrsversuch?

Unsere Verkehrsplaner*innen prüfen fortlaufend, wie wir die Verkehrsnachfrage in Köln menschen- und umweltgerechter steuern können. Diese konzeptionellen Überlegungen münden oftmals in Verkehrsversuchen. Bei diesen steht die kurzfristige, faire Neuaufteilung der vorhandenen Verkehrsräume ohne Umbau im Vordergrund. Hierbei kann es sich beispielsweise um Nutzungsbeschränkungen oder Nutzungsverbote für bestimmte Verkehrsarten oder um Angebotserweiterungen zur Förderung des Umweltverbundes handeln.

In den engen, hochfrequentierten innenstadtnahen Bereichen geht es insbesondere um die Reduzierung des fließenden und ruhenden Kfz-Verkehrs zugunsten des Fuß- und Radverkehrs.

Ascan Egerer, unser Beigeordneter für Mobilität, erklärt hierzu:

Verkehrsversuche bieten die Möglichkeit, Maßnahmen im Straßenraum vor ihrer dauerhaften Umsetzung lokal zu erproben und zu evaluieren. Wir vermeiden dadurch unnötige Baukosten. Bei der Deutzer Freiheit haben wir wertvolle Erkenntnisse gewonnen und können somit die zukünftige Planung optimieren.

Weitere Informationen

Kontakt

Bei Fragen zum Verkehrsversuch Deutzer Freiheit nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Kontakt – Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung