Im rechtsrheinischen Norden

Der Stadtbezirk Mülheim liegt im Norden Kölns auf der rechten Rheinseite. Benannt wurde Mülheim bereits in vorindustrieller Zeit nach den Mühlen am Unterlauf des Strundenerbachs. Im Jahr 1914 wurde Mülheim nach Köln eingemeindet. Zuvor hatte es bereits 1785 Stadtrechte erhalten.

Ehemalige Rivalen

Zum Stadtbezirk Mülheim gehören neun Stadtteile mit einer Gesamtfläche von 52,23 Quadratkilometern und etwa 144.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Bereits im hohen Mittelalter erhielt Mülheim seine Freiheits- und Stadtrechte. Mülheim rivalisierte lange Zeit mit Köln, das die andere Rheinseite abwertend als "schäl Sick" bezeichnete und die Mülheimer Befestigungen mehrmals dem Erdboden gleichmachen ließ.

In den 1970er Jahren siedelten sich aufstrebende Industrieunternehmen in Mülheim an, weil es in Köln an geeigneten Flächen mangelte. Da Mülheim inzwischen zum Eisenbahnknotenpunkt geworden war und über einen Hafen verfügte, konnten sich dort große Werke entwickeln.

Im Laufe der 1980er und 1990er Jahre mussten zahlreiche Mülheimer Fabriken schließen. Heute arbeiten auf vielen der alten Industrie-Areale junge Firmen der innovativen und zukunftsorientierten Medien- und IT-Branche.

Weit über Köln hinaus ist die größte Schiffsprozession der Welt bekannt, die "Mülheimer Gottestracht". An Fronleichnam startet sie am Mülheimer Rheinufer unterhalb der alten Schifferkirche Sankt Clemens.

Akzente im Stadtbezirk

Kulturbunker Mülheim, Siedlung Kunstfeld von 1920, Stadtgarten mit Stadthalle, Veranstaltungshallen E-Werk und Palladium, Wiener Platz und Wildpark