Jetzt bis 30. April 2018 bewerben

© panthermedia.net/perhapzz

Für die kommende Amtsperiode 2019 bis 2023 stellen wir Vorschlagslisten für die Wahl der Jugendschöffinnen und Jugendschöffen durch die Gerichte auf.

Das Schöffenamt ist ein unverzichtbares Element des demokratischen Rechtsstaates. Jugendschöffinnen und Jugendschöffen fällen als ehrenamtliche Richterin oder ehrenamtlicher Richter gemeinsam und gleichberechtigt mit den Berufsrichterinnen und Berufsrichtern das Urteil in Jugendstrafprozessen und entscheiden damit über Schuld und Strafe der Angeklagten.

Als Jugendhauptschöffin oder Jugendhauptschöffe werden Sie durchschnittlich an etwa zwölf Sitzungstagen im Jahr eingesetzt. Dies variiert auf Basis der für die Verhandlungen angesetzten Sitzungstage. Ab einer Anzahl von 24 Sitzungstagen können Sie sich von weiteren Terminen entbinden lassen. Sitzungen am Amtsgericht werden oftmals am gleichen Tag abgeschlossen, während sich Verhandlungen am Landgericht auf mehrere Tage oder Wochen erstrecken können. Zu Jahresbeginn erhalten Sie in der Regel eine Übersicht über die bevorstehenden Termine des gesamten Jahres.

Wer kann Jugendschöffin oder Jugendschöffe werden?

Als Jugendschöffin oder Jugendschöffe sind Sie an keine Weisungen gebunden, sondern ausschließlich dem Gesetz verpflichtet. Sie sollen dafür Menschenkenntnis, Objektivität, Verantwortungsbewusstsein und Lebenserfahrung mitbringen. Für den Einsatz als Schöffin oder Schöffe im Jugendbereich sollten Sie außerdem erzieherisch befähigt, beziehungsweise in der Jugendarbeit erfahren sein. Eine spezielle Ausbildung ist hierfür nicht erforderlich.

Sie können sich bewerben, wenn Sie

  • die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen
  • sich körperlich und geistig in der Lage fühlen, aktiv am Prozessgeschehen teilnehmen zu können
  • zu Beginn der Amtsperiode am 1. Januar 2019 zwischen 25 Jahre und 69 Jahre alt sein werden
  • zum Zeitpunkt der Listenaufstellung in Köln wohnen (Bewerbungseingang bis 30. April 2018)
  • kein Insolvenzverfahren eröffnet und zudem keine eidesstattliche Versicherung über Ihr Vermögen abgegeben haben
  • weder Richterin, Richter, Staatsanwältin, Staatsanwalt, Notarin, Notar, gerichtlicher Vollstreckungsbeamtin, gerichtlicher Vollstreckungsbeamter, Polizeivollzugsbeamtin, Polizeivollzugsbeamter, Religionsdienerin, Religionsdiener, Strafvollzugsbeamtin, Strafvollzugsbeamter, Gerichtshelferin, Gerichtshelfer oder Mitglied der Landes- oder Bundesregierung sind, noch jemals hauptamtlich oder inoffiziell beim Staatssicherheitsdienst der DDR beschäftigt waren
  • zu keiner Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurden
  • und wenn gegen Sie kein Ermittlungsverfahren anhängig ist, das zum Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter führen könnte

Ich bin berufstätig - kann ich mich trotzdem bewerben?

Ja! Für die mit der Ausübung dieses Ehrenamtes verbundenen Kosten werden Sie entschädigt. Außerdem darf niemand in der Übernahme oder Ausübung des Amtes als Schöffin oder Schöffe beschränkt oder deswegen benachteiligt werden (Benachteiligungsverbot). Sie sind für die Zeit Ihrer Tätigkeit bei Gericht von der Arbeitsleistung freizustellen. Das bedeutet, dass Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber nicht von Ihnen verlangen darf, die bei Gericht verbrachte Zeit nachzuarbeiten, für die Sitzungstage Erholungsurlaub zu nehmen oder Sie in der Entlohnung zu benachteiligen. Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses wegen der Übernahme oder der Ausübung des Amtes ist unzulässig.

Rechtliche Grundlagen:

  • § 55 Gerichtsverfassungsgesetz
  • §§ 5 bis 7, 15 bis 18 Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz
  • § 45 Absatz 1a Deutsches Richtergesetz

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Wenn Sie Interesse an diesem Ehrenamt haben und die Voraussetzungen erfüllen, senden oder faxen Sie bitte das ausgefüllte Bewerbungsformular an folgende Adresse:

Stadt Köln
Amt für Kinder, Jugend und Familie
510/7
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln

Telefax: 0221 / 221-28650

Bewerbungsformular Jugendschöffenwahl für die Amtsperiode 2019 bis 2023

Bewerbungsschluss ist der 30. April 2018, damit die Listen der Kandidatinnen und Kandidaten dem zuständigen Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie vorgelegt und im Juni 2018 fristgerecht dem Amtsgericht übergeben werden können. Der Wahlausschuss trifft seine Entscheidung in der Zeit vom 16. September bis 15. Oktober 2018. Das Amtsgericht Köln informiert im Anschluss die Bewerberinnen und Bewerber, die gewählt wurden.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter den Rufnummern 0221 / 221-24031 und 0221 / 221-25479 oder per E-Mail zur Verfügung.

E-Mail an das Amt für Kinder, Jugend und Familie

Weitere Informationen