Eine Initiative von Kunstbeirat und Kulturdezernat

Zusammen mit dem Kunstbeirat sehen wir seit Langem den Bedarf, ein Handlungskonzept für Kunst im öffentlichen Raum zu entwickeln und auszugestalten, denn der Mangel ist offensichtlich. Es fehlen vor allem ein kuratorisches Konzept einschließlich Bestandspflege und Strategien für eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.

Zudem werden dringend benötigt ein Vermittlungskonzept, ein Budget für temporäre (Kunst-)Aktionen, klare Organisationsstrukturen sowie eine Finanz- und Personalausstattung für Kunst im öffentlichen Raum.

Tatkräftiges Engagement und die Beschlussfassung des Ausschusses Kunst und Kultur ermöglichen neue Wege: Anstelle einer klassischen Konzepterstellung für Kunst im öffentlichen Raum richten wir ein StadtLabor ein. Das StadtLabor soll Lösungen für die sich ergebenden Fragestellungen erarbeiten, interdisziplinär und durchaus experimentell.

Innerhalb des StadtLabors befassen sich wechselnde Teams zeitlich befristet in wechselnden Planquadraten der Kölner Innenstadt modellhaft mit den Aspekten von Kunst im öffentlichen Raum und deren räumlichen und funktionalen Zusammenhängen.

Statement von Professor Andreas Kaiser, Vorsitzender des Kunstbeirates
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Weitere Informationen zum Feldversuch
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Das StadtLabor für Kunst im öffentlichen Raum soll kontinuierlich fortgeführt werden mit weiteren Projekten und weiteren Teams in anderen Planquadraten. Hierzu werden wir mit Unterstützung des Kunstbeirates (europaweite) Ausschreibungen und Wettbewerbe anbieten. Für die Fortführung des StadtLabors sollen Fördermittel bei privaten und staatlichen Einrichtungen und Stiftungen akquiriert werden.

Projekt 2015: Commons & Cologne

Der Ausschuss Kunst und Kultur hat in seiner Sitzung am 25. August 2015 beschlossen, das StadtLabor für Kunst im öffentlichen Raum fortzusetzen und stellt dafür ein Budget von 25.000 Euro zur Verfügung. Ein neues Planquadrat im Innenstadtbereich wurde definiert. Aufbauend auf den Ergebnissen, die vom ersten StadtLabor-Team in einem ersten Planquadrat als Grundlage erarbeitet wurden, soll nun in einem neuen Planquadrat die Arbeit an konzeptionellen, strukturellen und konkreten Zielen beim Umgang mit öffentlicher Kunst fortgeführt werden.

© Stadt Köln

Es gilt, die Bedingungen für die öffentliche Kunst dabei positiv zu verändern. Der Arbeitszeitraum für das neue StadtLabor-Team erstreckt sich über sechs Monate: vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016.

Ein Team aus Kuratorinnen und Kuratoren aus den Bereichen Kunst, Bauen und Stadtplanung wird durch Auswahl und Einladung zu einem Wettbewerb vom Kunstbeirat ermittelt. Dieses Team kann weitere "Laborantinnen und Laboranten" sowie Partnerinnen und Partner hinzuziehen. Erwünscht ist auch der Blick von außen mit dem Ziel der Vernetzung und Aktivierung der Stadt.

Die Beschlussvorlage mit neuem Planquadrat, Informationen zum Wettbewerbsverfahren und die Begründung der Jury können Sie nachfolgend aufrufen.

Fortsetzung des StadtLabors für Kunst im öffentlichen Raum
Begründung der Jury
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Am 25. Februar 2016 wurde das StadtLabor mit der Veranstaltungs- und Performancereihe "Commons & Cologne" von Doris Frohnapfel und Ina Wudtke fortgesetzt. Den Auftakt bildete die Erstaufführung von "Cabaret Cologne. Ein Stück für drei Stimmen" in der Kokett Bar. Als nächstes wird am 8. Juni 2016 eine Diskussion mit dem Titel "Kunst, Kapital + Öffentlicher Raum" im Horizont Theater stattfinden:

Kunst, Kapital + Öffentlicher Raum
© Stadt Köln

Doris Frohnapfel und Ina Wudtke über "Commons & Cologne":

Als "Commons" oder Gemeingüter bezeichnet man natürliche, soziale und kulturelle Ressourcen und Prozesse. Momentan findet eine starke einseitige Verwertung und Vernichtung der Commons durch Firmen und Konzerne statt, wir möchten, dass die Commons allen zugänglich bleiben beziehungsweise werden. Die Produktion von Kunst betrachten wir als eine am Gemeinwesen orientierte Tätigkeit. In der künstlerischen Arbeit werden nämlich gesellschaftliche Prozesse immer wieder neu und anders beschrieben, erforscht, kritisch reflektiert, auch experimentell weitergedacht.

Die zeitgenössische Kunst produziert und kommuniziert Wissen. Sie schafft Räume, in denen gesellschaftliches Handeln als Wert erfahrbar wird. Anders gesagt: Durch das, was in der Kunst Gestalt annimmt, gelangt die Gesellschaft zu einem Begriff und Bewusstsein von sich selbst.

Commons & Cologne

Projekt 2013/2014: Wochenklausur und Deutz-Dialog

Ziel der aktuellen, vom Kulturdezernat koordinierten Kunstaktion war, auch im Rechtsrheinischen das Bewusstsein für Kunst im öffentlichen Raum und die Wahrnehmung für deren Vernachlässigung zu schärfen. Kunstbeirat und Kulturdezernat erhofften sich von WochenKlausur handfeste Vorschläge für Verbesserungen. Die Wiener Künstlergruppe, bestehend aus Wolfgang Zinggl, Hannah Öllinger, Manfred Rainer, Lisz Hirn und Roland Schmidt, hatte in einem speziell ausgestatteten Container ein Labor für Kunst im öffentlichen Raum eröffnet. Dieses befand sich unter dem Kunstwerk des Düxer Bocks.

Das ausgewählte Planquadrat umfasste folgende Straßen:

  • Arnold-/Benjaminstraße
  • Siegburger Straße
  • Deutzer Freiheit
  • Gotenring

Das Team der WochenKlausur hat in einer offenen Bürgerbefragung eine große Anzahl an Vorschlägen zur Verbesserung der Lebensqualität im eigenen Wohnumfeld gesammelt.

Dabei wurden vom 21. Oktober bis 14. November 2013 über 200 Gespräche mit Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbebetreibenden sowie örtlichen Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern geführt. Fachleute aus Wissenschaft, Kunst und Verwaltung diskutierten daraufhin über diese Vorschläge und über die Möglichkeiten einer Umsetzung.

Die Beschreibung der Vorgehensweise und das Ergebnis ihrer Arbeit, das als Impuls für Eigeninitiative, Kommunikation und Vernetzung zu verstehen ist, steht zum Download bereit:

WochenKlausur - Projektwerkstatt Deutz
PDF, 1304 kb

Sollten Sie sich für eine der vorgesehenen Patenschaften interessieren, stehen Ihnen folgende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung:

Patenschaft Urbanes Gärtnern

Monika Faatz
Telefon: 0221 / 98511191

E-Mail an Frau Faatz

Miriam Pflüger
Telefon: 0151 / 15229283

E-Mail an Frau Pflüger

Patenschaft Kulturraum Deutz

Christoph Illigens
Telefon: 0221 / 29965286

E-Mail an Herrn Illigens

Deutz-Dialog

Auf Grundlage der vom Team der Wochenklausur gesammelten Ergebnisse ist der "Deutz-Dialog" entstanden.

Das Forum und Netzwerk für Bürgerinnen, Bürger und Initiativen hat alle Interessierten zum offenen Dialog über Deutz am 21. und 22. Juni 2014 eingeladen. Hier konnten sich Gruppen zusammenfinden, gemeinsam Themen bearbeiten und zukünftige Aktivitäten planen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite von "Deutz-Dialog":

"Deutz-Dialog"

Einstiegsprojekt 2012: Der urbane Kongress

© MAP Markus Ambach Projekte

Für die Durchführung eines Feldversuchs als Start des StadtLabors am 1. Januar 2012 hatte sich ein Team bestehend aus Markus Ambach, Düsseldorf, und Kay von Keitz, Köln, in einem Wettbewerb qualifiziert. Der Feldversuch mit dem Projekttitel "Der urbane Kongress" zielte darauf ab, die Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum in Köln neu zu eröffnen.

Das für den urbanen Kongress ausgewählte Planquadrat umfasste folgende Straßen:

© Stadt Köln
  • DuMont-Straße
  • Krebsgasse
  • Brüderstraße
  • Perlenpfuhl
  • Hohe Straße
  • Unter Fettenhennen
  • Komödienstraße
© MAP Markus Ambach Projekte

Hier konnten ideale Bedingungen vorgefunden werden:

  • Arbeiten von kunsthistorischer Bedeutung, aber auch Fehlbedarfe
  • Arbeiten, deren Sinnhaftigkeit sich verändert hat
  • städtebauliche Heterogenität und städtebaulicher Planungsbedarf
  • restaurierungsbedürftige Kunstwerke sowie "verschwundene" Arbeiten

Der Feldversuch hatte bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Das Kölner Modellprojekt war außerordentlich erfolgreich.

Der Ausschuss Kunst und Kultur ermöglichte am 4. September 2012 die Fortführung des Projektes durch die Bereitstellung weiterer Mittel mit dem Ziel, die Ergebnisse des Feldversuchs in die Praxis umzusetzen.

Abschlussbericht Feldversuch - Phase 1 Sachstand Juni 2013 - Umsetzung Phase 2

Download-Service

Der urbane Kongress: Diskussionen und Rundgänge
PDF, 3430 kb
Der urbane Kongress: Projektskizze zur Umsetzungsphase
PDF, 767 kb
Der urbane Kongress: Kurzinformation zum Abschlussbericht
PDF, 32 kb

Datenbank zu Kunst im öffentlichen Raum

Die wissenschaftliche Bilddatenbank der Kölner Museen und Sammlungen sowie des Rheinischen Bildarchivs Köln dokumentiert zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum. Sie wird laufend aktualisiert und erweitert.

Kulturelles Erbe Köln: Kunst im öffentlichen Raum

Kontakt

Geschäftsstelle des Kunstbeirates der Stadt Köln
im Dezernat Kunst und Kultur
Richartzstraße 2-4
50667 Köln

Telefon: 0221 / 221-23146
Telefax: 0221 / 221-24141

E-Mail an den Kunstbeirat Kunstbeirat