"Hiob & Ich" - Eine außergewöhnliche Ausstellung
5. März 2010 bis 30. Mai 2010
Dienstag, Mittwoch und Freitag, 10 bis 18 Uhr
Donnerstag, 10 bis 22 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag, 11 bis 18 Uhr
Die Schau "Hiob & Ich" stellt das Ergebnis einer Kooperation des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Universität zu Köln und der Johann-Christoph-Winters-Schule dar.
Warum ich?
Womit habe ich das verdient?
Wo finde ich noch Trost?
Existentielle Fragen, die elf Schülerinnen und Schüler der Schule für Kranke an den Universitätskliniken Köln besonders bewegten. Ganz persönliche Antworten fanden sie bei der intensiven Auseinandersetzung mit dem so genannten Hiob-Altar. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen widmeten sie
sich dem Kunstwerk aus dem 15. Jahrhundert und ließen sich von der Darstellung des schwer geprüften Hiobs zu eigenen Zeichnungen, Collagen, Fotografien und Gedichten inspirieren.
Die Verarbeitung ihres persönlichen Schicksals macht die Arbeiten der Jugendlichen zu besonders ausdrucksstarken Exponaten. Die künstlerische Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem mittelalterlichen Werk verdeutlicht eindrucksvoll, wie Kunst auch jenseits vom purem ästhetischen Genuss genutzt werden kann und welch hohen therapeutischen Wert sie in sich birgt. Die neutralen Betrachterinnen und Betrachter werden dank der Arbeiten der Schülerinnen und Schüler die Hiob-Thematik tiefer begreifen, denn die Jugendlichen haben sie in die heutige Zeit gerückt.
Bekannter als Hiob sind die harten Schicksalsschläge, die er erleiden musste und die als Hiobsbotschaft zum geflügelten Wort wurden. Er verliert nacheinander Haus und Hof, seine Kinder und am Schluss seine Gesundheit. Anlass seines Leidens ist eine Wette zwischen Gott und dem Teufel, der behauptet, dass ein derart geprüfter Mensch nicht mehr gottesgläubig sein könne. Doch Hiob verflucht Gott nicht. Er erhält seinen Besitz doppelt zurück, gewinnt eine neue Familie und der Teufel verliert die Wette.
Der Hiob-Altar, Originaltitel "Triptychon mit Szenen aus dem Leben Hiobs", stammt vom Meister der Katharinenlegende und Meister der Barbara-Legende, ist aus Eichenholz und misst circa 120 mal 360 Zentimeter. Er steht in Saal 7 im ersten Obergeschoss des Wallraf. Die Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler befinden sich in direkter Nachbarschaft.
Veranstaltungsort
Obenmarspforten
50667 Köln - Altstadt/NordStadtplan
- Telefon:
- 0221 / 221-21119
- Fax:
- 0221 / 221-22629
- Öffnungszeiten
- Dienstag, Mittwoch bis Sonntag und Feiertage, 10 bis 18 Uhr
Donnerstag, 10 bis 21 Uhr - Anfahrt
- Stadtbahn-Linien 1, 7 und 9 (Haltestelle Heumarkt)
Stadtbahn-Linien 5, 16 und 18 (Haltestelle Dom/Hauptbahnhof)
Bus-Linie 132 (Haltestelle Rathaus)
Bus-Linie 133 (Haltestelle Gürzenichstraße)
S-Bahn-Linien S 6, S 11, S 12 und S 13 sowie Deutsche Bahn (Haltestelle Köln Hauptbahnhof) - Fahrplan
- Kölner Verkehrs-Betriebe
Infos
- Preis
- vom 5. März bis 29. April 2010:
5,80 Euro, ermäßigt 3,30 Euro
vom 30. April bis 30. Mai 2010:
9,50 Euro, ermäßigt 7,50 Euro
