Programm des Filmforums im Museum Ludwig
17. März 2010
19 Uhr
MY GENERATION - Der Sound der Revolte
Deutschland 2006
Eine Collage von Oliver Schwabe, NDR, Ausschnitte
Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Weil es in Zukunft weniger Junge und mehr Alte geben wird, drohe, so verkünden es die Medien, ein Krieg der Generationen - um leere Rentenkassen und soziale wie ökologische Ressourcen, ein Kampf um "Pfründe, Posten und Parkbänke".
Zwei Drittel der Jugendlichen sehen ein Problem in der Alterung der Gesellschaft. Genauso viele glauben, dass die staatlichen Gelder zum größten Teil an die Alten verteilt werden, und über 90 Prozent sind der Ansicht, dass sie selbst in Zukunft weniger Rente erhalten werden.
Autoren wie Frank Schirrmacher mit seinem Bestseller "Das Methusalemkomplott" malen das Gespenst des "Ageism", der "Altersdiskriminierung" an die Wand. Vorbei sei es mit dem funktionierenden Generationenvertrag und der Generationengerechtigkeit. Und das nicht erst bei der Rente, sondern bereits beim Einstieg ins Berufsleben. Unbezahlte Praktika und schlechtere Bezahlung für Jüngere (30-jährige verdienen durchschnittlich 15 Prozent weniger als 50-jährige Kolleginnen und Kollegen) sind beste Beispiele dafür. Ältere hingegen haben kaum noch Chancen, eingestellt zu werden.
In der Politik herrscht die Tendenz, mit finanziellen und ökologischen Ressourcen so umzugehen, als gäbe es kein morgen. Brauchen wir einen Aufstand der Jungen?
Im Gespräch unter anderem:
- Patrick Wegner, Geschäftsführer der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen
- Professor Dr. Mathias Albert, Politikwissenschaftler, Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, Co-Leiter der 15. Shell-Studie Jugend 2006
- Ric Graf, Autor von "ICool"
Eine Veranstaltung der ifs internationale filmschule köln.
Veranstaltungsort
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln - Altstadt/NordStadtplan
- Telefon:
- 0221 / 221-24498
- Fax:
- 0221 / 221-24114
- Beschreibung
- Mit dem neuen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Filmforums bespielen acht Partner das Kino im Museum Ludwig, um es als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren. Darüber hinaus werden Vorträge und Diskussionen zur Filmkultur, Veranstaltungen im Bereich audiovisueller Medien, sowie ausgewählte Projekte von Filmschaffenden organisiert.
- Anfahrt
- Stadtbahn-Linien: 5, 16 und 18 (Haltestelle Dom/Hauptbahnhof)
S-Bahn-Linien: S 6, S 11, S 12 und S 13 (Haltestelle Dom/Hauptbahnhof) - Fahrplan
- Kölner Verkehrs-Betriebe
Infos
- Preis
- Eintritt frei.
Für Hörgeschädigte bietet das Filmforum Induktionsschleifen an.
