Kasimir Malewitsch und der Suprematismus
von 5. Februar 2010 bis 22. August 2010
Dienstag bis Sonntag (inclusive Feiertage):
10 bis 18 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat:
10 bis 22 Uhr
Suprematistische Komposition, 1915Das Museum Ludwig setzt seine Projektreihe zur russischen Avantgarde fort mit einer kabinettartigen Ausstellung seiner Malewitsch-Sammlung. Diese gehört zu den international größten des Künstlers und ist nun zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder zu sehen.
Die rund 50 grafischen Arbeiten, vier Gemälde und eine Skulptur aus allen Schaffensperioden ermöglichen einen Einblick in die Entwicklung des Künstlers von der gegenständlichen Kunst über die Abstraktion und wieder zurück zur Gegenständlichkeit.
Die vier Gemälde Malewitschs aus der Sammlung Ludwig hat das Museum während der Ausstellungsvorbereitung kunsttechnologisch untersucht. Zehn suprematistische Gemälde von Künstlern aus Malewitschs Umfeld von Ekaterina Bugrowa, Iwan Kljun, Nina Kogan, Ljubow Popowa, Kliment Redko, Nicolai Suetin und Ilja Tschaschnik ergänzen die Ausstellung und belegen Malewitschs Einfluss auf seine Zeitgenossen.
Der Begriff Suprematismus steht sowohl für die abstrakten Kompositionen aus reinen Flächenformen als auch für Malewitschs Theorie der reinen Gegenstandslosigkeit in der Kunst. Er meint damit
das die Schranken von allem bisher in der Kunst geschaffenen Überschreitende.
Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Präsentation der beiden Gemälde aus der suprematistischen Werkphase Malewitschs "Supremus Nr. 38" von 1916 und "Suprematistische Komposition" von 1915. Beide Bilder untersuchte das Museum Ludwig kunsttechnologisch, die Ergebnisse sind in der Ausstellung umfassend dokumentiert. Die Resultate der Untersuchungen und die Objektgeschichte machen sowohl den heutigen Erhaltungszustand, als auch den Entstehungsprozess der beiden Bilder sichtbar.
Das Publikum lernt durch Detailaufnahmen bestimmte maltechnische Merkmale wie zum Beispiel Oberflächenstrukturen und Pinselführung kennen - aber auch, welchen Einfluss Restaurierungen auf das Erscheinungsbild der Gemälde haben können. Bei der Vorbereitung der Ausstellung hat das Museum auch zahlreiche Zeichnungen und Papierarbeiten Malewitschs restauriert.
Ein Katalog, der die vollständigen Ergebnisse der kunsttechnologischen Untersuchungen aller vier Gemälde Malewitschs aus der Sammlung Ludwig dokumentiert und weitere wissenschaftliche Texte zu Malewitsch enthält, erscheint im Frühjahr 2010 mit Unterstützung der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museum Ludwig e. V.
Veranstaltungsort
Heinrich-Böll-Platz 1
50667 Köln - Altstadt/NordStadtplan
- Telefon:
- 0221 / 221-26165
- Fax:
- 0221 / 221-24114
- Anfahrt
- Stadtbahn-Linien 5, 16, 18 (Haltestelle Dom / Hauptbahnhof)
Bus-Linie 132 (Haltestelle Dom / Hauptbahnhof)
S-Bahn-Linien S 6, S 11, S 12, S 13 sowie Deutsche Bahn (Haltestelle Köln Hauptbahnhof) - Fahrplan
- Kölner Verkehrs-Betriebe
Infos
- Preis
- 9 Euro
ermäßigt 6 Euro