Straßenkarneval in Köln - Mehr Spaß ohne Glas
Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt Kölner Glasverbot
Am 10. Februar bestätigte der 5. Senat des Oberverwaltungsgerichts mit Eilbeschluss das von der Stadt Köln verfügte Glasverbot. Die auf dieser Seite beschriebenen Regelungen sind daher gültig.
Am 3. Februar hatte das Verwaltungsgericht Köln einen Rechtsschutzantrag gegen die Allgemeinverfügung der Stadt Köln positiv beschieden.
Die Stadt Köln reichte gegen dieses Urteil Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster ein.
Feiern ohne Scherben - mehr Spaß ohne Glas
In seiner Sitzung am 17. Dezember 2009 hat der Rat der Stadt Köln das Konzept "Straßenkarneval in Köln - Mehr Spaß ohne Glas" beschlossen. Das Konzept wurde von der Stadt Köln gemeinsam mit der Polizei Köln und dem Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e. V. entwickelt.
Zum Höhepunkt der laufenden Karnevalssession gilt von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch ein Glasflaschen- und Glasverbot.
Der Straßenkarneval in den Hochburgen Altstadt, Zülpicher Viertel und Ringe soll künftig scherbenfrei gefeiert werden, um die Jecken vor unnötigen Verletzungen und Gefahren zu schützen. Deshalb ist das Mitführen und Verkaufen von Glasflaschen und Trinkgläsern in diesen Bereichen zeitlich befristet verboten. Die genauen Grenzen der glasfreien Zonen können Sie den folgenden Karten entnehmen:
Altstadt
Die Verbotszone Altstadt erstreckt sich im Norden von der Hohenzollernbrücke bis zur KVB-Haltestelle "Heumarkt" und der Rampe zur Deutzer Brücke im Süden. Sie wird im Osten vom Rheinufer und im Westen von den Straßen Kleine Sandkaul, Quatermarkt, Unter Goldschmied, Am Hof, Kurt-Hackenberg-Platz und Am Domhof begrenzt.
Ringe
Die Verbotszone Ringe erstreckt sich im Norden von der Gladbacher Straße und der Christophstraße bis zur Pilgrimstraße im Süden. Sie wird im Westen vom Habsburger Ring, der Aachener Straße, der Brabanter Straße, der Venloer Straße sowie dem Kaiser-Wilhelm-Ring begrenzt und im Osten von der Mittelstraße, dem Friesenwall, der Friesenstraße, der Norbertstraße, dem Gereonshof und der Von-Werth-Straße.
Zülpicher Viertel
Die Verbotszone Zülpicher Viertel erstreckt sich im Norden von der Roonstraße und dem Zülpicher Platz bis hin zur Kyffhäuser Straße im Süden. Sie ist im Westen von der Meister-Gerhard-Straße sowie dem Rathenauplatz begrenzt und im Osten vom Barbarossaplatz, der Roonstraße, dem Zülpicher Platz und dem Hohenstaufenring.
Zeitliche Begrenzung des Glas- und Glasflaschenverbots
| Wochentag | Altstadt | Zülpicher Viertel | Ringe |
|---|---|---|---|
| Weiberfastnacht | 8 bis 8 Uhr | 8 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr |
| Karnevalsfreitag | Glasverbot nicht in Kraft | Glasverbot nicht in Kraft | 18 bis 8 Uhr |
| Karnevalssamstag | 18 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr |
| Karnevalssonntag | 18 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr |
| Rosenmontag | 18 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr |
| Karnevalsdienstag | Glasverbot nicht in Kraft | Glasverbot nicht in Kraft | Glasverbot nicht in Kraft |
| 11.11. | 8 bis 8 Uhr | 8 bis 8 Uhr | 18 bis 8 Uhr |
Alternativen zum Glas - Entsorgung von mitgebrachtem Glas
Vor Betreten der glasfreien Zonen haben die Jecken die Möglichkeit, mitgebrachte Glasflaschen und Gläser in hierfür vorgesehene Container zu entsorgen. Innerhalb der Zone werden Getränke nur in Plastik- oder Pappbechern abgefüllt oder in anderen Behältnissen wie Dosen oder PET-Flaschen verkauft.
Vom Verkaufsverbot betroffene Kiosk- und Imbissbetreiberinnen und Imbissbetreiber können, um wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden, ausnahmsweise eine Erlaubnis zum Ausschank von Getränken bis 15 % Vol. erhalten. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Köln werden jederzeit ein wachsames Auge darauf haben, dass nicht Einzelne die Spielregeln missachten und sich dem Glasverbot entziehen. Sie werden die Personen freundlich ansprechen, bei Bedarf jedoch auch eingreifen.
Wir wünschen Ihnen eine ausgelassene und fröhliche Karnevalszeit!
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Plakataktion Mehr Spaß ohne Glas
Damit die Öffentlichkeit noch einmal wenige Tage vor Beginn des Straßenkarnevals auf das Glasverbot aufmerksam gemacht wird, starteten Stadt, Polizei und Festkomitee eine Plakatkampagne. In 230 so genannten Citylights (Werbeflächen beispielsweise am Eingang der Fußgängerzonen) werden Poster mit den „Bläck Fööss“ als Motiv aufgehängt. Die bekannte Kölner Band unterstützt die Kampagne.
Den Startschuss für die Plakatkampagne gaben am 2. Februar 2010: Stadtdirektor Guido Kahlen, Volker Lange von der Kölner Polizei, Mathias Johnen vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach und Mitglieder der Bläck Fööss.
Ursachen des Verbots
Informieren Sie sich über Gründe und
Ursachen des Glasverbots.


